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Ein Brief in falschen Händen Multi-Cache

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Kanne und Siki: Leider wurde der Cache bis heute nicht wieder aktiviert oder kein konkretes Aktivierungsdatum angegeben. Deshalb erfolgte heute die endgültige Archivierung dieses Caches.

Wenn du an dieser Stelle wieder einen Cache platzieren möchtest, kannst du selbstverständlich gern ein neues Listing zum Review einreichen.

Gruß,
Sanne

Kanne und Siki
(Official Geocaching.com Volunteer Reviewer)

Die Info-Seiten der deutschsprachigen Reviewer: http://www.gc-reviewer.de

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Hidden : 9/3/2012
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:

Ein Liebesbrief in falschen Händen

Ein Multicache auf dem Stadtwerder in Bremen.
6 Stationen auf einem kleinen Rundgang von ca. 2 km.
Die KollegInnen der Jugendbildungsstätte wissen über den Cache Bescheid. Er wurde zum 25. Jubiläum der Bildungsstätte entwickelt.
 
Ein Spiegel und eine Taschenlampe kann hilfreich sein...

 
 
Geschichte:
Vor langer Zeit, in einer sehr finsteren Zeit, wo das Grauen herrschte, gab es überall  Menschen, die in ihrem Herzen Liebe empfanden. Auch wenn sie nicht viel Hoffnung hatten, glaubten sie an ihr schönes Gefühl, dort im Herzen und im Bauch - wo das Gefühl so intensiv sein kann. Sie vertrauten der Liebe, an das Gute im Menschen und ihrem gegenüber... 
 
Nicht desto trotz drehten sich viele Menschen in dieser Zeit um und schauten, ob ihnen jemanden folgte oder hinter ihnen Erzähltes falsch wiedergab. 
 
Die Liebenden waren aus einem Dorf, wo einfache Menschen, die tags und nachts Kohle in den nahe gelegenen Steinbrüchen abbauten, wohnten. Was die Menschen in der Großstadt nur wenige Kilometer in Richtung der aufgehenden Sonne taten, machte ihnen wohl Sorge, aber sie konnten es nicht richtig begreifen. 
In diesem Frühling 1942 schrieben sich zwei Liebende Briefe. Es ging wahrscheinlich um Gefühle der Sehnsucht, des Bauchkribbelns und um die nächste Verabredung. Informationen wurden nur angedeutet, denn Liebende haben so manche Geheimnisse miteinander.
Doch einer dieser Briefe wurde nicht nur von den Liebenden gelesen, Nein es waren nicht die Eltern, sondern...
 
1 .Station  
„Liebe Anni! Entschuldige, (... mehr im Brief)
In dieser grauen dunklen Zeit  gab es Mächte, die nicht an das Gute im Menschen glaubten.  Sie lasen  den Brief von den zwei Liebenden und verstanden die Worte falsch,  denn die Mächtigen hatten Angst und glaubten viele Menschen sind böse,  schlecht und nicht so  viel Wert. So glaubten sie,  dass die Liebenden aus dem kleinen Dorf etwas Schlechtes vorhatten und  einen Mächtigen getötet hatten. 
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Was würdet ihr heute machen, falls ihr einen Brief, Mail, SMS bekommen würdet, wo ihr glaubt es ist etwas passiert bzw. wisst jemand hat etwas getan?
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2. Station: 
Zur Info: 
Das Mädchen arbeitet in Schlan in einer Taschenlampenfabrik
Der verheiratete Geliebte wohnte in Lidice. 
Der Fabrikbesitzer Pala kommt an diesen Brief seiner Angestellten. Er bekommt es mit der Angst zu tun und gibt  den Brief an die Gendarmerie in Schlan weiter.
 
Später fand die Polizei und der Geheimdienste noch einen anderen Brief, wo der Geliebte schrieb, dass sich in seinem Dorf viele Fallschirmspringer, die direkt aus London gekommen seien, verborgen hielten.
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Was sind die Unterschiede zwischen Petzen, Verunglimpfen, Behauptungen oder Zivilcourage? Woran macht ihr es fest?
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3. Station: Falsch kombiniert
 
Während einige Menschen aus den beiden  Dörfern der Liebenden ihre Felder bestellten, ihrer Arbeit nach gingen und sich abends davon ausruhten,  oder die erste Frühlingssonne genossen  wurde in der großen Hauptstadt über einen Ermordeten, der sehr wichtig war, gesprochen.  
Bei der Polizei, aber insbesondere bei den grauen Mächten wurden Menschen verhört und mögliche Fakten zusammengetragen. 
Der Taschenlampenfabrikant Pala sagte aus,  dass er den Brief an Anna Maruscakova, welche am 3.6. 1942 nicht zur  Arbeit kam, schon geöffnet in die Hände bekam. Nachdem er von dem Brief Kenntnis hatte, telefonierte mit der Gendarmeriestation in Slany, der er mitteilte, dass ihm ein sehr  bedeutsamer Brief in die Hände kam und sie sich ihn abholen sollten.  Wachtmeister Vybiral äußert über den Brief die Ansicht, dass es „um einen  ganz gewöhnlichen Liebesbrief" ging, „den Nichteingeweihte selbstverständlich auch nicht ganz verstehen können". Pala sagte  daraufhin angeblich: „Sie irren sich, ich glaube, dass dies einer der  Angreifer [...]  ist. Wenn Ihr ihn doch schon hättet, damit wir Ruhe  haben."
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In welcher Situation habt ihr schon mal an Rache gedacht und konntet nicht schlafen, weilr ihr nachts an Gemeinheiten gegen die andere Person gedacht habt?
Wann und wo habt ihr schon mal Willkür erlebt oder mitbekommen? Kennt ihr politische Situationen, wo ähnliches gerade passiert?
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4. Station: Der Racheakt
Nach dem die grauen Mächte vor Ort, die Polizei und die Mächtigen in der fernen Hauptstadt einige Informationen zusammen hatten, aber leider nicht alle, wollten sie unbedingt etwas unternehmen, damit sie dem Volk zeigen konnten, das sie Mächtig sind. In der großen Hauptstadt beschlossen sie noch am selbem Tag zu handeln.
„Am 9.6. 1942, um 19:45 Uhr, teilt mir [...] K. H. Frank aus Berlin fernmündlich mit, dass auf Grund einer[...] Besprechung die Ortschaft Liditz folgendermaßen noch am gleichen
Tag zu behandeln ist:
1. Alle männlichen Erwachsenen sind zu erschießen,
2. Alle Frauen in ein Konzentrationslager zu überstellen,
3. Die Kinder zu sammeln und, soweit eindeutschungsfähig, an 'gute' Familien [...] zu geben. Der Rest wird einer anderen Erziehung zugeführt,
4. Die Ortschaft ist niederzubrennen und dem Erdboden gleichzumachen. Die Feuerwehr ist hierbei einzuschalten."
 
