Wenn Cacher Plätzchen backen,
Eine Geschichte, wie sie durchaus passieren könnte
Wie jedes Jahr, so backen die Cacher Verena und Michael (Ähnlichkeiten mit real existierenden Personen und Gegebenheiten könnten vorhanden sein) auch diese Jahr leckere Weihnachtsplätzchen. Mehl, Eier, Zucker und all die anderen feinen Zutaten werden abgewogen und zu einem schön glatten Teig geknetet.
Als das Ausrollen ansteht, verschwindet Michael plötzlich aus der Küche, "Moment, ich hab da noch was", kommt einen Augenblick später zurück und hält seiner verwunderten Freundin ein glänzendes Stück Metall vor die Nase: "Schau, dieses Jahr können wir - statt der ganzen kitschigen Engel, Glöckchen und so - diese schöne und elegante Form ausstechen".
Entgegen seiner Erwartung, kann Verena seine Begeisterung nicht teilen: "Das finde ich zu unromantisch und mit Weihnachten hat's auch nichts zu tun".
Seltsam, dabei hatte er mit dem regelmäßigen Sechseck doch eine so schöne Form ausgewählt, mit der sich noch dazu eine Fläche vollständig parkettieren lässt - das soll mal jemand mit nem Tannenbaum oder nem Engelchen probieren.
Aller ästhetischen und pratkischen Vorzüge zum trotz kann Michael seine Freundin nicht von seinem selbst gedengelten Ausstecher überzeugen und so einigen sie sich darauf, dass jeder sein eigenes Stück Teig bearbeitet.
Nachdem der Teig ausgerollt ist, schneiden sie ihn in der Mitte durch und Verena beginnt sofort ihr Teigstück an mehr oder weniger beliebigen Positionen mit scharfkantigen Sternen, Eseln und Grippenfiguren zu malträtieren.
"Das ist ja wieder typisch für sie", denkt sich Michael, "so planlos ans Werk zu gehen."
Er schüttelt den Kopf und nimmt erstmal Maß. Dabei stellt er fest, dass sein Teigstück genau 18 cm breit und 58 cm lang ist.Außerdem kann er sich noch erinnern, dass er ein 11,223 cm langes Blechstück aus seiner Bastelkiste geholt hatte, um daraus die Form zu biegen (Überlappungen werden vernachlässigt).
Er nimmt sich Papier und Bleistift und erstellt folgende Zeichnung:
Ein paar triviale Rechnungen später ist ihm klar, dass in Variante A am meisten Plätzchen auf das Blech passen - "Heureka!"
Als Michael wieder von seiner Zeichnung aufschaut, bemerkt er, dass Verena neben ihm steht: "Also meine Plätzchen sind im Ofen und du hast noch nicht angefangen?"
Seiner Erklärung, dass ein ausgefeilter Plan die wichtigste Voraussetzung für ein erfolgreiches Projekt ist, hört sie kaum zu. Statt dessen schaut sie auf seine Zeichnung zu Variante B und grinst: "Schau dir mal die gerundeten Werte der von dir berechneten Flächen in cm² an, fällt dir dann was auf?"
"Nein", entgegnet er, doch sie überhört die Antwort, während sie auf dem Taschenrechner tippt.
Schließlich hält sie ihm folgende Notizen unter die Nase:
N 50° A.(D/5) E 8°B.C
A = Anzahl der nebeneinander auf die schmale Seite passenden Plätzchen
B = Anzahl der auf der langen Seite nebeneinander passenden Plätzchen
C = Fläche aller Plätzchen
D = Fläche des Teiges der für's nächste Ausrollen übrig bleibt
Nun sieht er es auch: "Das sind die Koordinaten von dem Ort, an dem wir neulich so eine schöne Versteckmöglichkeit in einem mehrstämmigen Baum gesehen haben."
"Richtig", entgegnet sie, "lass uns dort nachher direkt eine Dose auslegen, ein passendes Behältnis wüsste ich da auch schon."
Haben die beiden da etwa das heutige Türchen versteckt ... ?
Deine Lösung für die Koordinaten dieses Rätsels kannst du auf geocheck.org überprüfen.
Das Bonuswort ist: goldene