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Hostert - kleiner DriveIn mit großer Geschichte Traditional Cache

This cache has been archived.

Family iHeimer: Kurzes Vergnügen, ist gemuggelt worden , scheinbar war das Versteck zu offensichtlich.

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Hidden : 11/2/2012
Difficulty:
4.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:

Ein flotter DriveIn mit etwas Geschichtlichem Hintergrund für alle die es interessiert. Anhalten - loggen - weiter fahren !

  • Ein Cache mit Hintergrund. Gewählt wurde dieser Ort um an die schräg gegenüberliegende Kent School und deren Machenschaften in den früheren Zeiten zu erinnern.

Provinzial Heil-und Pflegeanstalt Waldniel

Die Rheinprovinz, heute der Landschaftsverband Rheinland (LVR), war von 1937 bis 1952 Eigentümerin der Anstalt und führte sie als Zweigstelle der Provinzial Heil- und Pflegeanstalt Süchteln-Johannistal. In den Kriegsjahren richtete sie in einem Gebäude, dem "Schutzengelhaus" der Franziskaner, zum Zwecke der „Kindereuthanasie“ die "Kinderfachabteilung Waldniel“ ein, in der geistig behinderte Kinder ermordet werden sollten.
 

  • Aus der Konkursmasse erwarb die Rheinprovinz im Jahr 1937 Waldniel-Hostert für 600.000 RM. Laut Kaufvertrag betrug die Feuerversicherungssumme 1,75 Millionen RM. Der neue Eigentümer baute in Eschenrath ein Haus für den Verwalter der Ökonomie und an der Waldnieler Heide für das Pflegepersonal, das „aufs Land“ ziehen musste, eine Siedlung mit 12 Einfamilienhäusern. 1938 wurde die Franziskusgrotte, die vor dem "Schutzengelhaus" gelegen war, gesprengt und die Schlacke, so erzählt man,  zum Wegebau in der gerade im Aufbau befindlichen Rösler Siedlung benutzt.
  • Kinderfachabteilung Waldniel

    Durch eine 1939 eingeführte Meldepflicht wurden alle Neugeborenen erfasst, die behindert waren. Diese und auch ältere Kinder wurden ab 1940 in neu eingerichteten Tötungsanstalten, den sogenannten Kinderfachabteilungen (KFA), aufgenommen. Davon gab es im gesamten nationalsozialistischen Herrschaftsgebiet etwa dreißig.

    In Waldniel-Hostert wurde zu diesem Zweck das ehemalige „Schutzengelhaus“ der Franziskaner zu einer solchen Einrichtung mit 200 Betten umgebaut. Hier war zunächst Dr. Georg Renno, Arzt aus der Tötungsanstalt Hartheim bei Linz in Niederösterreich, tätig. Dort hatte er die Patienten "begutachtetet", die anschließend mit Kohlenmonoxyd vergast wurden.  

    In Waldniel bat er am 23.2.1942 die Leitung in Süchteln, die Pflegerin D. zurückzuversetzen, weil sie passiven Widerstand leisten und das übrige Personal aufhetzen würde. Dr. Renno schrieb: „Auf Grund einer Äußerung ... ist anzunehmen, dass D. über die in der Kinderabteilung durchzuführenden Aufgaben im Bilde ist. Trotzdem und trotz der Tatsache, dass sie seit längerer Zeit Parteigenossin ist, hat sie sich gegen die hier durchzuführenden Maßnahmen in direkt feindseliger Weise geäußert, indem sie im Verlauf des erwähnten Gespräches befriedigt erklärte, dass Herr von Galen (Bischof von Münster, Hirtenbrief 1941) das Volk diesbezüglich aufgeklärt habe.“ 

    Zum 1. Oktober 1942 wurde Hermann Wesse als Arzt angestellt. 1948 gab dieser vor dem Schwurgericht Düsseldorf zu, in den neun Monaten seiner Tätigkeit in Hostert mit Hilfe von zwei Krankenschwestern dreißig behinderte Kinder durch die Gabe des Schlafmittels Luminal getötet zu haben. 

    Der Arzt erklärte, er habe, wie vom Reichsausschuss in Berlin vorgeschrieben, die einzelnen Kinder untersucht, den Befund niedergelegt und am Schluss eine für den Reichsausschuss verwertbare Diagnose angefügt, z.B.: „Das Kind leidet an angeborenem Schwachsinn (oder an hirnorganischem Leiden mit Schwachsinn) im Grade einer Idiotie.“ Bei Fällen eines Schwachsinns schweren Grades schrieb er: „Das Kind ist nicht bildungsfähig“. Dies war das Todesurteil für das betreffende Kind in der Fachabteilung. Denn aufgrund dieser Beurteilung erteilte dann der Reichsausschuss die Weisung: „Das Kind ist der Therapie zuzuführen und Sie haben uns von dem Ergebnis in Kenntnis zu setzen.“ 

    Die zur Tötung bestimmten Kinder und Jugendlichen bekamen zunächst jeweils drei bis fünf Luminal-Tabletten. Sie schliefen dadurch ein, bekamen unmittelbar nach dem Erwachen jedoch wieder die gleiche Dosis Luminal.Schließlich wurden sie bewusstlos, bekamen Atemnot, begannen zu röcheln und verstarben unter Schleimaustritt aus Mund und Nase, nach drei bis acht Tagen je nach  Konstitution.

    Elschen z.B. erkrankte als Kleinkind an einer schlimmen Infektion. Danach war sie geistig behindert. Mit acht Jahren kam sie wohnortnah in einem kirchlichen Haus unter und besuchte da die Sonderschule. Von dort wurde das Mädchen in die 80 km entfernte KFA Waldniel-Hostert „verlegt“. Hier wurde es am 9. Januar 1943 kurz vor seinem 12. Geburtstag getötet. Als Todesursache bescheinigte der Arzt Hermann Wesse: erworbenes Hirnleiden, doppelseitige Pneumonie. Der Vater erhielt die Nachricht, seine Tochter sei plötzlich an einer Lungenentzündung gestorben. Empört und fassungslos versuchte er, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Es war vergeblich. Elschen wurde nicht auf dem Anstaltsfriedhof, sondern im Heimatort begraben. Mai 2007 wurde ein Stolperstein vor dem Wohnhaus von Elschen in den Bürgersteig eingelassen.


    DIESER TEXT WURDE ENTNOMMEN VON DER INTERNETSEITE: http://www.waldniel-hostert.de

Der Cache sollte sowohl für erfahrene als auch für unerfahrene Cacher problemlos zu bergen sein. *** WICHTIG: IM WINTER IST BEI LÄNGER ANHALTENDEM FROST DAMIT ZU RECHNEN DAS DIE DOSE FESTGEFROREN IST - DESHALB IM WINTER ABSTAND VON DER BERGUNG DER DOSE NEHMEN ***

Additional Hints (Decrypt)

UBFGREG - Oevatg Jnffre zvg - zvaqrfgraf npug Yvgre

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)