Update 6.09.2020: Ab heute gibt es ein neues Versteck, bitte Spoiler und Hint beachten!!!!
Der Spatenbrunnen
In der eher unrühmlichen Zeit, an die sich niemand gerne erinnert, entstand hier im Wald ein eigentlich netter Brunnen. Er ist während eines Arbeitsdienstes entstanden.
Der „RAD“ diente ursprünglich der Bewältigung der Arbeitslosigkeit. Die kaum über dem Arbeitslosengeld liegende Bezahlung des Diensts machte deutlich, dass es sich bei diesen Einsätzen im wesentlichen um einen - wie es offiziell hieß - "Ehrendienst am deutschen Volke" handelte. 1935 war der halbjähriger Pflichtdienst für junge Männer im Alter zwischen 18 und 25 Jahren, obligatorisch. Diese Dienstzeit war dem 2 jährigen Wehrdienst vorgelagert. Die Teilnahme von jungen Frauen war bis 1939 freiwillig, ab dort mussten sie sechs Monate den Arbeitsdienst tun. Meist wurde er jedoch durch eine „Notdienstverpflichtung“ verlängert. 1941 wurde er dann auf 12 Monate ausgeweitet, im April 1944 auf 18, um dann im November 1944 völlig entfristet zu werden.
Nun aber zurück zum Brunnen. Ihn zierte lange ein Metallspaten, der wurde jedoch in einer Nacht und Nebel Aktion (vermutlich von der Familie des Arbeitsdienstführers) entfernt. Nun hängt wieder ein Spaten drin, allerdings nur noch ein hölzernes Exemplar.
Viel mehr gibt es hier nicht mehr zu erzählen, denn es wurde nirgends schriftlich festgehalten. Er steht vollkommen auf Emmendinger Gemarkung, auch wenn man hier in Maleck ist. Im Dorf wird er „Arbeiterbrunnen“ genannt. Er wurde auch in die Liste der Kleindenkmale aufgenommen