Das Kreuz ist bis auf Voluten in den Eckzwickeln unverziert. Die Inschrift verweist auf das Geschehene:
A(nno) 1791
den 14.
Merz ist Anna
Margaretha Terporten
alt 9 bis 10 Jahr
durch eines Mörders
Hand grausamlich
Umgebracht
Dass es sich um eine wirklich grausame Tat handelt, wird mehrfach beschrieben. So glaubte man laut Eintragung im Sterbebuch der katholischen Pfarre St. Clemens zunächst an einen Ritualmord, da das völlig entkleidete Opfer durch zahlreiche Messerstiche und Schnitte entsetzlich zugerichtet worden war. Der Mörder hatte geglaubt, dass er vor Nachstellungen bei seinen Raubzügen sicher sei, wenn er das Herz eines unschuldigen Kindes bei sich führe.
Nach seiner Festnahme im Juli 1791 in Kempen gestand Johannes Königs aus Anrath als Täter vor dem Schöffengericht Süchteln die Tat. Als einer der letzten Hinrichtungen nach dem alten jülich-bergischen Recht wurde er am 3. Oktober 1791 in Jülich gerädert. Sein Leichnam wurde anschließend nach Dülken verbracht und mit dem zur Hinrichtung gebrauchten Rad am nächsten Tage auf der Bistarder Heide zur Schau gestellt. (Quelle: Denkmalliste der Stadt Viersen)
Links:
Stadt Viersen
Soetele.de
Unser Dank geht an fulbrich, der mit einem Logeintrag in einem anderen Cache uns auf diese traurige Geschichte aufmerksam gemacht hat.
Zum Cache:
Der Cacheort selber ist ca. 25 Meter vom frei zugänglichen Gedenkstein entfernt, der - von Cacheort aus gesehen - westlich den Hang herauf steht.