Spuren der „Burg“
Vom Bahnhof zum Giebichenstein
Wir wollen Euch heute auf einen Tour durch unsere schöne Stadt führen und Euch dabei verschiedene Spuren der halleschen Kunsthochschule Burg Giebichenstein (kurz: „Burg“) am Wegesrand zeigen, die man im Vorübergehen gern übersieht. Euer Weg führt euch vom Bahnhof über den Marktplatz zur Moritzburg und weiter zur Burg Giebichenstein. Übrigens besitzt die Stadt Halle mit der Burg Giebichenstein und der Moritzburg die älteste und die jüngste aller Saaleburgen!
Station 1: Riebeckplatz „Hallesche Persönlichkeiten schauen auf uns“
N 51° 28.728
E 011° 58.965
Der Riebeckplatz ist der verkehrsreichste Platz der östlichen Bundesländer, das Verkehrsaufkommen liegt in Spitzenzeiten bei über 80.000 Fahrzeugen pro Tag. Zugleich ist er einer der größten ampelgeregelten Kreisverkehre in Deutschland. Wir wollen euch jetzt aber nicht auf den Platz, sondern unter den Platz bitten.
Für Fußgänger und Fahrradfahrer gibt es die Möglichkeit, unter dem Riebeckplatz noch mehr zu entdecken. Ihr findet dort die Porträts von 42 berühmten halleschen Persönlichkeiten, die für und in Halle gewirkt haben, kombiniert mit Lebensdaten und Berufsbezeichnung. Neben bekannten Namen wie Friedrich Ludwig Jahn oder August Hermann Francke werden dort auch weniger bekannte Persönlichkeiten, wie die Philosophin Johanna Charlotte Unzerin oder auch Carl Adolph Riebeck, nach dem der Platz 1891 benannt wurde, gewürdigt. Die Idee und Umsetzung übernahm 2006 der hallesche Grafikdesigner Helmut Brade (geb. 1937 in Halle, 1955-1960 Studium an der Burg Giebichenstein bei Walter Funkat, später hier selbst Professor, bis heute freischaffend als Grafiker und Bühnenbilder in Halle tätig).
Für die Lösung der ersten Aufgabe solltet Ihr euch die halleschen Persönlichkeiten einmal näher anschauen und uns folgende Frage beantworten:
(A) Wie lautet die Quersumme der Quersumme des Todesjahrs des ersten Direktors der „Burg“?
Station 2: „Großes Paar“
N 51° 28.749
E 011° 58.777
Nun folgt Ihr der Leipziger Straße in Richtung Marktplatz. Unser nächster Haltepunkt ist ein „Großes Paar“, welches sich 1973 kennengelernt hat und bis heute umarmt. Dieses Paar wurde vom halleschen Bildhauer Bernd Göbel (geb. 1942 in Freiberg/Sachsen, Studium an der „Burg“ von 1963-1969 bei Gerhard Lichtenfeld, anschließend bis 1978 Mitarbeiter im Fachgebiet Plastik, von 1978-2008 Professor für Bildhauerei an der „Burg“) geschaffen.
Schaut euch die Plastik ein wenig genauer an und sucht das Signet des Künstlers. Beantwortet dann folgende Frage:
(B) Welchen Stellenwert im Alphabet hat der Buchstabe im Signet des Künstlers? (Falls das Signet z.B. durch Schnee verdeckt sein sollte, schaut bitte in den Hinweis!)
Station 3: „Zither-Reinhold“
N 51° 28.830
E 011° 58.518
Der Leipziger Straße folgt Ihr wieder ein kleines Stück. Ihr trefft nun auf ein Wasserspiel, das einem der bekanntesten halleschen Originale gewidmet ist, dem „Zither-Reinhold“. Reinhold Lohse, so sein wirklicher Name, wurde 1878 in Halle-Glaucha geboren und starb 1964. Als Kind erkrankte er an Typhus, wodurch er sein Leben lang auf der geistigen Entwicklungsstufe eines Neunjährigen blieb. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich zeitlebens als Straßenmusiker: Anfangs mit einem Leierkasten, später mit einer Zither.
