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Fossilfundstelle Mörnsheimer Schichten EarthCache

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geoawareDE7: Hallo caturus, bitte prüfe ob dein EC weiter Bestand haben kann. Ein EC sollte zugänglich sein und die Fragen nicht allein über eine Onlinesuche beantwortet werden. Bitte passe das Listing an oder archivier es zeitnah. Vielen Dank geoawarede7

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Hidden : 10/27/2012
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Zur ausgehenden Jurazeit, bedeckte ein weites Meer große Teile Europas. Seine Küste begleiteten dort, wo sich heute das Altmühltal erstreckt, Schwammfelsen und Korallenriffe, die lagunenähnliche Wannen vom Meer abschnürten. Wühlten Stürme den Ozean auf, dann schwappte in großen Mengen Salzwasser in die Lagunen - und mit ihm viele Meereslebewesen. Die wenigsten davon fanden den Weg zurück ins freie Wasser, die Mehrzahl verendete im übersalzenen, lebensfeindlichen Milieu der Lagunen, sank zu Boden und wurde dort von feinstem Schlamm zugedeckt. Und dieses spezielle Sediment sorgte dafür, daß uns die Lebewesen vom Ende der Jurazeit in einer solchen Artenfülle und vielfach ausgezeichneten Erhaltung überliefert sind.

Die Mörnsheimer Schichten bestehen aus Kalksteinplatten, die vor etwa 145 Millionen Jahren am Boden einer solchen, lagunenähnlichen Wanne im erdgeschichtlichen Zeitalter des oberen Jura (Unter-Tithonium, „Malm zeta 3“) sedimentiert sind. Sie lagern über der „Hangenden Krummen Lage“ des Solnhofener Plattenkalks und sind somit etwas jünger als dieser. Zum Solnhofener Plattenkalk gibt es hinsichtlich der Gesteinsausbildung und des Fossilinhalts Unterschiede, wie sie bereits von der Mörnsheim-Formation bei Daiting her bekannt sind.

So unterscheiden sie sich z.B. durch einen höheren Kieselgehalt, eine hellere Farbe (weiß statt cremefarben/ockergelb) und einen rauheren Bruch. Diese mehr oder weniger gut spaltbaren Kieselplattenkalke bilden den größten Anteil am Profil der Mörnsheimer Schichten. Darin sind einige Kalk- und Kieselbänke eingeschaltet, darunter auch einige Fossilschutt-Lagen (genannt "Schwammschichten"). Insbesondere in den obersten Bereichen der Mörnsheimer Schichten sind zudem dünnplattige, tonige Flinzlagen ("Papierschiefer") enthalten.

Der Fossilinhalt der Mörnsheimer Schichten beeinhaltet eine bunte Mischung aus allochtonen, das heißt aus in benachbarten Lebensräumen eingetragenen Lebewesen, wie etwa Landpflanzen oder Flugsaurierresten, und autochtonen Organismen, die tatsächlich am späteren Einbettungsort, also entweder am Meeresboden selbst oder in der darüber befindlichen Wassersäule des Jura-Meeres, gelebt haben. Das Spektrum reicht von Mikrofossilien über Ammoniten, Fische und Krebse bis hin zu Pleurosauriern und Krokodilen. Die Mörnsheimer Schichten sind überaus reich an Fossilien, aber die Erhaltung der Fossilien ist in der Regel schlechter als in den Solnhofener Plattenkalken.

Dennoch sind die Mörnsheimer Schichten noch unzureichend erforscht. Dies liegt vor allem an einem Mangel an Aufschlüssen, denn die Schichten sind außer zur Zementherstellung kommerziell kaum nutzbar und wurden daher in den vielen Plattenkalk-Steinbrüchen der Südlichen Frankenalb als Abraum abgeschoben und nicht näher untersucht.

In den seit den 1950er Jahren bekannten Vorkommen der Mörnsheimer Schichten am Schaudiberg bei Mühlheim, wurde im Jahr 2009 der Besuchersteinbruch Mühlheim eröffnet. Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens für den Steinabbau entwickelte sich die Idee zu dem Forschungsprojekt „Projekt Mühlheim - Mörnsheimer Schichten“, das sich zum Ziel gesetzt hat, eigene Grabungen nach Fossilien, die Hand in Hand mit einer systematischen wissenschaftlichen Bearbeitung gehen, zu verbinden.

Im Besuchersteinbruch können interessierte Laien, Touristen, Amateur-Paläontologen und Wissenschaftler selbst auf die Suche nach Fossilien gehen und mit etwas Glück und Arbeitseinsatz in relativ kurzer Zeit fündig werden. Außerdem hat jeder die reelle Chance, die Kenntnis dieser Fundstelle aktiv zu mehren und so einen Beitrag zur Erforschung einer Fossillagerstätte zu leisten.

In obiger Abbildung links ist das Übersichtsprofil der Mörnsheimer Schichten im Besuchersteinbruch Mühlheim zu sehen (grau laminiert = geschichtete Plattenkalke, schmal = tonig, mittelbreit = eher kalkig, breit = vorwiegend kieselig ausgebildet; dunkelgrau = überwiegend ungeschichtete Abschnitte; blau = bankige Fazies; rot = "Event-Horizonte", z.B. die "Schwammschicht 1"; orange = Profilabschnitte in Bearbeitung). Das Bild rechts zeigt eine typische Wechsellagerung von Kieselplattenkalken mit tonigen, feinst geschichteten "Papierflinzen" (Bildmitte).

Der Besuchersteinbruch hat 2022 voraussichtlich ab 20. April bis zum 6. November (auch Samstags, Sonntags und an Feiertagen) von 10-16 Uhr geöffnet.

Der Eintritt kostet für Erwachsene 7,00 Euro, für Kinder 4,00 Euro. Werkzeuge wie Hammer und Meißel können vor Ort gegen eine geringe Gebühr ausgeliehen werden.

Die Aufgabe:

Um den Earthcache zu loggen beantworte bitte folgende Fragen:

An den Koordinaten steht eine Infotafel über den Besuchersteinbruch. Auf dem größten Foto dieser Tafel ist eine Gruppe von 7 Wissenschaftlern und Sammlern bei der Übergabe des Urzeitkrokodils und des Flugsaurierschädels an die Bayerische Staatssammlung München zu sehen.

1. Schätze anhand des Fotos die Gesamtlänge des Urzeitkrokodils?

2. Welche Fossilien gibt es nicht in den Mörnsheimer Schichten (Ammoniten, Trilobiten, Pflanzen, Fische, Flugsaurier)?

3. Wie viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten wurden bereits in den Plattenkalken gefunden?

Zur Beantwortung der Fragen muss kein Eintrittsgeld entrichtet werden!

Die Antworten bitte vor dem Loggen direkt über mein GC Profil an mich Mailen. Danach könnt ihr sofort loggen, ihr braucht nicht auf meine Logfreigabe warten. Sollte etwas falsch sein melde ich mich. Wer möchte kann gerne ein Foto von sich mit dem Steinbruch im Hintergrund oder bei der Fossiliensuche einstellen, ich würde mich sehr darüber freuen.

Quellen- und Bildnachweis:

Fossilien Sonderheft - Plattenkalk-Fossilien von der Frankenalb (2011), Website des Besuchersteinbruches Mühlheim (www.besuchersteinbruch.de), K.A. Frickhinger - Die Fossilien von Solnhofen (1994), Steinbruchfoto copyright by caturus

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