Skip to content

Sagen Ost-Erzgebirge22 - Das nasse Hühnchen Mystery Cache

This cache has been archived.

Pitti & Mieze: Da wir nun schon 1,5 Jahre weder gesucht noch gewartet haben, ist hier erstmal Schluss.

Vielen Dank für die netten Feedbacks!

LG Pitti & Mieze

PS: Dosen suchen werden wir irgendwann sicher wieder [;-)]

More
Hidden : 9/8/2012
Difficulty:
5 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:

Die oben genannten Koordinaten
sind nicht die Final-Koordinaten!


Das nasse Hühnchen

(Quelle: Sagenbuch des östlichen Erzgebirges, Mündliche Überlieferung)

In einem Dorfe unserer Heimat fand einst eine Frau ein winziges schwarzes Hühnchen im Garten unter einem Strauche sitzend. Obwohl es nicht geregnet hatte, war das Tierchen ganz naß. Die Frau hatte Mitleid und setzte das Hühnchen in der warmen Stube zum Trocknen unter einen Korb. Als sie nach einiger Zeit nachsah, bemerkte sie , daß das Tier ein Ei gelegt hatte, so groß wie das Hühnchen selbst. Sie bemerkte, daß sie sich das „Mätzel“ ins Haus getragen hatte, und setzte das unheimliche Tier wieder dorthin, wo sie es gefunden hatte.


(Sagen vom „nassen Hühnchen“ sind in der Westlausitz in großer Zahl, bald mehr, bald weniger abweichend, anzutreffen. Bald soll das Hühnchen mehrere Eier auf einmal gelegt haben, dann soll es wieder ein goldenes Ei gewesen sein, das die mitleidige Frau vorfand.
Im Sommer 1937 erst fand ich die Erklärung für den sowohl im östlichen Erzgebirge als auch sonst weit verbreiteten Glauben an das „nasse Hühnchen“. Ein Bauer erzählte mir: Als ich eines Morgens in die Scheune ging, kauerte in einer Ecke ein dunkles nasses Hühnchen. An der leuchtend zinnoberroten Schnabelwurzel erkannte ich sofort, daß ich ein ungewöhnliches, unheimliches Tier vor mir hatte, jedenfalls aber kein gewöhnliches Haushuhn. Ich scheute mich, es anzugreifen, obwohl es mich furchtlos näher kommen ließ. Schließlich lud ich es, im den unheimlichen Gast aus dem Gehöft loszuwerden, auf eine Schaufel und trug es über die Felder an den Teichrand, wo ich es ins Wasser warf. Kaum hatte ich dies getan, als es eiligst durch das Wasser lief und verschwand. Als ich meinen Nachbar davon erzählte, meinten sie: „Wer weiß, was das gewesen ist; sieh dich nur vor, daß du kein Unglück mit dem Vieh hast.“ Die Prophezeiung war nicht unberechtigt; denn noch im gleichen Jahr hatte ich ein schweres Unglück beim Kalben einer jungen Kuh. – Der Bauer war einsichtsvoll genug, ohne weiteres hinzuzusetzen, daß ihn das Unglück wahrscheinlich auch betroffen hätte, wenn die Begegnung mit dem „nassen Hühnchen“ nicht vorrausgegangen wäre. Da ich ihm als Vogelkundiger bekannt war, bat er mich um Aufklärung, dir mir nicht schwerfiel, da er das Tier genau beschreiben konnte. Es handelt sich nicht um einen bösen Kobold, sondern um ein grünfüßiges Teichhuhn (Gallinula chloropus), das, wenn auch recht verborgen, auf fast allen schilfbewachsenen Teichen nistet, im Herbst nach dem Süden zieht und dabei  fast überall einmal auftaucht. Es fliegt sehr schwerfällig, wie alle Hühnerarten, und stößt sehr oft im Fluge an, wobei es sich nicht selten tödlich verletzt.
Häufig werden verunglückte Teichhühner unter Telegraphenmasten gefunden. Ist das Tier leichter verletzt oder in seiner Flugfähigkeit behindert,
läuft es, wenn ihm dies möglich ist, eiligst davon und verkriecht sich. Dieser Fall hat auch bei dem „nassen Hühnchen“ vorgelegen, das der Bauer in seiner Scheune fand.)


 

Zum Cache:


Auch uns hat das Hühnchen ein Ei gelegt. Vielleicht könnt ihr damit etwas anfangen...






Sagen-Ost-Erzgebirge
 

Additional Hints (Decrypt)

Huemrvtrefvaa-A-bora-R-hagra

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)