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Sabbelwasser: Da leider keine weitere Statusmeldung (spätestens alle 4 Wochen) zum Cache erfolgte, erfolgte heute die endgültige Archivierung dieses Caches.
Wenn du an dieser Stelle wieder einen Cache platzieren möchtest, kannst du selbstverständlich gern ein neues Listing zum Review einreichen.

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Danke und Gruß,

Sabbelwasser
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Mühlenweg Nussdorf 1

A cache by The Brinkerts Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 11/4/2012
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size: micro (micro)

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Geocache Description:

Nanocache an besonders schöner Stelle, die wunderbar für einen schönen Spaziergang mit der ganzen Familie geeignet ist. Bitte unbedingt einen Stift und eine spitze Pinzette mitbringen und den Cache nicht ins Wasser fallen lassen! Der Spaziergang vom Parkplatz dauert ungefähr 10 Minuten.

Bereits im Mittelalter war der Mühlbach Lebensader in Nußdorf. Zu seiner Blütezeit arbeiteten 15 verschiedene Betriebe mit der Wasserkraft. Heute wird damit Strom erzeugt. Entlang dieses Triebwerkkanals zeigen Tafeln die vielseitige Verwendung der Wasserkraft und die Entwicklung des Ortes am Alpenrand. 
Insgesamt misst der Pfad 3,5 km Fußweg durch ein reizendes Tal, durch Wald und Dorf. 
 
In der Architektur spricht man von Haufendörfern und  Straßendörfern. Nußdorf a. Inn dagegen könnte man als Bächedorf bezeichnen. Seine Ortsstruktur ist geprägt vom Steinbach und vom Mühlbach. Der "Ortskern" entwickelt sich entland dem Mühlbach. Und das liegt wohl an den Möglichkeiten, die dieses Wasser bot. 
Der Mühlbach ist künstlich angelegt. Das Wasser wird am Ausgang des Mühltales vom Steinbach abgeleitet und diesem wieder zugeleitet, bevor es in den Innfließt. Kluge Leute haben den Kanal bereits vor 1445 angelegt. er wurde zu einer Erwerbsquelle für viele Familien und Generationen im Dorf.
 
Über ein Wasserrad bewegte der Mühlbach zum Beispiel die schweren Mahlsteine der Getreidemühle. Drei Mühlen konnten 400 Jahre lang nebeneinander bestehen: Obermühle, Untermühle und die Mühle im Mühltal, die einen eigenen Kanal besaß. 1972 legte die letzte der drei Mühlen den Betrieb still. Sie ist heute noch vollständig eingerichtet und bereit, Getreide zu mahlen.
 
Das Handwerkszeug für diese Betriebe und ihre Zulieferer kam ebenfalls aus heimischer Produktion. Vier Schmiedewerkstätten gab es in Nußdorf a. Inn. Zwei davon nutzten den Mühlbach zum Betrieb des Hammerwerks, des Schleifsteins und des Blasebalgs.
Die Huf- und Wagenschmiede "Neuschmid" versorgte Zugtiere mit Hufeisen und fertigte Eisenteile für Holzräder, Fuhrwerke und Schlitten. Die Hammerschmiede "Steinschmid", stellte hauptsächlich Werkzeuge für die Land- und Forstwirtschaft her.
 
Solange wie die Mühlen gibt es auch den Sagmeister mit Sägewerk am Kanal. bis 1960 schnitt das Gatter mit einem Sägeblatt in der Tradition der so genannten Venetianersägen. sie war die letzte ihrer Art nördlich der Alpen, noch funktionsfähig und am ursprünglichen Standort.
Im 19. Jahrhundert nutzten sechs weitere Sägewerke den Mühlbach. Das Holz kam aus den umliegenden Bergen und wurde bis 1938 auf dem Inn aus Tirol geflößt. Heute schneiden noch zwei Sägewerke mit der Wasserkraft. Beiden ist durch die nachfolgende Generation die Zukunft gewiss.
 
Neben der Holzverarbeitung hatte auch die Gipsherstellung eine Blütezeit im Nußdorf des 19. Jahrhunderts. 1803 baute Andreas Lagler aus der Gritschen den ersten Gipsstampf gegenüber der Sagmeistersäge. Damit stellte er die Gipsproduktion auf eigene Füße.
Bis dahin brachten Steinesammler und -brecher die gebrannten Steine zu den drei Getreidemüllern mit Ölstampf. Dort wurden die Steine zerkleinert und gemahlen. Drei weitere Gipsmühlen siedelten sich an. Den Rohstoff fanden sie am Heuberg und im Steinbach. Das Endprodukt wurde in Holzfässern auf dem Inn verschifft. Nußdorfer Gips war bei Stuckateuren und Baumeistern sehr beliebt.
 
Fast 500 Jahre lang übte der Lederer sein Handwerk am Mühlbach aus. Er ist bereits 1445 urkundlich erwähnt. Ein Wasserrad war zuständig für die Lohmühle und verschiedene landwirtschaftliche Geräte, wie Gsotmaschine, Butterfaß und Schleifstein.
 
Auch das Getreide wurde per Wasserkraft gedroschen. 1838 errichtete der Lupicher eine Dreschtenn mit Stampfen, ein einzigartiges Beispiel der Mühlenbaukunst.
 
Ein äußerst modernes Produkt verkaufte der Sägewerksbesitzer Adam ab 1895. Er erstellte das erste Elektrizitätswerk in Nußdorf. Damit war Nußdorf der allgemeinen Stromversorgung auf dem Land, die sich in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts entwickelte, einen Schritt voraus.
 
Der Mühlbach brachte auch Zusammengehörigkeit im Dorf. Verschiedene Menschen nutzten ein und dieselbe Quelle zu ihrem Lebensunterhalt. Gemeinsam waren sie verantwortlich dafür, daß die Quelle nicht versiegte. Als um 1800 die Anzahl der Wasserräder stieg, machte man sich daran, die Unterhaltsregelung für den Triebswerkskanal schriftlich zu vereinbaren. Ein jeder sollte je nach Größe seines Betriebes auch Anteile des Kanales unterhalten. 1870 war ein neuer Vertrag notwendig geworden. Die Nutzung des Mühlbachs hatte seinen Höhepunkt erreicht. 15 Betriebe hatten sich angesiedelt. sie bildeten eine Mühlbach-Genossenschaft.
Der Mühlbach ist ein nicht wegzudenkendes Element der Gemeinde. Sein frisches Gebirgswasser bringt Leben ins Dorf! Die Bebauung zu beiden Seiten des Mühlbachs ist als Ensemble in die Denkmalliste eingetragen. Es besitzt neben seinen großen malerischen Werten vor allem technische- und wirschaftliche Bedeutung.

Der Cache ist ziemlich klein und beihnaltet keinen Stift, daher bitte unbedingt mitbringen. Außerdem solltet ihr eine spitze Pinzette mitbringen und festes Schuhwerk tragen und bitte nicht den Cache ins Wasser fallen lassen. Kinder bitte an die Hand nehmen, sonst endet der Ausflug noch im Wasser!

Additional Hints (Decrypt)

Qre Jrt raqrg vz Jnffre, nore mhibe tvog rf abpu rgjnf mh urora!

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)



 

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