Rechne N 53.03. (xxxx -2017)  E 008. 49. (yyyy -1978)

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An welchen Orten passieren in letzter Zeit Massaker gegen die Bevölkerung?
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5. Station: Fast das Ende:
Am Abend des 9. Juni 1942 umstellten geheime Polizeikräfte Lidice und blockierten alle Zufahrtswege. In der folgenden Nacht wurden die Dorfbewohner zusammengetrieben. Alle 172 Männer, die älter als 15 Jahre waren, wurden tags darauf erschossen. 
Weitere neun Männer, die auswärts in der Nachtschicht in einem Kohlebergwerk arbeiteten, und sieben schwangere Frauen wurden nach Prag gebracht. Die Männer wurden dort erschossen, während die Frauen ihre Kinder gebären konnten. 
 
Die verbleibenden 195 Frauen wurden in ein besonders brutales Gefängnis deportiert, wo 52 von ihnen ermordet wurden. Nachdem die sieben Schwangeren entbunden hatten, wurden sie von ihren Kindern getrennt und ebenfalls nach Ravensbrück deportiert.
 
Die 98 Kinder des Dorfes wurden in das Lager der „Umwandererzentrale Litzmannstadt“ gebracht und nach rassischen Kriterien ausgesondert. Dreizehn dieser Kinder wurden zur Germanisierung in ein Lebensborn-Heim gebracht. Die anderen Kinder wurden deportiert und dort vergast.
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Wo in Bremen und Umgebung gab es solche ähnlichen Vorfälle?
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Final: Der Neu-Anfang:
Schon wenige Wochen nach der Befreiung vom Hitlerfaschismus beschloss  die tschechoslowakische Regierung, ein neues Lidice aufzubauen. Viele Menschen haben zu diesem Aufbau beigetragen, vor allem Jugendliche aus der  Tschechoslowakei und anderen Ländern der Welt. Eine neue Siedlung entstand und in ihr leben die Bewohner noch heute. Lidice lebt!
In  dem Tal von Lidice liegt heut eine Gedenkstätte, die von einem großen  Rosengarten umgeben ist, in dem Rosenstöcke aus 25 Ländern der Welt  wachsen. 1955 wurde dieser „Rosengarten der Freundschaft”  angepflanzt. So wurde die Rose zum Zeichen von  Lidice – ein Zeichen der Liebe, die stärker ist als die Gewalt.
Lidice  ist Programm. Programm für eine politische Bildungsarbeit, die sich der  Begegnung und Solidarität, der Selbstbestimmung und Gerechtigkeit  verschrieben hat. Die Bremer Jugendbildungsstätte LidiceHaus ist ein lebendiger Ort, in dem die Entwicklung und das Lernen von Demokratie und den Dialog mit und zwischen den Kulturen und Religionen mit seinen Chancen und Defiziten stattfinden.
Hinter der Bildungsstätte LidiceHaus ist auch ein Rosengarten als Solidarität durch ein internationales Jugendcamp entstanden. 
 
 
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Das Institut für Zeitgeschichte hat die komplette und historisch aufbereitete Gesichte in einem ihrer Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte aufgeschrieben.
 
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In Lidice : 
Lidicke utrpeni / Suffering of Lidice
 

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English:
A love letter in wrong hands 
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Additional Hints (Decrypt)

Fgngvba 1: tranh qn truöeg re erva…fpunhg zny ibz Cnexcyngm qre Ovyqhatffgäggr nz Fpuvyq Fgngvba 2: Nhstehaq qre Zrafpura, qvr va qre Gheaunyyr jbuara, uvre qre Uvajrvf qverxg. Nhs orvqra Frvgra qrf Qheputnatrf mhz Cnexcyngm qre Gheaunyyr va qra Ebuera üore qra Qrvpu... Fgngvba 3: Rva Onhz nz Frr Fgngvba 4: Ynzvang , qh fvgmg qenhs, Fcvrtry bqre zvg Unaql Sbgb znpura, avpug noervßra Fgngvba 5: Ynzvang, jre nhs qrz Obqra yvrtg fvrug, unor na rvar iba qra ivryra rvara Trbpnpuvat Nhsxyrore trznpug. Svany: Ireengra, Crgmra, Mjvgfpurea, Mvivypbhentr, Qvpugunygra? (Ibear ovggr qvr Sebag ubpufpuvrora, xyrzzg rgjnf jt. Srhpugvtxrvg)

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)