Bei der „Hohlleime“ handelt es sich um einen typischen Lösshohlweg, wie er am Kaiserstuhl oft zu finden ist und anderorts vielfach als Kinzig bezeichnet wird. Da Löss als Lockergestein eine besondere Standfestigkeit aufweist, sind die Lösshohlwege weniger infolge der Verdichtung des befahrenen Bodens entstanden, sondern durch die Zerstörung der inneren Struktur des Löss, bei dem die mineralischen Staubkörner (großteils Quarz) durch Kalk "zementartig" verbunden sind. Mit der Wegnutzung etwa durch Wagenräder wird diese Struktur zerstört und die "Einzelkörner" werden bei Niederschlägen abgeschwemmt. Auf diese Weise konnten sich im Kaiserstuhl im Laufe der Jahrhunderte Hohlgassen von bis zu 20 m Tiefe eingraben.
Lösshohlwege sind ökologisch wertvolle Lebensräume für viele Pflanzen und Tiere, da sie spezielle Bedingungen bieten. Vor allem die Gegensätze zwischen schattigen und sonnigen, trockenen und feuchten sowie windigen und windstillen Plätzen sind verantwortlich für das Vorhandensein der Lebensgemeinschaft Hohlweg. Vom Menschen wurden Höhlen im leicht zu bearbeitenden und dennoch stabilen Löss der Seitenwände eines Hohlwegs teilweise als Lagerraum genutzt – nicht jedoch als Wohnmöglichkeit wie irrigerweise früher behauptet wurde.
Heute ist die „Hohlleime“ asphaliert und eine vielgenutzte Straße für den landwirtschaftlichen Verkehr.
Im Jahr 2012 wurde hier die rechte Böschungsseite vom Bewuchs befreit, der nach Ansicht der Naturschutzbehörde zusehends die Böschung zerstört. Je steiler eine Lösswand sei, desto stabiler stehe sie.
Oben angekommen erwartet Euch ein kleiner Tradi, um nach dem Aufstieg ein Alibi zum Verschnaufen zu haben.