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Eine Bärenhaut für den Glauben Traditional Cache

This cache has been archived.

DNS82: Dose ist weg..und da das Platzerl ohnehin schon öfters Aufsehen erregt hat, wird der Cache nun archiviert [:(]

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Hidden : 12/31/2012
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


ACHTUNG: Die Dose befindet sich NICHT auf dem Kirchengelände!!! Der Friedhof muss NICHT betreten werden!!! Gebt bitte besonders Acht auf Muggels und versteckt die Dose wieder exakt so wie Ihr sie vorgefunden habt!

 

NOTE: The box is NOT on the church ground!!! The cemetery must NOT be entered!!! Please give extra attention to Muggles and hide the box back exactly as you found it!

 

 

Was eine Bärenhaut mit der Jenbacher Kirche zu tun hat, verrät Euch deren (durchaus lesenswerte!) Pfarrgeschichte:

 

Mehr als 500 Jahre hat die Pfarrkirche zu St. Wolfagng in Jenbach überdauert.

"Auf der Traten", der westlichen Anhöhe von "Ympach", wie Jenbach 1269 erstmals genannt wird, erhebt sich die Kirche in stattlicher Lage. Sie ist als Zeugnis gemeinsamen Willens und Glaubens einer Arbeiter- und Handwerkersiedlung entstanden.

Der Silberbergbau hatte im 15. Jahrhundert in der Gegend um die Stadt Schwaz zur Ansiedlung vieler Knappen und Handwerker geführt und die Bevölkerung stark anwachsen lassen. Als die Hüttenwerke vom unberechenbaren Schwazer Lahnbachweg an den gleichmäßig fließenden Kasbach nach Jenbach verlegt worden waren, begann der Ort, bisher ein kleiner Weiler der Gemeinde Wiesing, zur noch weiter östlich gelegenen Pfarre Münster gehörig, aufzublühen. Die Jenbacher wollten nun eine eigene Kirche.

Am Mittwoch nach Jakobi, also Ende Juli 1486, beschlossen sie, sich die Baugenehmigung zu besorgen, berieten die Finanzierung und bestellten als Geldverwalter, "Paumeister" genannt, den erfolgreichen Gewerken Virgil Hofer, der in Schwaz und Rattenberg durch die Silbergewinnung schon reich begütert war und also etwas von Geld verstand. Hans Hartmann aus Schwaz half ihm dabei. Wohl auf Wunsch Virgil Hofers dürfte der hl. Wolfgang Kirchenpatron geworden sein.

Als Verwalter folgten später Nikolaus Gaulnhofer und Hans Mall. Der "Werkmeister", der den Bau entwerfen und durchführen sollte, war Gilg Mitterhofer, ein erfahrener Mann, welcher bereits die Schwazer Pfarrkirche gebaut hatte (1483 - 1478) und noch die Kirche von Vomp errichten sollte. Der spätere Erbauer der St.-Leonhards-Kirche bei Kundl war sein Polier Jörg Steyrer. In Rom residierte zu dieser Zeit Papst Innocenz VIII.

Gegen langen, zähen Widerstand von Kaiser und Papst hatte die Brixener Geistlichkeit schließlich Georg II. Golser (1464 - 1488) als Bischof gewählt und in Rom durchgesetzt. Er war ein respektabler Mann: hatte er doch unter anderem 1486 den römischen Inquisitor und Hexenschnüffler als Unruhestifter aus seinem Tiroler Bistum hinausgeworfen. Dieser Bischof also gab seinen Sanktus, und die Jenbacher ließen vorest in 118 Tagschichten durch die Meister Lamprecht und Waldner eine hölzerne Notkapelle errichten. Die Schmelzherren Hans Mall und Hans Schroter hatten sie zusammen mit dem Hüttenschmied Lienhard spendiert. Zu Peter und Paul, am 29. Juni 1487, konnte der Pfarrherr von Münster in ihr die erste Messe feiern. Inzwischen hatte man aber schon am 22. Februar des gleichen Jahres den Grundstein zur heutigen Kirche gelegt, feierlich "zu Ehren Gottes und des hl. Wolfgang" unter Beisein der Vertreter des Landesfürsten und des Bischofs " ... hat das andächtige Volk goldene und silberne Münzen zur Steuer am Bau auf demselben geopfert".

