Skip to content

Bodenentwicklung auf dem Oberberg EarthCache

Hidden : 10/25/2012
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   not chosen (not chosen)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Related Web Page

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:


Forellenweg Burgen - Wasser - Boden - Luft

Entlang des romantischen Baybaches, über die Höhen des Burgener Waldes mit weiter Sicht auf die Dörfer des Hunsrückes und zurück nach Burgen mit atemberaubenden Ausblicken ins Moseltal und die Burg Bischofstein, hat die Ortsgemeinde Burgen den 11 km langen Themenweg „Forellenweg Burgen - Wasser - Boden - Luft gebaut. Die geologische, landwirtschaftliche und ökologische Eigenart des Baybachtales, seine typische Tier- und Pflanzenwelt sowie die historische Nutzung bilden hierbei die Hauptthemen.


Allgemeines

Dieser Earthcache bezieht sich auf das Teilstück zwischen der Forellenzucht im Baybachtal und dem Birkenhof auf dem Oberberg. Auf dem Weg befinden sich drei Informationstafeln. Diese Tafeln benötigt Ihr um die Frage zu beantworten.

Die Tafel befassen sich hauptsächlich mit den Themen Boden und Luft. Der Boden verknüpft Luft, Wasser und Erde auf wunderbare Art und Weise miteinander. Er besteht aus Festsubstanz und Hohlräumen, die in wechselndem Verhältnis mit Wasser und Luft gefüllt sind. Niederschlag, der als Sickerwasser durch den Boden und das darunterliegende Gestein gefiltert wird, tritt als sauberes Quellwasser wieder zu Tage.


Boden als Grundlage des Lebens und Produkt der letzten Eiszeit

Seit etwa 10.000 Jahren leben wir in einer Warmzeit. Zuvor herrschte ca. 100.000 Jahre lang eine Kaltzeit. Große Teile Deutschlands waren mit Gletschern bedeckt. Von Norden her bedeckte Inlandeis aus Skandinavien das Land. Aus den Alpen flossen mächtige Talgletscher nach Norden. Mitteldeutschland, also auch das Rheinische Schiefergebirge war nicht vergletschert. Die Winter waren länger und die Sommer kurz und kühl. Deshalb konnte sich kein Wald entwickeln. Das Land war mit Kältesteppen übersät, auf denen viele Tiere weideten. Der Untergrund blieb ständig gefroren (Permafrost). Im Sommer tauten nur die obersten Dezimeter auf, Ausgangspunkt für die Bodenbildung.

Wasser, das in Felsspalten eindringt und dort gefriert, dehnt sich aus und sprengt das Gestein. So entstand an der Landesoberfläche Gesteinsschutt. Im Winter wurde der Schutt durch Schnee bedeckt. Während der Schneeschmelze konnte das Schmelzwasser durch den Permafrost nicht versickern, und floss hangabwärts ab. Auf dem angetauten und rutschigen Untergrund geriet der Gesteinsschutt in Bewegung.

An dem Aufschluss an Tafel 1 sind sehr schön die schräg nach oben stehenden Schichten des anstehenden Felsens zu sehen. Diese kippen im oberen Bereich hangabwärts und werden von einer Gesteinsschuttdecke überlagert. Bei der Abwärtsbewegung während der sommerlichen Auftauphase hat der Gesteinsschutt die obersten gelockerten Felsteile bereits mitgenommen und in Gefällerichtung abgeknickt.

Schieferaufschluss an Tafel 1

Der fruchtbare Löss kam über den Luftweg

An Tafel 2 seht Ihr ein Erdprofil vor Euch. In der Mitte befindet sich gelblich-braunes, feinkörniges Material, das durch Wind hierhin getragen wurde: Löss.

Im Vergleich zu den alpinen Eismassen erwärmte sich im Sommer das dazwischen liegende eisfreie Gebiet relativ stark. Dies führte zu deutlichen Luftdruckunterschieden, die starken Wind auslösten. Der Wind nahm das Löss auf und lagerte es besonders an windgeschützten Stellen wieder ab.

Löss bildet die Grundlage für sehr fruchtbare Böden, die heute intensiv durch die Landwirtschaft genutzt werden.

SErdprofil an Tafel 2

Aufbau des Bodens und seine Gefährdung

Wenn wir unsere Böden z.B. durch Überdüngung schädigen oder zerstören, können sie sich kaum regenerieren, da die Voraussetzungen heute nicht mehr gegeben sind. Unter den aktuellen klimatischen Bedingungen findet in Mitteleuropa Bodenbildung nur in äußerst geringem Ausmaß statt. Unsere milden Winter bewirken kaum physikalische Verwitterung, andererseits ist es zu kühl für nennenswerte chemische Verwitterung. Deutlich erkennbar ist dies an den Steinriegeln in den Weinbergen. Diese sind zum Teil mehrere Hundert Jahre alt. Böden sind dort nicht entstanden.


Fragen zu Tafel 1 - Boden als Grundlage des Lebens und Produkt der letzten Eiszeit

1. Wie heißt die Zone zwischen der Basislage und dem festen Gestein? (Gesteinsaufschluss)
2. Schätze die ungefähre Dicke dieser Zone.

Fragen zu Tafel 2 - Der fruchtbare Löss kam über den Luftweg

3. Wohin hätte man vor ca. 10.000 Jahren laufen können und warum?
4. Was passiert während der sommerliche Auftauphase?

Fragen zu Tafel 3 - Aufbau des Bodens und seine Gefährdung

5. Wie bauen sich die Schichten des Bodens auf? (Siehe Grafik, Antwort inkl. Klammer)
6.Welche Voraussetzungen müssten gegeben sein, damit sich unsere Böden wieder regenerieren können?


Es werden nur Antworten gelten gelassen, die mit Hilfe der Tafeln beantwortet wurden.

Über Fotos vom Schieferaufschluss an Tafel 1, dem Erdprofil an Tafel 2 oder einer schönen Aussicht von unterwegs würden wir uns freuen! Natürlich sind Fotos freiwillig und KEINE Logvoraussetzung!

Antworten bitte übers Profil oder direkt an pfalzvsmosel@gmail.com

Viel Spaß bei Lösen wünscht PFALZvsMOSEL

Additional Hints (No hints available.)