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Der verlorene Ort Wuitz Traditional Cache

This cache has been archived.

Anhalto: Leider wurde auf meine Reviewer-Note / mein disable-Log bislang nicht geantwortet. Deshalb erfolgte heute die Archivierung dieses Cachelistings. Sollten sich neue Aspekte ergeben nimm bitte Verbindung mit mir auf, die Archivierung lässt sich innerhalb von drei Monaten wieder rückgängig machen.

Viele Grüße,
Anhalto - Volunteer Reviewer in Deutschland/Germany

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Hidden : 10/16/2012
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
3.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:

Dieser Cache fuehrt euch in die Naehe des damals zum Opfer des Bergbaus gefallenen Ort Wuitz direkt neben Mumsdorf. Fuer euer Cachermobil wird der Weg kein Zuckerschlecken, darum rate ich euch zu laufen. Die Bahngleise werden noch genutzt, also seid achtsam dort.

An den Koordinaten angekommen findet ihr ein leerstehendes Haus. Betretes es und findet einen Weg nach oben, doch seid dabei aeusserst vorsichtig, denn es wird nicht einfach. Gegenueber haelt ein Hundemuggel Wache, also versucht vom Grundstueck gegenueber weit entfernt zu bleiben. Nachts ist dieser Cache nicht zu empfehlen, da sehr viel Muell im Haus liegt und man sehr schnell stolpern koennte. 

Wuitz, ein kleiner Ort mit zuletzt rund 700 Einwohnern, mußte dem Bergbau weichen. Über 800 Jahre spielte sich hier das Leben einer kleinen Gemeinschaft in engen Kreisen ab. 1825 hatte es 25 Häuser mit 157 Einwohnern. Ein kleiner Kreis Menschen haben hier von Generation zu Generation Jahrhunderte lang Freud und Leid zusammen geteilt. Nur wenige Urkunden aus der früheren Zeit geben Aufschluß von ihrem Dasein. Selbstverständlich gab es auch hier, wie in den Nachbarorten, in so einem kleinen Dörfchen mit rein ländlichem Charakter Hand- und Spannfrohn und viel Not und Armut beim kleinen Mann. Erst durch die Industrie, insbesondere durch den Bergbau, in den letzten hundert Jahren blühte der Ort auf, und aus einer Bauerngemeinde entstand ein Bergarbeiterort. 1925 gehörten von den 743 Einwohnern ¾ Bergarbeiterfamilien an.

Der Ort Wuitz lag abseits und zwar nördlich der alten Reichsstraße welche von Altenburg über Rositz, Meuselwitz, Zipsendorf und weiter über Gleina nach Zeitz führte, und zwar etwa in der Mitte zwischen den Orten Sprossen, Rehmsdorf, Mumsdorf und Zipsendorf. Die Entfernung nach Meuselwitz betrug 3½ Kilometer und die nach Zeitz 10 Kilometer. In einem Kilometer Entfernung, direkt an der vorgenannten Reichsstraße, befand sich der ebenfalls überbaggerte Nachbarort Sabissa. Der Ort Wuitz lag im hügeligen Gelände. Schmiedeberg und Sabissaer Berg stiegen ziemlich steil an. Durch Wuitz floß der Rainbach. Von der vorgeschichtlichen Besiedlung ist nur wenig bekannt. Schulrat Dr. Max Wilcke schreibt in ,,Der Zeitzer Kreis und seine Bevölkerung, 1925, Seite 80, nur von einem steinzeitlichen Einzelfund, einem Steinhammer, aus der Flur Wuitz. Kreispfleger Schulz, Tauchlitz, berichtet über den Ursprung: Bei Wuitz handelt es sich um eine wendische Siedlung, gegründet inmitten fruchtbarer Ackerflächen und von Weideland. Zu erwähnen ist hier noch, daß auf einer Landkarte aus dem Jahre 1609, die in der Beilage des ,,Meuselwitzer Tageblatt", ,,Die Heimat" Nr.4/1941, abgedruckt ist, Wuitz schon als Kirchenort bezeichnet wird. Daraus ist zu entnehmen daß Wuitz auch schon vor dem 3ojährigen Kriege eine etwas größere Landgemeinde war. Auch ist auf dieser Karte noch zu ersehen, daß damals, 1609, eine Straße von Zeitz über Wuitz, Staschwitz, Langendorf nach Leipzig zu führte. Es wird sich hier um die alte Gera-Leipziger Straße handeln. Wuitz, das in der Stiftstagsordnung von 1673 als ein Dorf mit Gerichten und Zinsen bezeichnet wird, war ein stiftisches Lehn, dessen Besitzer Sitz und Stimme im Stiftstage hatten. Zur Zeit des Herzogs -Moritz besaß es ein Landrentmeister Jacobi. Anfangs dieses Jahrhunderts war es vereinigt mit Zipsendorf im Besitze der von Seckendorff’schen Familie. Die Besitzer des Lehns hatten eigene Gerichte, und das Patronatsrecht über die Kirche zu Wuitz steht ihnen zu, das jetzt der Kammerherr von Seckendorff ausübt. 1549 besaß es der v. B u n a w z u B r e i t e n h a i n (Tham II, 123), 1589 der Stiftskanzler Georg Arnold (Lieb. VIII, 863), vor 1724 Wilhelm Zapfens Erben, seit 1724 Freiherr v. Seckendorff (Hecker, über Zipsendorf, Seite 4). Ende des 16. Jahrhunderts hatte Wuitz 11 Wirte und 5 Hausgenossen und mußte einen Hakenschützen und zwei Spießträger zur Heeresfolge stellen. Anfangs dieses Jahrhunderts bestand es aus 22 Häusern, 1880 incl. des Gutsbezirks aus 27 mit 41 Haushaltungen und 1890 aus 33 Häusern mit 42 Haushaltungen oder 220 Seelen, wozu noch der Gutsbezirk mit 2 Häusern oder 10 Seelen zu rechnen ist. Es gehörte zu den mühlen-frohnpflichtigen Dörfern.

Additional Hints (Decrypt)

refgrf Trfpubff

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)