Mindestens 200.000 Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen wurden europaweit von den Nazis ermordet. Weder Gräber noch Grabsteine können heute an sie erinnern.
Die „Euthanasie-Aktion“, d. h. die von den NS-Verantwortlichen planmäßig durchgeführte Massenvernichtungsaktion gegen psychisch kranke und körperlich behinderte Menschen, wurde ebenfalls in Bonn durchgeführt: Hunderte Bonner Patientinnen und Patienten wurden in Tötungsanstalten geschickt und starben dort, weil sie von den NS-Verantwortlichen als sogenannte „Ballastexistenzen“ und „Rassenübel“ beurteilt wurden. Sie galten als „lebensunwert”. Allein in den staatlichen Heilanstalten starben bis Kriegsende mindestens 90.000 Patienten durch Hunger und schlechte Versorgung oder sie wurden medikamentös ermordet. Mehr als 70.000 Männer, Frauen und Kinder wurden 1940/41 in der Geheimaktion „T4” in sechs Vernichtungsanstalten vergast.
In der Tiergartenstraße 4, Berlin (daher die Abkürzung „T4”) wurde der Massenmord zentral organisiert.
Die verantwortlichen Ärzte der Bonner Anstalt unterstützen aktiv die „Euthanasie“-Aktion.
Am 18. Oktober 1944 wurde insbesondere die Kinderklinik durch einen Großangriff auf Bonn schwer beschädigt, unbewohnbar gemacht und die Kapelle der Kinderanstalt total zerstört. Die Verlegung der meisten Kinder in andere Gebäude war unausweichlich.
Sucht den Garten der Erinnerung, schaut euch das Bild im Listing an und findet diesen Ort. Dort werdet ihr eine Gedenktafel finden.
A= Buchstabenwert 1. Wort der zweiten Zeile
B= Buchstabenwert 2. Wort der 6. Zeile
C= Buchstabenwert 7. Wort im 2. Absatz (die Zahl wird als Wort gewertet)
D= Anzahl der Kinder
Die Dose findet ihr hier: N 50 (A-16). 9[(B-A)x2] E 007 (C-50). (D-2)