Bodentyp Hochmoor (Recker Moor)

Foto: Biologische Station Kreis Steinfurt
Dieses Moorgebiet liegt nach der hydrogeologischen Karte NRW im Bereich des Norddeutschen Tieflandes. Es wird als ein flachwelliges Niederungsgebiet aus 0 – 30 m mächtigen quatären Ablagerungen aus Sandlöss, Uferwall und Talsanden-/lehmen des Holzoän bis Oberpleistozän beschrieben. Die bis zu 35 m starken unterlagernden Fein- und Mittelsande der Mittelterrasse werden vereinzelt von Schluff-, Grobsand- und Kieslangen aus Grundmöräne oder Beckenschluff des mittelpleistozän durchzogen.
Die fein- bis mittelsandigen Deckschichten unterhalb des Moores weisen eine hohe bis sehr hohe vertikale Wasserwegsamkeit bei meist sehr hohen Grundwasserständen und einer hohen Sickerwasserspende auf.
Hochmoore sind ausschließlich regenwasserernährte, mineralsalzarme und nasse Lebensräume mit einer an diese extremen Bedingungen angepassten Flora und Fauna mit einer Vielzahl gefährdeter Arten. Zudem sind sie nährstoffarm und zeichnen sich durch hohe Kohlenstoffgehalte im Torf aus. Die pH-Werte liegen zwischen 3 und 4,8.
(Quelle: Wikipedia - redaktionell bearbeitet)
Wachstum eines Hochmoores Schichtung Hochmoor: Pflanzenreste, Weißtorf und Schwarztorf (von oben)
Bildquellen: Wikipedia/Regenmoor)
Ein lebendes Hochmoor benötigt zum Wachstum ein feuchtes, ausgeglichenes Klima gleichmäßig über das Jahr verteilt sein. Ihre Entwicklung begann vor etwa 11.000 Jahren nach dem Rückzug der letzten Eisschilde. Haupttorfbildner sind die wurzellosen Torfmoose, die nur langsam in die Höhe wachsen, während gleichzeitig der untere Teil unter Luftabschluss vertorft. Die Zuwachsrate an Torfsubstanz beträgt nur etwa einen Millimeter pro Jahr.
(Quelle: Wikipedia - redaktionell bearbeitet)
Vom Geologischen Dienst NRW wurde das Hochmoor in die höchste Schutzstufe als ein besonders schutzwürdiger Boden eingeordnet. Hierbei ist neben der Ökologischen Bedeutung auch die Bodenfunktion als Archiv der Natur- und Kulturgeschichte wichtig. Geben doch Pollenanalysen der einzelnen Torfschichten gute Hinweise auf Klima und Vegetationsentwicklungen der Vergangenheit. Darüber hinaus dienen die Kulturfunde in den Mooren als Quellen über die Lebensumstände früherer Zeiten.
Als natürlicher CO2-Speicher können Moore große Mengen bis zu 2.000 Tonnen Kohlenstoff je Hektar binden. Verschlechtert sich die Wasserversorgung durch Entwässerung oder trockeneres Klima auf Dauer, wird der Torf biologisch abgebaut. Dabei werden bis zu 40 Tonnen Kohlendioxid und Lachgas pro Hektar und Jahr freigesetzt. Diese Treibhausgase beschleunigen den Klimawandel. (Quelle: Geologischer Dienst NRW – Boden des Jahres 2012)
Die deutschlandweit sehr seltenen Moorböden sind nach wie vor durch Entwässerung, Moorabbau und Umwandlung in Acker- oder Grünland stark in ihrer Existenz bedroht. Mit dem Verzicht auf torfhaltige Blumenerde kann aber jeder Einzelne zum Schutz und Erhalt der Restflächen beitragen.
Weitere Informationen findet Ihr auf der Infotafel und unter folgenden Links:
http://www.biologische-station-st.de/bsst/startseite/schutzgebiete/recker-moor.html
http://www.antl-ev.de/?page_id=147
Die Antworten auf die Fragen findet Ihr auf den zahlreichen Infotafeln an den Parkplätzen, in den Aussichtstürmen und am Wegesrand zu den Türmen.
Parkplatz am Aussichtturm Libelle: N 52 22 616 E 007 45 236
Parkplatz am Schnepfenturm: N 52 22 401 E 007 46 119
Frage 1: Wo bilden sich Moore?
(siehe Infostafel in einem der Türme)
Frage 2: Betretet an der erlaubten Stelle das Moor,was passiert, wenn ihr dort hüpft? Beschreibt es.
Frage 3: Nehmt etwas Torf in die Hand. Beschreibt, welche Einzelheiten ihr erkennt.
Frage 4: Zerdrückt den Torf mit der Faust. Was passiert?
Viel Spaß!
Es wäre schön, wenn Ihr ebenfalls ein Foto von Euch mit GPS-Gerät im Moor einstellt.
Logfreigabe EarthCaches
Um diesen Cache zu loggen sendet bitte die Antworten an folgende E-Mail-Adresse: frank.witte@kreis-steinfurt.de
Es ist nicht notwendig, dass Du auf eine Logfreigabe bei meinem EarthCache wartest. Schicke mir die Antworten per Mail und Du kannst anschließend sofort loggen. Sollte etwas nicht stimmen, melde ich mich und helfe Dir bei der Ermittlung der richtigen Antworten.
Siehe dazu auch: Artikel auf http://www.gc-reviewer.de/wie-erfolgt-die-logfreigabe-bei-einem-earthcache/
Beachtet, dass Ihr Euch in einem Naturschutzgebiet befindet, daher bleibt bitte auf den Wegen und leint die Hunde an!