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Philemon & Baucis

A cache by matzeschuh Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 10/14/2012
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size: small (small)

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Geocache Description:

Der Friedrichsberg im westlichen Steigerwald erhebt sich ähnlich dem Schwanberg in einer etwa 150 m hohen Stufe vom vorgelagerten Mainfranken ab. Markant macht den Friedrichsberg das dort gebaute Jagdschlösschen, das aus den Baumwipfeln herausspitzt und von weitem erkennbar ist. In der Nähe befindet sich außerdem eine schöne Möglichkeit um weit in die Landschaft schauen zu können.

Mit dem Auto über Abtswind - Richtung Rehweiler - direkt am Aussichtspunkt parken oder besser den Cache bei einer Wanderung (Mountainbiketour ... o.ä.) z.B. über den Steigerwald-Panoramaweg finden.
Parkplatz in der Nähe von Castell (ca. 5km Wanderung): N: 49° 44'14, E: 10° 21'33
Evtl. genauere Koordinaten mailen!

Eine wunderbare Erzählung aus der griechischen Mythologie gibt dir einen Hinweis zum Auffinden des Caches (nur dass am Friedrichsberg zwei Eichen und nicht Eiche und Linde zu finden sind!):

Nimm dir die Zeit, die Geschichte in Ruhe zu lesen. Für den Cache ist v.a. der Schluss ein wichtiger Hinweis.