Eine echte Bärenhaut, gute 13 Kreuzer wert - das bedeutet 6 ½ kg Rindfleisch nach damaligem Kaufwert - fand sich unter den ersten Spenden der vielen kleinen Leute aus Jenbach, die Ringe, silberne Schließen, Mäntel, Hühner und sogar Pferde als ihr Scherflein zum Kirchenbau beigesteuert hatten. Daneben lagen 65 blanke Goldgulden, eine große Summe für den Anfang. Erzherzog Sigmund ließ sich nicht lumpen und legte 150 Gulden drauf. Aus den Opferstöcken an den Straßen floß einiges dazu, doch die Basis der Finanzierung bildete das "Almosenherz", der Zehent, den die Silbergrubenbesitzer an den Landesfürsten zahlen mußten. Aus diesen Mitteln gab es im ersten Baujahr so viel, daß mit anderen Spenden 1277 Gulden zusammengekommen waren. Säuberlich wurden alle Erzspenden verrechnet. Nicht nur begüterte Gewerken, vor allem die Knappen und einfachen Stollenarbeiter trugen mit ihren persönlichen Erzspenden Jahr für Jahr zum Baufortschritt ihrer Kirche, einer Arbeiterkirche, bei. Von Pfarrern und Geistlichen ist wenig die Rede während der Zeit des Kirchenbaues. Der Bischof hatte hatte ihn genehmigt, der Pfarrer von Münster und seine Kapläne pflegten die Seelsorge, aber Planung, Finanzierung und Bau der Kirche wurden von den Laien, den Jenbachern bewerkstelligt, einer Kirche, die sich das Volk gewünscht und selbst erbaut hat. Man hatte damals lange Ritte ins Zillertal und bis nach Kufstein unternommen, um einen eigenen Kaplan anzuwerben, aber man nahm nicht jeden. Üblicherweise mußte damals jeder eine Probepredigt halten...Die Kapläne waren eigentlich nur Kooperatoren von Münster und wohnten nicht ständig in Jenbach.

Das geplante Gotteshaus sollte eine stattliche Kirche werden! Nicht nur Kalkbruchstein, der vom nahen Buchberg und Kienberg kam, sondern auch teurer roter Marmor aus der Hagau aus Kramsach mußte her für die Westtürmchen, die drei Portale, die Strebepfeiler, die Fensterleibungen, die Lisenen, die Sockelkanten, die Mauer- und Turmkanten sowie im Inneren für Säulen-, Pfeilerstöcke und Opferstock. Man hat sich wertvolles Material was kosten lassen. In vielen Kirchen der Umgebung ist dieser nichtkristalline "Pseudomarmor" kunstvoll verarbeitet worden.

Geschliffene Treppensteine besorgte man aus Breitenbach am Inn, grauen Sandstein für die inzwischen längst abgeschlagenen gotischen Rippen aus Mittenwald in Bayern. Gebrannte Ziegel wurden in Heiligkreuz bei Hall gefertigt, leichter Tuffstein für das Gewölbe in Vomperbach gebrochen. Weither, aus Telfs und aus der Leutasch mußte gutes Bauholz samt den Dachschindeln besorgt werden, weil die Jenbacher Umgebung samt dem Achenseegebiet kaum den Holzbedarf der Schmelzhütten und Stollenbauten decken konnten.

