Hornburg im Jahre 1596 "Ihr Hornburger Frauen wo seid Ihr!? Wo?" , schreit Anna Landmann verzweifelt über den Marktplatz von Hornburg. Die Antwort ist eisiges Schweigen. "Ich bin keine Hexe so glaubt mir doch!" Doch zumindest die Obrigkeit glaubt ihr nicht, läßt ihren Scheiterhaufen mitten auf dem Marktplatz anzünden. Ihre Leiche wird irgendwo verscharrt.
Anna Landmann wohnte in Osterode sie war Hebamme und kümmerte sich um verwahrloste und vernachläßigte Kinder in und um Hornburg. Sie sammelte Kräuter und half kranken Bürgern. Die Kinder lieben Anna Landmann. Zährtlich streichelt sie ihnen über das Haar, gibt ihnen, die Hunger haben und betteln, zu essen. Längst haben sich die Gerüchte, Anna sei eine Hexe, zu Amtmann Brandes herumgesprochen.
Als der Amtmann einen Brief über die vermeintliche Hexe an die Obrigkeit, Herzog Heinrich Julius von Braunschweig, zugleich Bischof von Halberstadt, schreibt, ist Annas Schicksal längst besiegelt. Auch seine Frau kann den Scheiterhaufen nicht verhindern. Vergeblich schreit sie ihren Mann an: "Du kannst die Zeit nicht aufhalten. Nicht mit Feuer. Wer weiß, welche Feuer Gott für Dich bereit hält."
Anna Landmann wird am 07. Januar 1597 als letzte Hexe in Hornburg verbrannt.