Der Brunnen wurde von dem Quedlinburger Künstler Wolfgang Dreysse (geb. 1937, Studium an der „Burg“ von 1966-1972 in den Fachrichtungen Technische Formgestaltung und Holzgestaltung, dann Plastik bei Prof. Gerhard Lichtenfeld; anschließend freischaffend in Quedlinburg tätig; 1994-2012 Professor an der „Burg“) geschaffen.
Für die Beantwortung der nächsten Frage müsst ihr ganz genau hinschauen und rechnen:
(C) Wie lautet die Quersumme der Summe der Buchstabenwerte (A->1, B->2...) des Sprichwortes am Sockel der Plastik?
Station 4: „Musenbrunnen“
N 51° 28.888
E 011° 58.381
Der Leipziger Straße weiter folgend kommt Ihr nach kurzer Zeit an einer Rarität des spätgotischen Kirchenbaus vorbei: Die St.-Ulrich-Kirche in Halle (Saale) wurde zunächst als Klosterkirche (Baubeginn um 1339, Fertigstellung um 1510) der Serviten errichtet und wird heute als Konzerthalle genutzt. Auf dem Platz vor der Ulrichkirche befinden sich, auf einer hohen Mittelsäule posierend, vier weibliche Akte.
Diese Bronzefiguren sind Bestandteil des Musenbrunnens des halleschen Bildhauers Gerhard Lichtenfeld (geb. 1921 in Halle, 1942-1945 Studium der Rechtswissenschaften an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg , 1946-1952 Studium im Fachgebiet Plastik der „Burg“ bei Gustav Weidanz, 1952-1966 Mitarbeiter ebenda, 1966-1978 Professor für Bildhauerei an der „Burg“; verstorben 1978). Sie stehen für Musik, Literatur, Tanz und bildende Kunst.
Dreht eine Runde um den Brunnen und zählt genau:
(D) Wie ist die Summe aller Wasserausläufe plus Handspiegel?
Station 5: Marktplatz, Triptychon „Ratsloggia“
N 51° 28.948
E 011° 58.252
Weiter geht es zum Marktplatz zu einer zwei mal drei Meter großen Bodenskulptur. Diese erinnert an das im Zweiten Weltkrieg beschädigte und 1950 komplett abgebrochene Alte Rathaus. Mit der Neugestaltung des Marktplatzes 2005 kam bei vielen älteren Hallensern der Wunsch auf, die Grundmauern des alten Rathauses zu konservieren und in die Platzgestaltung einzubeziehen. Seitdem markiert nun ein Stahlrahmen den Grundriss des alten Rathauses. Euer bronzener Wegpunkt füllt einen Teil dieser Fläche.
Das Bronzerelief wurde 2005/2006 von der Schweizer Bildhauerin Maya Graber (geb. 1974, 1993 – 1997 Ausbildung zur Steinbildhauerin in Hochdorf, 1999-2005 Studium Plastik/Bildhauerei bei Prof. Bernd Göbel an der „Burg“, im Anschluss bis 2007 Meisterschülerin ebenda).
Lest euch den Text auf der Bronzetafel genau durch und beantwortet dann folgende Frage:
(E) Wie oft kommt das Wort oder der Wortbestandteil „DIE“ innerhalb der vier großen Textblöcke vor? (Sollte das Triptychon verdeckt sein, schaut bitte in den Hinweis!)
Station 6: Kleine Ulrichstraße
N 51° 29.132
E 011° 57.977
Am nächsten Wegpunkt befindet Ihr euch an einer der beliebtesten Stellen für Feierwütige, Studenten und Cafébesucher. Wir sind in der kleinen Ulrichstraße, in der Nähe des „Kaffeeschuppens“.
Hier findet Ihr einen Aufsteller zu den berühmtesten Halle-Bildern: Geschaffen wurden sie zwischen 1930 und 1931 von Lyonel *********, der damit von der Stadt Halle beauftragt worden war. Vor allem die Ansichten der Marktkirche und des Roten Turmes wurden weltbekannt.
Lest euch den Text auf der Tafel genau durch und findet heraus, wie der berühmte Maler hieß!
(F) Wie lautet die Summe der Buchstabenwerte seines Nachnamens?
Station 7: Vor der Moritzburg
N 51° 29.1994
E 011° 57.8705
Weiter geht es durch die Kleine Schlossgasse zur Moritzburg. Die Moritzburg war die letzte der in großer Zahl gebauten Burgen an der Saale.
