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Der vergessene Waldfriedhof Mystery Cache

This cache has been archived.

Joerg73: Ich schicke den Cache schweren Herzens ins Archive.
Die Dose und das Versteck waren leider nicht mehr zu retten und auch der Versteckort ist nur noch schlecht zugänglich.
Da der Ort mir aber sehr wichtig erscheint, wird hier demnächst etwas neues entstehen.
Danke für die Logs und dafür das ihr den Ort besucht habt.

Grüße aus dem Mescheder Norden
Joerg73

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Hidden : 9/2/2012
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:

Waldfriedhof Fulmecke

auch "Franzosenfriedhof" genannt. Hier sind die getöteten und verstorbenen Kriegsgefangenen des 1. und 2. Weltkriegs beerdigt.
 


Der Friedhof wurde im Ersten Weltkrieg angelegt und diente als Ruhestätte für Kriegsgefangene mehrerer Nationen (insbesondere Franzosen, die im Mescheder Kriegsgefangenenlager gestorben waren) 
Französische, belgische und italienische Kriegstote wurden nach dem Ersten Weltkrieg in ihr Heimat überführt.
Für die russischen und polnischen Toten des Ersten Weltkriegs blieb der Waldfriedhof die letzte Ruhestätte.
Ursprünglich sah der Friedhof völlig anders aus als heute: Im Ersten Weltkrieg gab es nur eine baumfreie Fläche, die dicht mit Grabkreuzen bestanden war. Das Denkmal des betenden Soldaten stand in der Friedhofsmitte. Das Eingangsportal trug zusätzlich auf jeder Seite einen großen sandsteinernen geflügelten Löwen.
Im Jahre 1964 wurden 121 unbekannte russische Tote aus den Gemeinden Warstein und Suttrop nach Meschede überführt.
1965/66 erfolgte eine völlige Neugestaltung des Friedhofs.
Heute ruhen hier 287 russische und polnische Kriegstote.
Das schmiedeeiserne Tor mit den Sandsteinflügelmauern ist eine Arbeit unbekannter französischer Kriegsgefangener. Auf dem linken Mauerflügel steht der Schriftzug: "Loin de la patrie reposez en pais", rechts die Übersetzgung "Ruhet sanft in fremder Erde" 
Die einen betenden Soldaten darstellende Skulptur wurde ebenfalls von französischen Kriegsgefangenen hergestellt
Die Stelle im hinteren Bereich wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von der Sowjetunion errichtet. Neben kyrillischen Schriftzügen und dem roten Stern als sowjetisches Hoheitszeichen auf der Vorderseite findet sich auf der Rückseite die deutsche Übersetzung des Textes: "Hier ruhen russische Bürger, bestialisch ermordet in faschistischer Gefangenschaft. Ewiger Ruhm den gefallenen Helden des Großen Vaterländischen Krieges.




Der Cache ist eine kleine Dose, die gerade genug Platz für ein TB bietet.
Viel Erfolg beim suchen!



Dieser Text zum geschichtlichen Hintergrund des Friedhofs, wurde von RockyAffair erstellt:
Im Norden Meschedes befand sich im 1. Weltkrieg von 1914 bis 1918 ein großes Kriegsgefangenlager, in dem Soldaten folgender Herkunft untergebracht waren: Franzosen, Belgier Engländer, Schotten, Kanadier, Kosaken, Russen, Tartare, Sibirier, Italiener, Montenegrier, Algerier, Araber und Senegalesen. Wegen des Lagers bekam die noch heute bestehende Lagerstraße ihren Namen. Die Aufgabe der Stadt Meschede dieses Lager aufzubauen und intakt zu halten, war keine leichte Aufgabe. Das Gelände stellte der Graf von Westphalen zur Verfügung. Am Ende des Krieges, im Jahre 1918, befanden sich 28.290 (!) Gefangene im Lager. Zur Zeit der Einrichtung des Lagers war die Nahrungsversorgung unzureichend und ekelhaft. Ein Insasse bekam 1 Liter Wasser für 3 Tage! Später wurde das Lager erweitert und generalüberholt. So entstanden verschiedene „Einrichtungsabteilungen“ wie z.B. eine Kirche, die Post oder die Besenbinderei. Aus den Zeugenberichten geht hervor, dass die Gefangenenversorgung zwar menschenwürdig war, aber die Gefangenen bekamen nie genug zu essen (so musste das ganze Volk unter dem Krieg leiden). Die Gefangenen arbeiteten in Kommandos in Steinbrüchen zum Mörtelmischen, in den Wäldern für Brenn- und Nutzholz, in der Landwirtschaft und bei den täglichen Arbeiten des Lagers. Für die im Lager verstorbenen Gefangenen wurde im Schweinsbruch ein Friedhof angelegt, für dessen Ausgestaltung sich besonders das im Lager befindliche französische Hilfskomitee einsetzte. Insgesamt wurden hier 935 Kriegsgefangene beerdigt. Nach Ende des 1. Weltkrieges wurden von den einzelnen Nationen die verstorbenen Gefangenen in die Heimatländer zurückgeholt, mit Ausnahme der russischen Soldaten. Die heutigen Überbleibsel des Friedhofs stellt eines der wenigen Denkmäler des 1. Weltkrieges in Meschede dar, aber er steht auch in Verbindung zu den Verbrechen im 2. Weltkrieg. Im Jahre 1947 fand man in der Eversberger Kuhweide an der B55 80 von einem SS-Vernichtungstrupp ermordete Zwangsarbeiter aus Russland und Polen, die auf dem Franzosenfriedhof beigesetzt wurden. Später hat man im Jahr 1957 ein Sühnekreuz aufgestellt, das in der Bevölkerung auf Empörung stieß. Insgesamt wurde das Kreuz viermal geschändet und letztlich vergraben. 1964 gruben Jugendliche das Kreuz wieder aus und versteckten es in einer Garage bis es 1981 in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt wieder aufgestellt wurde.

Additional Hints (Decrypt)

Eägfry: avpug 6 fbaqrea 8 Chaxgr süuera mhz Mvry! Irefgrpx: "ubuyre Onhzfghzcs!" npugrg nhs qnf Mrvpura

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)