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Die Drakenhöhlen EarthCache

Hidden : 1/12/2013
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:

Die Drakenhöhlen

Die Drakenhöhlen befinden sich nahe des Ortes Obermarsberg unterhalb des sogenannten "Buttenturms", einem Wehrturm der teilweise noch vorhandenen Festungsmauer der sogenannten "Eresburg". Die Drakenhöhlen können und dürfen nicht betreten werden. Angeblich soll es einen Tunnel unter Obermarsberg von den Drakenhöhlen aus bis unter das alte Rathaus geben.

Geologie: Die Drakenhöhlen liegen nahe des Marsberger Stadtteils Obermarsberg und oberhalb der Kernstadt, die von der Diemel durchflossen wird. Aufgrund der Tatsache, dass sich der Ort an einem Tripelpunkt zwischen Rheinischem Schiefergebirge, Hessischer Senke und Münsterländischem Becken befindet, existiert eine komplexe geologische und tektonische Situation. Die ältesten Gesteinsschichten stammen aus dem Devon, einem Erdzeitalter, das vor etwa 419,2 Millionen Jahren begann und vor etwa 358,9 Millionen Jahren endete. Die devonischen Sedimente setzen sich aus rot-, grau- und grüngeschieferten Tongesteinen zusammen. Sie werden von unterkarbonischem Schwarztonschiefer (liegendem Alaunschiefer) überlagert und bilden die regionale Tagebaugeschichte, die vor allem von der Kupfervererzung geprägt ist.

Im Erdzeitalter des späteren Oberkarbons (vor etwa 345,3 Millionen bis 299 Millionen Jahren Jahren) wurde das gesamte Areal durch die Variszischen Orogenese, eine Gebirgsbildungsphase, herausgehoben und aufgefaltet. In der Übergangszeit vom Unter- zum Oberkarbon (vor etwa 323,2 Millionen Jahren) kam es zur Hochphase der Gebirgsfaltungen. In dieser Zeit waren große Teile Europas bereits zu Festland geworden. Unter trockenen Klimabedingungen, auch als arides Klima bezeichnet, das von sehr niedriger Luftfeuchtigkeit geprägt ist, wurde das Areal in das Rotliegend, einen Teil des Erdzeitalters Perm, eingeebnet. Das gesamte Areal wurde vom Meerwasser überspült und durch marine Kalksteinablagerungen angereichert. Die Kalksteinablagerungen trugen zur Entstehung der Drakenhöhlen bei.

Die Drakenhöhlen bestehen aus karbonischen Kalken. Kalkgestein besteht überwiegend aus Calciumcarbonat (CaCO3). Das Besondere am Kalkstein ist seine Variabilität hinsichtlich der Entstehung, seiner Eigenschaften, des Aussehens und der Verwendbarkeit. Kalkstein kann auf mehrere Arten entstehen. Zum einen gibt es den biogenen Ursprung: der Kalkstein wurde von Lebewesen gebildet und abgelagert. Kalkstein kann aber auch durch chemische Prozesse aus dem Wasser ausgefällt werden, wobei auch wieder Lebewesen beteiligt sein können. Ebenso wie Marmor kann Kalkstein, weil es aus Calciumcarbonat besteht, an einer Stelle abgetragen, transportiert und an einer anderen Stelle wieder abgelagert werden. Kalksteine können innerhalb der Sedimentgesteine mehreren Typen angehören. Der überwiegende Teil der Kalksteine ist aber biogenen Ursprungs, das heißt er wurde von Lebewesen gebildet und abgelagert. Kalkstein kann aber auch durch chemische Prozesse (die wiederum von Lebewesen beeinflusst werden können) aus dem Wasser ausgefällt werden. Weiterhin kann ein Gestein, welches aus Calciumcarbonat besteht (Kalkstein oder Marmor), abgetragen, transportiert und an anderer Stelle als klastisches Sediment wieder abgelagert werden.

Die Drakenhöhlen sind natürlichen Ursprungs. Bei ihrer Entstehung handelt es sich um eine Karst-Erscheinung. Darunter versteht man unter- und oberirdische Geländeformen u.a. in Karbonatgesteinen, die durch Einwirkung von Lösungs- und Säureverwitterung sowie durch die Ausfällung biogener Kalksteine und ähnlicher Gesteine (bedingt durch den hohen Anteil an Calciumcarbonat) enstanden sind. Der hier befindliche Kalkstein wurde durch saure Wässer aufgelöst, die Drakenhöhlen entstanden.

Während der Oberkreide war das Gebiet Festland und somit späteren Einflüssen von Eismassen nicht ausgesetzt. Diese drangen nur bis zum Münsterländischen Becken vor, wohingegen die Diemel ein tiefes Tal in die Landschaft schneiden konnte.

Bis heute finden diese bodenformenden Prozesse – Erosion und Sedimentumschichtungen – statt. Als ein Ergebnis hiervon, treten die Drakenhöhlen ans Tageslicht hervor. Die große Höhle misst 62 Meter Länge, die kleineren bemessen sich einschließlich der Quellen auf eine Länge zwischen 15 und 68 Metern.


Logbedingungen/Aufgaben:
Mithilfe der vor Ort befindlichen Infotafel könnt ihr die Fragen beantworten:
a) Wie wird das vorherrschende Gestein genannt, aus dem die Höhlen bestehen?
b) Wann ungefähr entstand dieses Gestein?
c) Auf welchen natürlichen Prozess ist die Entstehung der Drakenhöhlen zurückzuführen?
d) Direkt am Infoschild gibt es mehrere Höhleneingänge. Suche dir einen aus und fertige eine Skizze des Eingangs an. Versuche dann, anhand der Zeichnung zu erklären, warum die vielen Eingänge im Gegensatz zur eigentlichen Höhle selber künstlich sind bzw. künstlich erweitert wurden. Füge die Skizze deinem Log bitte bei.

Bitte schickt mir eure Antworten über mein Profil. Ihr müsst nicht auf eine Logfreigabe warten. Falls etwas nicht in Ordnung sein sollte, melde ich mich per Mail bei euch. Geloggte Besuche, von denen ich keine Mail bekommen habe, werden gelöscht. Über ein Logfoto würde ich mich freuen, aber dies ist keine Logbedingung. Bitte fotografiert nicht die Infotafel!

Viel Spaß beim Erkunden der Drakenhöhlen!


PS: Ein Besuch beim nahe gelegenen Buttenturm lohnt sich. Im Turm befindet sich ein Verlies und vom Turm aus habt ihr eine schöne Aussicht auf Marsberg, das Diemeltal und die weitere Umgebung.

Additional Hints (No hints available.)