Bevor Ihr die Burg betretet, schaut Euch die davor stehende, „Maureske“ genannte Metallskulptur von Irmtraud Ohme an (geb. 1937 in Magdeburg, 1955 - 1960 Studium an der „Burg“ bei Lili Schultz und Karl Müller, Lehrtätigkeit ab 1961, ab 1981 Professorin für Metall- und Emailgestaltung, 2002 verstorben) und beantwortet folgende Frage:
(G) Wie viele (Außen-)Gewinde findet ihr an der Skulptur „Maureske“?
Station 8: Hof der Moritzburg
N 51° 29.1893
E 011° 57.8122
Nun überquert Ihr den Burggraben und betretet den Innenhof der Moritzburg. Um 1500 als Residenz der Magdeburger Erzbischöfe erbaut, wird sie heute nach zahlreichen Um- und Ausbauten als Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt genutzt.
Der Innenhof ist in folgenden Zeiten begehbar: Dienstag von 8 bis 19 Uhr; Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen von 8 bis 18 Uhr. Montags sowie am 24.12. und 31.12. ist geschlossen. (Anmerkung: Anhand der Prüfsumme im Hint sollte es dennoch möglich sein, den Cache zu jeder Tages- und Nachtzeit zu machen!)
Euch interessieren jetzt jedoch weniger die sehenswerten Ausstellungen, als vielmehr die Plastiken im Innenhof.
Richtet Euer Augenmerk auf die Plastik „Ehrenmal für die Opfer des Faschismus“, 1947 geschaffen von Waldemar Grzimek (geb. 1918 in Rastenburg/Ostpreußen, 1937 – 1941 Studium an der Hochschule der Bildenden Künste in Berlin, 1941 Meisterschüler bei Wilhelm Gerstel, 1946 – 1948 lehrte er an der „Burg“, von 1948 – 1951 Professur an der HBK Berlin-Charlottenburg, 1956 - 1961 Professur an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst in Berlin-Weißensee, 1968 Professur an die Technische Hochschule Darmstadt, verstorben 1984 in West-Berlin). Hier müsst ihr genau zählen:
(H) Wie viele abgespreizte (d.h. einzelne) Finger sind an der Skulptur erkennbar (Daumen sind auch Finger)?
Station 9: Villa Hartmann, Neuwerk 1
N 51° 29.351
E 011° 57.445
Auf zum nächsten Wegpunkt und zum Endspurt auf dem Weg zum Giebichenstein! Über Moritzburgring, Robert-Franz-Ring und Neuwerk gelangt ihr zu einem der geschichtsträchtigsten Orte von Halle.
Bis zum Jahr 1530 befand sich hier das um 1116 erbaute Kloster Neuwerk. Leider gibt es heutzutage keine öffentlichen Hinweise mehr auf die Gebäude – lediglich ein Kellergewölbe unter dem Neuwerk 19 soll noch existieren. Nur noch der Name der Straße erinnert an das Kloster.
Der linke Teil des Gebäudes wurde 1922 als Fabrikantenvilla des Merseburger Farbenhändlers Hartmann erbaut. Nach umfangreichen Aus- und Anbauten wird das Haus durch die „Burg“ unter anderem auch als Rechenzentrum genutzt.
Die nächste Zahl zur Berechnung der Endkoordinaten findet Ihr an der Glasfassade des Neubaus am Neuwerk 1 (Achtung: Aktualisiert am 16.9.2014, um Verwirrungen um das offizielle Eröffnungsjahr vorzubeugen).
(I) In welchem Jahr wurde das Medienzentrum eröffnet?
Station 10: Villa Steckner, Neuwerk 7
N 51° 29.447
E 011° 57.473
Folgt der Straße Neuwerk in Richtung Burg Giebichenstein und ihr seht weitere Villen, die dieses Stadtviertel prägen, zum Beispiel die Villa Kunze (Neuwerk 20), die Villa Lafontaine (Neuwerk 4/5), die Villa Engelmann (Neuwerk 6) und die Villa Steckner (Neuwerk 7) – diese ist das Hauptgebäude des Campus Design der „Burg“.
Hier sollten euch besonders das Eingangsportal, das Dach sowie die vergitterten Fenster im Erdgeschoss interessieren.
