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Oberpfälzer im Inntal Traditional Cache

This cache has been archived.

Nuffy66: Also sauber gemuggelt. Passiert natürlich, wenn man in Urlaub ist ... Naja, dann ist hier mal Feierabend.

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Hidden : 11/10/2012
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   regular (regular)

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Geocache Description:


Das Wichtigste zuerst:
  • Nicht bei Nacht oder Dämmerung machen. 
  • Die Bilder sind Symbolbilder. Vor Ort ist leider nichts mehr zu sehen.
  • Attribute und Warnungen zum Cache (unten im Listing) beachten.
  • Man kann diese Hinweise auch ignorieren und einen T4 draus machen.



LanghausNaja, ob es tatsächlich Zuagroaste aus der Oberpfalz waren, so wie der Gillitzer Thomas oder ich, sei mal dahingestellt. Tatsache ist aber, daß die Gegend hier schon vor langer Zeit besiedelt war. Da sind dann die Römer, auf die hier in der Gegend ja auch viele Caches verweisen, auch nur späte Zuagroaste gewesen.

Am Ende der Jungsteinzeit, also so Pi mal Daumen vor 5.000 Jahren, siedelten hier auf dem Plateau neben dem Doblergraben bereits Menschen. Damit dürfte das die älteste "Burg"-Anlage im Chiemgau sein. Man geht von 100 bis 150 Menschen in 15 - 20 Familien aus. Das Areal umfaßte ca. 3.000 qm und war mit einem ca. zweieinhalb Meter breiten und einem guten Meter tiefen Graben umgeben. Den Aushub hat man dann als Wall aufgeschüttet. Die Spuren der Innen-Bebauung sind leider vergangen, man vermutet aber, daß die Hütten aus Holz gebaut waren und eine Grundfläche von ca. 7x7 Meter aufwiesen. Zumindest war das bei vergleichbaren Siedlungen so. Die Lage der Siedlung ermöglichte es den Bewohnern, den im Tal führenden Weg zu überwachen. Damit kontrollierten sie den Handelsweg, der von Nord-Italien aus über din Similaun-Gletscher durch das Inntal ins bayer. Alpenvorland führte. 

Gefunden hat man die Siedlung hier in den 60er Jahren; die Grabungen durch die Archäologische Staatssammlung fand dann von 1972 bis 1976 statt.  Essen und Kochgerät JungsteinzeitMan sieht leider heute nichts mehr davon. Das reicht noch nicht mal mehr für einen Lost Place. 

Bei den Ausgrabungen wurden dann Gegenstände (Reibplatten zur Mehlgewinnung, Webgewichte und Spinnwirtel zur Herstellung von Textilien, sowie typische Keramikgefäße) gefunden, die man einer bäuerlichen Kultur zuordnen konnte, die man "Chamer Kultur" nennt und die vor allem in der Oberpfalz, in Böhmen, Niederbayern und im Salzburger Raum beheimatet war. 

Besonders erwähnenswert sind aber die gefundenen Feuersteingeräte. Neben kleineren Klingen und Herstellungsresten fand sich ein Feuersteindolch aus den Lessinischen Bergen Nord-Italiens. Unter den kleineren Stücken fanden sich auch Stücke aus dem Nonstal an der Grenze zwischen Südtirol und dem Trentino. Auch konnten Gegenstände dem Feuersteinbergwerk in Arnhofen (Altmühl-Donau-Region) zugeordnet werden. Die Menschen, die hier lebten mußten also weitreichende Handels- und Kulturbeziehungen gehabt haben.

Zum Cache: Zum Cache führt kein Weg. Am einfachsten geht Ihr zum u. a. Referenzpunkt und von dort am Waldrand entlang. Macht den Cache nicht nachts oder in der Dämmerung, weil Ihr am Waldrand genau an einem Hochsitz vorbeikommt. Man muß dem Jäger ja nicht direkt unter den Augen rumlaufen. Außerdem läuft man dann im Zielgebiet rum. Der Cache liegt dann sozusagen auf einer "Kanzel". Wenn die Bäume kein Laub haben, habt Ihr hier eine gute Aussicht.

Quellen: Text nach einem gefundenen Zettel ohne Quellenangabe. Leider blieb auch eine Google-Suche nach dem Urheber ergebnislos. Beide Bilder via WikiCommons. Bild rechts oben: "Arch-Freil-Oerlinghausen-Langhaus" von "Grugerio", Lizenz: Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported. Bild links unten: "Essen und Kochgerät Jungsteinzeit" von "Sandstein", Lizenz: Creative Commons-Lizenz Namensnennung 3.0 Unported.

Noch ein Tipp: Radltour

Folgende Caches ergeben zusammen eine herrliche Radl-Tour am Inn entlang:

Hin und zurück (ab Innbrücke) fährt man ca. 16 Kilometer auf weitestgehend ebenem Gelände. Ungefähr 10 Kilometer sind es, wenn man auf "Mei, so schee is do #4" und "A bisserl Mississippi" verzichtet. Der Weg führt dabei meist am Inndamm oder der Straße entlang. Den Wasservorrat kann man an der St. Leonhardsquelle direkt am Brunnen auffüllen, der Boadwirt ist auch direkt daneben, falls man Hunger bekommt. Und es gibt auf der Strecke genügend "Bankerl", wenn man eine Pause machen oder etwas die Gegend genießen will. Und gerüchteweise sollen hier auch noch ein paar Mysteries liegen ;-)


Additional Hints (No hints available.)