Trau Dich

Hier befindest Du Dich in einem bekannten Gebirge, naja eigentlich nicht wirklich, aber fast. Der Volksmund spricht von den Hohenthurmer Alpen.
Der „Haufen“ stammt von den Bauarbeiten an der Bahnstrecke Halle – Berlin Mitte der 1990er Jahre und ist natürlich nicht natürlich. Was hier „verbaut“ wurde, kann man heute nicht mehr genau sagen. Es scheinen aber Unmengen von altem Gleisschotter und Bauschutt zu sein, aber auch Bruchsteine kann man finden. Ein Eldorado für jeden Geologen.
Anfangs sollte der Aushub nur zwischengelagert werden, allerdings wurde dafür Mitte der 1990er Jahre kein Zeitfenster festgelegt. So liegt der Haufen herum und verschönt unser Flachland. Mittlerweile holt ihn sich die Natur zurück, Holunder, Hagebutten, aber auch Obstbäumchen wachsen hier aus dem mit Gras und Moos bedeckten Steinhaufen. Seine imposanten Ausdehnung, die vielen Täler, Einschnitte und Hänge bieten einen wunderbaren Ausblick in die Umgebung.
Wenn Du schön leise und unauffällig bist, kannst Du hier oben Rehe, Füchse und viele verschiedene Vögel beobachten.
Da im Moment der Bahnverkehr aus technischen Gründen auf der Strecke Halle – Bitterfeld ruht (bei den oben erwähnten Baumaßnahmen wurde gepfuscht und die Bahnschwellen die auf Asphalt gelegt wurden sind viel zu schnell durchgerostet…) und die Bahnstrecke wieder von Grund auf erneuert werden soll, bietet sich doch die Möglichkeit, den „Bau“ zu erweitern, erhöhen, oder flächenmäßig zu vergrößern. Wer einen guten Draht zur Bahn hat, der könnte ja mal dort vorsprechen…
Die Bedeutung der Hohenthurmer Alpen spiegelt sich auch in der Namensgebung des Solarparkes wider, den man rechts an der B100 sehen kann, wenn man Richtung Bitterfeld fährt. Auch habe ich eine Facebook Gruppe gefunden, die diesen Namen trägt – schauerlich!?
Es gibt zwei Wege zum Cache, einen direkten, der entspricht wegen der Steigung und des recht lockeren Untergrundes wohl eher einer T4 Wertung. Es lohnt sich aber etwas mehr Zeit mitzubringen und eine Runde um den Berg zu drehen. Die Bergstraße nach oben ist dann recht schnell entdecken. Deshalb die offizielle T 2,5 Wertung.

An den angegebenen Koordinaten wirst Du vor die Wahl gestellt, trau Dich, oder lass es lieber bleiben. Egal zu welcher Tageszeit Du hier erscheint, nimm eine Taschenlampe mit, Licht kann man nie genug haben.
Solltest Du Dich trauen, sei vorsichtig, damit Du nichts auslöst, was Du später bereuen könntest…
…sollte Dich der Mut verlassen und Du bist nicht alleine, tut einfach so, als suchtest Du noch, lasst Deinen Partner den Fund bergen, das ist für Dich ungefährlicher…
Im Cache findest Du, neben dem üblichen Intarsien auch eine E-Mailadresse. Unter dieser kannst Du einen Besuchstermin in der „Erste Coin- und Trackable Vollzugseinrichtung“ (GC42GPY) beantragen.

Erstausstattung: Notschreibmaschine, Logbuch, Erstfinderurkunde.
Wer keinerlei Rücksicht auf seine Kutsche nehmen braucht, der könnte ganz nah an den Cache fahren. Ich persönlich würde einen Drahtesel oder Schusters Rappen bevorzugen. Die Kalesche könnte bei N51.30.808 E012.06.159 abgestellt werden.