(J) Bildet das Produkt aus der Anzahl der Eichhörnchen am Eingangsportal, der Kronen auf dem Dach sowie der vergitterten Fenster im Erdgeschoss! (Hinweis: Solange die Bauarbeiten hier andauern, sind die Fenster schlecht zu sehen. Daher gilt: Anzahl der vergitterten Fenster = 5)
Station 11: Volkspark, Schleifweg
N 51° 29.838
E 011° 57.400
An dieser Station schaut ihr euch bitte genau um und findet einen „zertretenen“ Käfer
Ihr müsst das Gebäude dazu NICHT betreten, und sucht am Boden.
(Sobald wir herausgefunden haben, wer der/die „MörderIn“ ist, werden wir sie/ihn hier natürlich mit Lebenslauf verewigen.)
(K) Wieviele Käferbeine könnt ihr zählen? (Achtung: Wenn das Tor geschlossen ist, dann betretet das Gelände bitte nicht und beachtet unsere Hinweise! Wir werden die Station demnächst auch durch eine andere Location ersetzen.)
Station 12: Unterburg
N 51° 30.190
E 011° 57.306
Die vorletzte Station ist der Eingang zur Unterburg der Burg Giebichenstein. Von den Magdeburger Erzbischöfen in den Jahren 1445 bis 1464 als Residenz erbaut, verlor mit der Fertigstellung der Moritzburg die Burg Giebichenstein bereits 1503 diese Funktion. In den darauffolgenden Jahrhunderten wurde die Unterburg vielfach um- und ausgebaut. 1920/21 wurde das Gelände von der Stadt Halle für ihre Kunstgewerbeschule umgestaltet.
Erster Direktor war der Architekt Paul Thiersch (geb. 1879 in München, 1901-1904 Studium an der Technischen Hochschule in München, 1909 eigenes Architekturbüro in Berlin, 1915-1928 Direktor der Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein, 1928 Professur an der Technischen Hochschule Hannover, verstorben in Hannover). Die Unterburg beherbergt bis heute Werkstätten und Ateliers des Fachbereichs Kunst der „Burg“.
Euren Wegpunkt findet Ihr vor dem Tor, an der Außenmauer des Ostturms: die Statue des Heiligen Mauritius, Schutzpatron der Magdeburger Erzbischöfe.
(L) Wie viele Waffen zählt ihr an der Figur des Heiligen Mauritius? (Schild = keine Waffe)
Station 13: Giebichensteinbrücke
N 51° 30.206
E 011° 57.143
Eure letzte Station führt Euch zur Kröllwitzer oder auch Giebichenstein-Brücke genannt. Die heutige Brücke ersetzte bei ihrem Bau 1926/28 eine Stahlbrücke von 1892. Entworfen, geplant und gebaut wurde die Brücke von Clemens Vaccano und Adolf Heilmann unter künstlerischer Mitwirkung von Paul Thiersch. Bemerkenswert sind vor allem die beiden Tierskulpturen rechts und links des Hauptbogens: „Kuh“ und „Pferd“ stammen von Gerhard Marcks (geb. 1889 in Berlin; ab 1908 arbeitete er zusammen mit dem Bildhauer Richard Scheibe; 1919 – 1925 Lehrer und Leiter der Bauhaus-Töpferei in Dornburg/Saale, 1925 bis 1933 Lehrer der Bildhauerklasse an die Kunstschule „Burg“; 1945-1950 Lehrer an der Landeskunstschule Hamburg; 1950 – 1981 freischaffen in Köln und Burgbrohl tätig, verstorben 1981 in Burgbrohl).
Euch sollte hier vor allem der Treppenaufgang an der Südseite der Brücke (also die Seite der Saale, auf der die Burg Giebichenstein thront) interessieren:
(M) Wie viele Stufen zählt die Treppe innerhalb des von Thiersch konstruierten Treppenhauses?
Formel für das Final
Das Final befindet sich an den Koordinaten:
N 51° (H * K) . (B - A) * C + F + D + E + G - L
E 011° (A * M + H) . ((I-1) / H / L) + J - E - A
Geochecker
Hier geht's zum allseits beliebten Check auf grünes Licht.
Viel Spaß wünschen Euch
UlMiLiLa und Der Quästor