Im April 1487 wurde der Grund ausgehoben. Dann ging der Bau rasch voran. Nach acht Monaten war der Chor, der Ostteil der Kirche unter Dach, wenn auch das Gewölbe noch fehlte. Im folgenden Winter konnten sich die Jenbacher schon um den schweren Marmoraltar zur Messe versammeln. Die heutige Sakristeitür stammt aus diesem ereignisreichen Jahr 1488. Ein Meister von Kundl lieferte das inzwischen längst verschollene St.-Wolfgangs-Bild und zehn Jahre später eines des heiligen Leonhard, welches ebenfalls verloren gegangen ist. Im folgenden Jahr bekam der Chor seine ersten Glasfenster, wohl viel bescheidener als die heutigen. Dann war es zehn Jahre lang still auf der Baustelle. Erst in den neunziger Jahren war wieder genügend Geld vorhanden, um unter anderem Jörg Steyrer den gewaltigen Chorbogen mit acht feingearbeiteten Konsolen vollenden zu lassen. Das Presbyterium hatte seine Wölbung mit gotischem Gerippe bekommen. Der Turm war nur bis unter die Schallöcher gediehen, alle Marmorarbeiten der Kirche waren zwar fertig, aber das Langhaus war wahrscheinlich flach eingedeckt worden.

Der Schlußstein des Chorbogens trägt apsisseitig zum Zeichen der Fertigstellung die Jahreszahl 1500.

Als architektonisches Gegenstück zum Presbyterium im Osten erbaute man nun unter Peter v. Piber aus Bayern und Hans Frank die Westempore über einem Kreuzrippengewölbe als angemessenen Betplatz für die Nobilität.

Bürokratisch-Rechtliches wurde in den Folgejahren komplettiert: So gab es von 1508 an ständig einen eigenen Kaplan, ein Taufstein wurde genehmigt, tägliche Messen konnten unabhängig von der zuständigen Pfarre Münster gefeiert werden, mehr geschah nicht. Um 1510 erstarb die Bautätigkeit schließlich vollends.

1518 hatte bereits ein gewisser Lienhart Schmidt testamentarisch einen Baugrund für einen Widum gestiftet, um ( wie es wörtlich heißt) "ein Priesterhaus zu zimmern und zu bauen, wie es die Notdurft erfordert", doch scheint man mit dem Bau keine große Eile gehabt zu haben. Erst in der Kirchenrechnung von 1550 und 1555 werden Arbeiten im "Priesterhaus" verrechnet.

Aus dieser Zeit - und zwar aus dem Jahre 1512 - stammen auch die zwei besonders kostbaren spätgotischen Zunftstangen.

Jahrzehntelang mag das unvollendete Provisorium dieser Kirche ein eigenartiges Bild geboten haben.

Der Silbersegen floß spärlicher. Verdienst und Spenden gingen zurück. 1551 wurde die Kanzel vollendet, 1561 entstanden zwei Sonnenuhren. 1586 erwarb man die zweitgrößte und damit die dritte Glocke und ließ 1597 durch den Meister Stephan Schurpein eine richtige Uhr in den unvollendeten Turm einbauen. Für 1589 sind eine Reihe von Meßgewändern und die prachtvolle gotische silberne Monstranz nachgewiesen. Erst gute 100 Jahre nach der Grundsteinlegung mußte 1602 das ganze Dach mittels Lärchenschindeln neu gedeckt werden. Wohl um 1609 dürfte das Langhaus eingewölbt worden sein.

An der Kirche wurde weitergearbeitet: die alte Westempore durch eine tiefergestellte, aber arenaartig ansteigende ersetzt, deren tragende Marmorpfeiler durch ihre Kapitelle den Renaissancecharakter verraten.

Erst im Jahre 1650 wurde das oberste Turmgeschoß errichtet, dessen runde Fenstersäulen die späte Fertigung bezeugen, und schließlich der hölzere Turmhelm aufgesetzt.

1672 traf die ganz große Glocke ein, "gegossen von dem vürnehmen und kunstreichen Johann Rippo, Stuck- und Glockengießer in München".

Unter den Kuraten Heinrich Waldtenair und Blasius Salcher wurde der Kirchturm ausgebaut, sowie der Bau der Kirche vollendet.

 

[Quelle: www.pfarre-jenbach.info]

Die komplette Pfarrgeschichte findet Ihr unter folgendem Link: Pfarrgeschichte

Additional Hints (Decrypt)

[GER] Fhpur qvr Reyrhpughat - Nhßreunyo (avpug nz Sevrqubs!!) [ENG] Frnepu sbe rayvtugrazrag - Bhgfvqr (abg ba gur tenirlneq!!)

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)