Habe ich Euch schon von der Angeltour erzählt, die ich diesen Sommer unternommen habe?
Nein? Dann will ich das jetzt auf jeden Fall nachholen.
Da die Schulferien in diesem Jahr erst am 9. Juli angefangen haben, bin ich erst Mitte August zum ersten Mal dazu gekommen richtig ausgiebig angeln zu gehen. Ich war für ein verlängertes Wochenende an der Ahse und ich kann Euch sagen: mir ist einiges an den Haken gekommen.
Donnerstag
Am Vormittag gegen 10 Uhr bin ich an meinem Angelplatz angekommen. Für die Geocacher unter Euch: mein Angelplatz ist bei N51° 38.102 E8° 07.387. Dort habe ich als erstes mit meinem Prikstock jede Menge Würmer zum Angeln gesucht.
Gegen Mittag habe ich dann erstmals die Rute ausgeworfen. Nach kurzer Zeit hatte ich fünf Saiblinge und ein Neunauge gefangen – „Gar nicht schlecht für den Anfang“, dachte ich mir und habe ein kleines Nickerchen gemacht.
Am Abend, noch vor der Dunkelheit habe ich dann einen Schrätzer und die erste Bachforelle gefangen.
Für die Nacht hatte ich mir etwas Besonderes vorgenommen. Ich wollte mich im Mondschein mit dem Kescher auf die Lauer legen. Gesagt getan hatte ich als erstes einen Frosch im Netz. Aber dann, ich sage Euch: den Kescher im Wasser sieht es im Halbdunkel so aus, als ob mehrere Fische vor dem Netz schwimmen. Ich also in einem Schwung den Kescher aus dem Wasser gezogen und wie bei „sieben auf einen Streich“ hatte ich eine Bachschmerle, eine Forelle und einen Katzenwels im Netz. Die Forelle, von der gleichen Sorte wie am Abend, war allerdings so klein, dass ich sie gleich wieder entfernt habe. Danach war erstmal Nachtruhe angesagt.
Freitag
Am Freitagmorgen, noch vor der Morgendämmerung, bin ich auf Aal gegangen. Es hat auch nicht lange gedauert und der erste Aal hing am Haken. Es sollte für diesen Morgen allerdings auch der Einzige bleiben, denn ich habe anschließend nur noch einen Schneider gefangen.
Zur Mittagszeit habe ich es dann wieder versucht und einen Strömer und ein Neunauge erwischt.
Am Abend habe ich es mir am Grill gemütlich gemacht, aber die Angel hing natürlich dennoch im Wasser. Ein paar Fische sind mir wohl durch die Lappen gegangen, aber ein Stint und ein großer Katzenwels waren dennoch im Eimer. Wie die kleinen Stichlinge hineingekommen sind, weiß ich eigentlich gar nicht.
Das Beste an diesem Abend sollte allerdings bei meinem Nachtangeln noch folgen. Ich habe zwar sicherlich drei Stunden warten müssen, aber dann hat ein schöner, großer Lachs angebissen. Später dann auch noch die erste Groppe und ein Saibling.
Samstag
Am Samstag habe ich etwas länger geschlafen und es erst nach der Morgendämmerung mit dem Angeln versucht. Es hat trotzdem geklappt und ich hatte die zweite Bachforelle gefangen. Während ich diese ausgenommen habe, hat noch ein Schlammpeitzger angebissen.
Am Mittag habe ich dann mit dem Kescher einen Maifisch und ein Neunauge gefangen. Beide in einer respektablen Größe.
Zum Abend hin, nach meinem obligatorischen Nachmittagsschläfchen habe ich mit der Angelrute die erste Koppe und einen riesigen Katzenwels gefangen. Davon habe ich ein Foto gemacht, von dem ich hoffe, dass alles darauf gut zu erkennen ist.
Beim Nachtangeln an diesem Abend habe ich eine Bachforelle der gleichen Sorte wie vormittags und mehrere Karauschen gefangen, bevor mir eine Rotte Wildschweine den Angelabend unterbrochen hat, indem sie hier alle ins Wasser gestürzt sind.
Sonntag
Am Sonntag morgen bin ich extrem früh aufgewacht. Diese Wildschweine waren immer noch an meinem Lagerplatz und sind quasi durch mein Zelt gelaufen. Na ja – egal. Ich wollte an dem Tag sowieso abreisen und hätte das Zelt eh später abbauen müssen. Da ich aber nun deutlich vor der Morgendämmerung wach war, habe ich natürlich die Angelrute ausgeworfen und den Kescher ins Wasser gesteckt. Noch bevor es hell wurde, hatte ich ein Bachneunauge an der Angel und einen Zingel im Kescher.
Danach hieß es schon einmal das Zelt abbauen, bevor ich gegen Mittag noch ein letztes Mal angeln wollte. Mit meinem Spezialköder hatte ich mir vorgenommen auf Schmerle zu gehen. Was soll ich sagen, es hat nicht lange gedauert und ich hatte meine Bachschmerle am Haken. Allerdings sollte es auch die Einzige bleiben. Zum Abschluss habe ich dann noch einen Schneider und einen Strömer gefangen.
Das Wochenende...
... hat richtig Spaß gemacht. Für den Fall, dass Ihr jetzt Interesse daran bekommen habt und es jemand von Euch nun auch einmal mit dem Angeln versuchen möchte: denkt daran, dass Ihr einen Prikstock mitnehmt damit ihr die Würmer im Boden suchen könnt und vergesst natürlich Eure Angelschnur samt Haken nicht.
Petri Heil
