Kleine Baumschule—kleiner Tradiweg mit 9 einheimischen Baumarten
Aus allgemeinen Informationen—bis hin zu altem Wissen in Kurzform—legen wir einen kleinen Baumweg. Es sind meist größere Dosen, also frohes Trading ;-)
Bäume sind wie Heiligtümer. Wer mit ihnen zu sprechen, wer ihnen zuzuhören weiss, der erfährt Wahrheit. Sie predigen nicht Lehren und Rezepte, sie predigen, um das einzige unbekümmert, das Urgesetz des Lebens.
Hermann Hesse
Die Hainbuche

Die Hainbuche (lat Carpinus betulus) gehört zur Familie der Birkengewächse (Betulaceae). Ein anderer Name für den etwa 25 Meter hoch werdenden und etwa 150 Jahre alt werdenden Baum ist Hagebuche (Hag bedeutete bei den Germanen Zaun, Schutz). Das Holz ist das härteste, das in Europa vorkommt.
In der Naturheilkunde finden die Rinden von jungen Zweigen und das Holz Verwendung. Ein Aufguss von Buchenrinde hat fiebersenkende und antiseptische Wirkung. Er wird auch bei Erkrankungen der Atemwege sowie bei Verletzungen und Infektionen der Mundschleimhaut verwendet.
Verbrennendes Buchenholz hat durch das darin enthaltene Kreosot eine stark desinfizierende Wirkung.
Den Kelten diente die Hagebuche über Jahrtausende hinweg als unübertreffliche Heckenpflanze. Eng aneinander gepflanzt ersetzte sie ihnen manchmal sogar Festungsmauern - so hart ist ihr Holz. Und wie im Niederbayerischen, wo der Begriff des "Hagebuchenen" für einen besonders bodenständigen und widerstandsfähigen Naturmenschen gebraucht wird, sahen auch die Kelten in der Hagebuche ein Symbol für Zuverlässigkeit, Disziplin und Härte in einem positiven Sinne.
Bei den Kelten galt die Hainbuche als Hexenbaum; im Mittelalter schrieb man dem Holz der Hainbuche magische Kräfte zu.
Hinweise
Die Strecke ist nicht für Kinderwagen geeignet, teils sehr holprig und schlammig.
Zecken könnte es auch reichlich haben.
Wunderschönes Gebiet mit Hainbuchen.