ARSBECKER BRUCH
Der Urwald von Morgen
Dunkle Erlenstämme recken sich aus dem Wasser empor und spiegeln sich in den Wasserflächen. Die sumpfige Landschaft mit einem sich gemächlich schlängelnden Bach erinnert an einen Mangrovenwald. Doch dieser so genannte "Urwald von morgen" liegt weder in Indonesien noch in Malaysia, sondern in der Niederung des Rothenbaches bei Wegberg, westlich von Mönchengladbach. Der "Arsbecker Bruch" im südlichen Teil des Naturparks Maas-Schwalm-Nette, gilt als einer der schönsten Erlenbruchwälder Nordrhein-Westfalens.
In solchen Naturwaldzellen bleibt die natürliche Vegetation sich selbst überlassen – ohne Eingriff des Menschen. Daher wirken diese "Urwälder" wild und unaufgeräumt: Bäume stehen nicht mehr in Reih und Glied, kreuz und quer liegen modernde Stämme. Charakteristisch für diese malerische Bruch- und Sumpflandschaft ist die Schwarzerle. Sie ist die einzige heimische Baumart, die mit dem sumpfigen und häufig überfluteten Boden eines solchen grundwassernahen Standortes zurechtkommt, denn Luftkanäle durchziehen ihre Stammbasis und Wurzeln.
Im sauerstoffarmen Boden übernimmt der Baum also selbst die "Beatmung" seiner Wurzeln. Mit Beginn der modernen Forstwirtschaft im 19. Jahrhundert hat sich die Zahl der Bruch- und Sumpfwälder stark verringert.
Quelle: http://www.nrw-stiftung.de/projekte/projekt.php?pid=227
Hier handelt es sich um ein Naturschutzgebiet, die offiziellen Wege müssen zu keiner Zeit verlassen werden.