In der Leipziger Straße wurde 1878 eine, in der Folgezeit gut besuchte, Gaststätte eröffnet. An den Wochenenden fanden hier Tanzabende statt und im Kolonnadengarten gab es Konzerte. Weiterhin wurden die Räume für verschiedene Treffen genutzt. Unter anderem für den Bezirksverein Beresinchen von 1891. Im Januar 1941 erfolgte eine Modernisierung und im Saal des Hauses wurde ein Musikpodium eingebaut. Weiterhin gab es eine Sekt- und die Kakadubar, ein Blaues Zimmer als Kaffeeraum, einen Speiseraum und einen Thekenraum. Den Zweiten Weltkrieg überstand das Gebäude und daher konnte im Januar 1949 die HO eine freie Gaststätte, den Leipziger Garten einrichten. In der zu dieser Zeit größten Gaststätte Frankfurts konnte man also ohne Lebensmittelkarten, und daher zu sehr hohen Preisen, essen. Später wurde das Gebäude umgebaut und am 29. März 1969 wurde das Restaurant Polonia eröffnet. Hier arbeiteten elf polnische Köche und 19 Kellner für maximal 120 Gäste. Das Ende der DDR bedeutete auch das Ende für das Lokal, es wurde im Sommer 1991 geschlossen. 1992 kaufte ein polnischer Brauereibesitzer das Gebäude von der Treuhand um ein Vier-Sterne-Hotel zu errichten, verwirklichte diese Pläne aber nicht. Seit mindestens 2006 ist das Gebäude ungenutzt und verfällt.[1]