PHILEMON und BAUCIS nach Ovid
Auf einem Hügel im Lande Phrygien steht eine tausendjährige Eiche und dicht neben ihr eine Linde von gleichem Alter, beide von einer niedrigen Mauer umgeben.
Mancher Ehrenkranz ist an den Ästen des Baum- Paares aufgehängt.
Einst kamen in diese Gegend die Götter Jupiter und Merkur.
Verkleidet in menschlicher Gestalt wollten sie die Gastlichkeit der Menschen prüfen; darum klopften sie an tausend Türen, um eine Unterkunft für die Nacht zu finden.
Aber hart und selbstsüchtig war der Sinn der Bewohner, so dass die beiden Götter nirgends Einlass fanden. Doch siehe, da stand eine Hütte am Ende eines Dorfes, niedrig und klein nur, mit Stroh und Sumpfrohr gedeckt; Aber im ärmlichen Hause wohnte ein glückliches Paar, der biedre Philemon und Baucis, sein gleichaltriges Weib. Dort hatten sie zusammen die frohe Jugend durchlebt, dort waren sie zu weißhaarigen Alten geworden.
Sie machten keinen Hehl aus ihrer Armut, leicht ertrugen sie ihr dürftiges Los, heiter und freundlich, in herzlicher Liebe, wenn auch kinderlos, schalteten und walteten sie in dem niedrigen Häuschen, das sie allein miteinander bewohnten.
Als nun die hohen Gestalten der beiden Götter sich diesem ärmlichen Häuschen näherten und die niedere Pforte mit gebücktem Haupte durchschritten, kam ihnen das wackre Paar mit herzlichem Gruße entgegen, der Greis stellte die Sessel zurecht, über die Baucis leinartige Decken legte, und man bat die Gäste, sich auszuruhen. Das Mütterchen eilte geschäftig zum Herde, stöberte in der lauen Asche nach einem glimmenden Funken, häufte trocknes Holz und Reisig und blies aus dem Qualm mit schwachem Atem die Flamme an. Drauf trug sie gespaltenes Holz herzu und schob es unter den kleinen Kessel, der über dem Feuer hing.
Unterdessen hatte Philemon Kohl aus dem wohlbewässerten Gärtchen geholt, den die Alte sofort eifrig entblätterte. Mit der zweizinkigen Gabel hob Philemon einen geräucherten Schweinsrücken von der rußigen Decke ihrer Hütte und schnitt ein kräftiges Stück von der Schulter, um es ins siedende Wasser zu werfen.
Damit nun aber den Fremdlingen die Zeit nicht lang werde, bemühten sie sich, durch harmloses Gespräch sie zu unterhalten. Auch gossen sie Wasser in die hölzerne Wanne, auf dass jene am Fußbad sich erquickten. Freundlich lächelnd nahmen die Götter das liebreich Gebotene an, und während
sie die Füße behaglich ins Wasser streckten, richteten die beiden Alten das Ruhebett. Dieses stand inmitten der Stube. Zudem schleppte Philemon Teppiche herbei, die sonst nur an festlichen Tagen hervorgeholt wurden. Die göttlichen Gäste legten sich gern darauf, um nun das fertige Mahl zu genießen.
Denn jetzt stellte das Mütterchen, geschürzt und mit zitternden Händen, den dreibeinigen Tisch vor das Lager und da der nicht fest stehen wollte, schob sie dem zu kurzen Fuß eine Scherbe unter; darauf rieb sie die Platte mit frischer Krauseminze ab und trug die Speisen auf. Da waren Oliven, herbstliche Kornelkirschen, auch Rettiche, Endivien und trefflicher Käse und Eier, in warmer Asche gesotten. Weder zu alt noch gar zu süß war der Wein, den Philemon einschenkte. Vom Herd folgten die warmen Gerichte bis der Nachtisch den krönenden Abschluss setzte. Nüsse, Feigen und runzlige Datteln wurden herbei getragen, auch zwei Körbchen mit Pflaumen und duftenden Äpfeln; selbst Trauben vom purpurnen Weinstock fehlten nicht und in der Mitte der Tafel prangte eine weißliche Honigscheibe. Die schönste Würze des Mahles aber waren die guten freundlichen Gesichter der wackeren Alten.
Während nun alle an Speise und Trank sich labten, bemerkte Philemon, dass der Weinkrug trotz der immer von neuem gefüllten Becher sich nicht leeren wollte und stets der Wein wieder bis zum Rande emporwuchs. Da erkannte er mit Staunen und Furcht, wen er beherbergte. Ängstlich flehte er samt seiner Baucis mit emporgehobenen Armen und demütig gesenkten Augen, dass sie, die Götter, doch bitte gnädig auf das dürftige Mahl schauen und über die schlechte Bewirtung nicht zürnten. Ach, was sollen sie nur den himmlischen Gästen bieten? Richtig, da fällt ihnen ein: draußen im kleinen Stall ist ja die einzige Gans, die sie sich hielten, die wollen sie sogleich opfern! Beide eilen hinaus, aber die Gans ist schneller als sie; mit Geschrei und flatternden Flügeln entwischt sie den keuchenden Alten. Zuletzt gar rannte die Gans ins Haus hinein und verkroch sich hinter den Gästen, als ob sie die Götter um Schutz anflehte. Und er ward ihr gewährt; die Gäste wehrten dem Eifer der beiden Alten und sprachen mild lächelnden Mundes also:
„Wir sind Götter! Der Menschen Gastlichkeit zu erforschen, stiegen wir nieder zur Erde. Eure Nachbarn fanden wir ruchlos, und sie sollen der Strafe nicht entrinnen.
Ihr aber verlasst dieses Haus und folget uns hinauf auf die Höhe des Berges, damit ihr nicht unschuldig mit den Schuldigen leidet.“ Die beiden gehorchten; auf Stäbe gestützt, strebten sie mühsam den steilen Berg hinan. Noch einen Pfeilschuss weit waren sie vom höchsten Gipfel entfernt, da wandten sie ängstlich den Blick und sahen das ganze Tal in einen wogenden See verwandelt, nur einzig ihr Häuschen war von allen Gebäuden noch übrig. Während sie noch staunten und das Schicksal der andern beweinten, siehe, da ward die alte ärmliche Hütte zum aufragenden Tempel; von Säulen getragen, schimmerte das goldne Dach, Marmor deckte den Boden. Und jetzt wandte sich Jupiter mit gütigem Antlitz zu den zitternden Alten und sprach: „Sag mir, du redlicher Greis und du, des Redlichen würdige Gattin, was wünscht ihr euch?“ Nur wenige Worte wechselte Philemon mit seinem Weibe, dann sprach er: „Eure Priester möchten wir sein! Vergönnt uns, jenen Tempel zu pflegen. Und weil wir so lange in Eintracht miteinander gelebt haben, so lasst uns beide in einer Stunde dahinsterben; dann schau ich niemals das Grab des lieben Weibes, noch muss ich jene bestatten.“
Ihr Wunsch ward erfüllt. Sie hüteten beide den Tempel, solange ihnen das Leben
gegönnt ward.
Und als sie einst, von Alter und Jahren aufgelöst, zusammen vor den heiligen Stufen standen, des wundervollen Geschickes gedenkend, da sah Baucis ihren Philemon und Philemon seine Baucis im grünen Laube verschwinden; schon wuchsen um beider Antlitz schattige Wipfel in die Höhe.
„Leb wohl, du Trauter!“ - „Leb wohl, du Liebe!“ so sprachen sie beide wechselnd, solang sie noch zu reden vermochten.
So endigte das ehrwürdige Paar; er ward zur Eiche, sie zur Linde, und noch im Tode stehen sie traulich zusammen, wie sie im Leben unzertrennlich waren.

Danke an Uwe für den edlen Cache-Container!

Additional Hints (Decrypt)

2 Rvpura fvaq na qra Jhemrya irervag.
Qvrfre Cyngm vfg trzrvag.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)



 

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