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SUEHNEKREUZE - Nitzing Mystery Cache

This cache has been archived.

Flyinggreg: Laut Info eines Cachers samt zugehörigem Foto wurde die sehr spezielle Dose zerstört. Da ich kaum mehr in diese Gegend komme wird der Cache archiviert.

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Hidden : 12/7/2012
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:

Allgemeines

Hier ist eine interessante Serie Geocaches, welche von Nerverl, Sergeant_tom und ihren hessischen (GC-)Freunden Grundsitzer und Biest ins Leben gerufen wurde. Sie führt zu den zahlreichen Kleindenkmälern unserer Heimat, an denen wir oft achtlos vorübergehen, die aber mitunter sehr bewegte Geschichten erzählen.


Allgemeines zur Europa-Serie

Die Initiatoren dieser Cache-Reihe bedanken sich bei den Administratoren der Web-Site SUEHNEKREUZE welche der Verwendung der Web-Daten explizit zustimmen und sich über die Bereitstellung von GPS-Koordinaten und anderen Ergänzungen freuen
Sollte Euch einmal ein Steinkreuz am Wegesrand auffallen, geht nicht achtlos vorbei sondern protokolliert Standort, Ausmasse und Material. Vielleicht koennt Ihr gar ueber die Geschichte dieses Kreuzes etwas herausfinden und es an www.suehnekreuz.de schicken. Natuerlich seht vorher nach, ob dieses Kreuz bereits protokolliert ist. Oft fehlen hier noch die GPS-Daten, die Ihr den Administratoren nachreichen koennt.

Natuerlich koennt Ihr auch an der Cache-Serie teilnehmen und an oder bei Eurer Entdeckung einen Cache platzieren. So wird's gemacht:

  1. Den hier vorliegenden Text kopieren (natuerlich nicht die spezifischen Cache-Daten)
  2. Als Ueberschrift immer SUEHNEKREUZE -ORT- waehlen
fertig……
So, jetzt aber los……

Sühnekreuze und Mordsteine

Sühnekreuze sind mittelalterliche Steinkreuze. Der wahre Aufstellungsgrund ist nur von den wenigsten bekannt. Sicher ist nur, dass ein Großteil zwischen dem 13. Jahrhundert und der Zeit um 1530 aufgestellt wurde. Die meisten von ihnen stehen im Zusammenhang mit Totschlagsdelikten, bei den wenigsten ist jedoch der unmittelbare Anlass schriftlich bezeugt oder es lassen sich überlieferte Sühneverträge nicht mit Sicherheit einem erhaltenen Steinkreuz zuordnen. Oftmals sind bei diesen Steinkreuzen Waffen eingeritzt, die als Mordwerkzeuge gedeutet werden. Wurde jemand im Streit oder anderweitig ohne Absicht getötet, musste der Schuldige mit der Familie des Opfers einig werden. Es wurden zwischen beiden Parteien privatrechtliche Sühneverträge abgeschlossen.
Der geistesgeschichtliche Hintergrund ist der, dass in katholischer Zeit die Vorübergehenden angehalten werden sollten, Fürbittgebete für den ohne Sterbesakramente zu Tode gekommenen zu halten. Deswegen gibt es in evangelischen Gegenden schlagartig etwa ab 1530 keine Steinkreuzsetzungen mehr. Gleichermaßen wichtig ist jedoch die Einführung der Peinlichen Halsgerichtsordnung, der so genannten Carolina durch Karl V. im Jahre 1532. Damit wurden die privatrechtlichen Sühneverträge durch ein landesherrliches Gerichtswesen abgelöst. Auch dies ist durch das plötzliche Aussetzen der Sühneverträge in den frühneuzeitlichen Akten gut nachvollziehbar.
Beide Dinge gemeinsam - die Einführung der Reformation in den entsprechenden Gegenden und die Einführung der Carolina hatten zur Folge, dass künftig keine Sühnekreuze mehr gesetzt wurden. Jüngere Steinkreuze in katholischen Gegenden können durchaus noch dem mittelalterlichen Fürbittgedanken folgen; in evangelischen Gebieten handelt es sich aber nunmehr um einfache Gedenksteine (Nach Mord, Totschlag, Unfall, Pest usw.), die allerdings wesentlich seltener gesetzt wurden.
Ab 1300 soll es deshalb üblich gewesen sein, am Tatort oder dort wo es die Angehörigen wünschten, ein steinernes "Sühnekreuz" aufzustellen. Es sind Oberpfälzer und sächsische Sühneverträge erhalten geblieben, in denen ausdrücklich die Setzung eines Sühnekreuzes vereinbart wird.
Es ist sicher falsch, von den Steinkreuzen generell als "Sühnekreuzen" zu reden. Sie konnten auch von Angehörigen nach einem tödlichen Unfall - oder wie in Zittau im Jahre 1392 schriftlich bezeugt - als Dank für eine mildtätige Stiftung eines Kuttenberger Bürgers zur Ausbesserung einer gebirgsüberschreitenden Fernstraße nach Gabel gesetzt werden.
Man glaubt aber auch, dass einige als Grenzzeichen, Richtungsweiser, Freisteine, Pestkreuze oder als Gerichtskreuze dienten. Über interessante und merkwürdige Zusammenhänge zwischen Steinkreuzen und anderen weltlichen und kirchlichen Denkmälern schreibt Karl Bedal in einer 1986 erschienen Schrift. Trotz verschiedener Meinungen und intensiver archivarischer Forschungen umgibt diese groben und massigen Kreuze aber immer noch ein Hauch des Geheimnisvollen und Rätselhaften.

Der Cache

Sühnekreuz Nitzing
  1. Die Einzeichnung des Bogensockelkreuzes weist auf eine zweite Verwendung / Umwidmung dieser Steinsäule im Mittelalter hin. Römischer Meilenstein, gesetzt 217n.Chr unter Kaiser Macrinus, wohl im Nahbereich der antiken Straße von Aelium Cetium (St. Pölten) nach Vindobona (Wien). An der Rückseite mittelalterliches Hügelkreuz.
    Am Kreisverkehr Severinplatz in Tulln (N 48° 19,614', O 16° 3,522') wurde eine Kopie des römischen Meilensteines von Nitzing mit der rekonstruierten Inschrift aufgestellt. Das eingeritzte Kreuz auf der Rückseite wurde hier bewusst weggelassen.
  2. Finde die Koordinaten des Sühnekreuzes Nitzing auf der Webiste SUEHNEKREUZE heraus. Die Koordinaten seien N0 und E0
  3. Finde heraus, wie das Sühnekreuz Nitzing im Volksmund genannt wird! Die Anzahl der Buchstaben (Umlaute: Ä=AE, Ü=UE, Ö=OE) sei A
  4. Da es beim Sühnekreuz selbst nur unzureichende Versteckmöglichkeiten gibt, findest du den Cache wenn du wie folgt rechnest:
    N0+(3*A)+4=Nc
    E0-(15*A+5)=Ec
    Obwohl der Besuch des Kreuzes für das Heben des Caches nicht unbedingt erforderlich ist, empfiehlt es sich trotzdem.

Happy Hunting!

Additional Hints (Decrypt)

Onhz

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)