Der neue Morgen meldete sich mit Vogelgezwitscher und dünnen Strahlen der aufgehenden Sonne an. Die Mäuse lagen alle noch im Tiefschlaf, denn sie hatten eine wilde Nacht hinter sich. Es war eine Gruppe Menschen am Abend zuvor da gewesen, die hatten eine tolle Party gefeiert und liessen einiges an feinem Futter zurück. Als alle Zweibeiner davon gewankt waren, machten sich die Mäuse hinter die Resten und futterten bis sie nur noch in ihr Nest rollen konnten. Das hatte die Folge, dass wilde Träume in den Köpfen der Mäuse herum purzelten. Einige hatten wirklich schlimme Träume, die sie schnell wieder vergessen sollten aber eine der Mäuse, also ein Mäuserich, träumte von zwei wunderschönen Augen. Sie waren gross und dunkel, glitzerten geheimnisvoll wie das Mondlicht. Wenn er in diese Augen sah, so hatte er das Gefühl, dass er fliegen könne und das Unmögliche war würde. Das Bild dieser faszinierenden Augen hatte sich in seinem Hirn eingebrannt, er konnte sie nicht vergessen. Er musste sich auf die Suche machen nach diesem Augenpaar! „Kollegen, es ist an der Zeit weiter zu gehen“, verkündete er. Diese Idee fand Anklang und so trippelten sie los, durch die dürren alten Blätter und Äste, vorne weg der verzauberte Mäuserich. Er führte die Mäuseschar an und folgte seinem Bauch (vollgefressen)-Gefühl. Die Vorstellung das Wesen zu finden, dem diese unglaublichen Augen gehörten, trieb ihn mit unvorstellbarer Kraft an. Nach einiger Zeit keuchte es ganz matt von hinten her: “ Können wir nicht mal eine Pause machen, wir sind alle recht müde von dieser Hetzerei! “ Es war wirklich an der Zeit eine Pause einzulegen. Hingegen der Mäuserich fand keine Ruhe und als alle seine Kollegen schwer schnaufend an einer Baumwurzel ausruhten, so inspizierte er die nähere Umgebung. Plötzlich hörte er eine Melodie, ein Lied, Gesang. Seine Neugier war geweckt, er folgte der Musik. Das Schweregefühl in seinem Bauch (von der nächtlichen Futteraktion) wich dem Gefühl von Leichtigkeit! Schmetterlinge oder jedenfalls etwas mit Flügeln schien in seinem Bauch eingezogen zu sein. Verzückt schwebte er über den Waldboden, während dessen das Lied immer lauter wurde bis ….. Er konnte es nicht fassen! Da stand sie. Das bezauberndste Geschöpf der hiesigen Mäusewelt! Unglaublich, es waren genau diese Augen, welche er in seinem Traum gesehen hatte! Gerade wollte er etwas sagen, doch die Worte blieben ihm im Hals stecken. Wie versteinert blieb er stehen und versuchte wieder die Fassung zu erlangen. Und endlich, dieses edle Fellknäuel mit den bezaubernden Augen entdeckte ihn! Er hörte ihr sanftes „Hallo“, das ihn aus seiner Starre erlöste. Der Fall war klar, da gibt es nicht viel zu erklären, das waren zwei, die sich gefunden hatten und zusammengehörten!
Der Mäuserich wollte seiner Verehrtesten seine Liebe beweisen, in dem er etwas aussergewöhnliches machen wollte! “Fliegen sollte man können“ dachte er für sich. "Dann könnte ich ihr die Welt von oben zeigen!“ Bis tief in die Nacht sass er vor seinem Plan und zeichnete eine Vorrichtung, die sie beide sachte in die Baumkrone befördern würde. Dort würde er mit einer Gitarre ein romantisches Lied singen. Das würde sie sicherlich beeindrucken!
Die verliebte Maus suchte einen Korb in geeigneter Mäusegrösse, ein Seil und einen schweren Stein. Zudem bastelte er ein Katapult, das durch die darauf springende Mäusekollegen, den Stein in die Luft schiessen würde über einen hohen Ast. Der Stein würde auf der anderen Seite wieder niederfallen und den daran befestigten Korb hoch in die Baumkrone heben.
Der Tag kam, da alles bereit war. Die zwei Verliebten befanden sich im Korb. Die in diesem Fall zu “Springmäusen“ mutierten Kollegen waren sprungbereit.
„Wenn ich mit der Gitarre zu spielen beginne, so springt ihr aufs Katapult!“ befahl der Minnesänger. Ein paar Akkorde auf der Gitarre, der Mäusetrupp sprang und der Mäusesänger begann zu singen: “I believe i can ….flyyyyyyyy“, wobei das „y“ von fly in ein hysterisches kreischen wechselte und zwar im Duett der beiden Verliebten. Der fliegende Stein transportierte das Seil über den Ast und sauste wieder zu Boden. Der Korb flog in die Höhe in der Geschwindigkeit des fallenden Steines. Hoch in dem Baumwipfel kam er abrupt zum Stehen und schaukelte hin und her. Mit Herzrasen (aus Angst nicht vor Liebe) lugten die Mäuseaugen vorsichtig über den Korbrand. “Von wegen romantisch!!! Wie kommen wir den wieder herunter?“ fragte die Mäusedame, deren wundervollen Augen mehr Panik als Verzauberung ausdrückten! „Nur keine Angst meine geliebte Herzdame“ antwortete der Mäuserich. „Ich habe auch das bedacht und meinen Kollegen da unten einen Plan gezeichnet. Darauf werden sie erkennen, wie sie uns, ohne dass wir abstürzen, wieder herunter holen können“! Doch dann kam ihm voll Schrecken in den Sinn, dass er das Wichtigste vergessen hatte zu zeichnen!
Bringe von zuhause den Mäusen das wichtigste Teil zur Bergung mit (Schnur mind. 3,5m). Damit kannst du den Korb auf den Boden bringen ohne dein Leben oder das der Mäuse in Gefahr zu bringen. Die Mäuse kommen ohne Kraftaufwand herunter, es braucht keine Kletteraktion oder Leiter. Den Korb bitte nicht abstürzen lassen und sorgsam behandeln! Versorgt ihn wieder an gegebener Stelle. Falls es Probleme mit der Konstruktion gibt, bitte melden.