Olaf Ittenbach (* 1969 in Fürstenfeldbruck) ist gelernter Zahntechniker und ein deutscher Regisseur von Splatter- und Horrorfilmen.
Karriere
Mit 11 Jahren sah Olaf Ittenbach den Film Woodoo – Die Schreckensinsel der Zombies von Lucio Fulci. Angetan von den blutigen Special Effects begann er sich für das Filmemachen zu interessieren. Mit einer Videokamera drehte er erste Kurzfilme. 1989 entstand sein erster Spielfilm Black Past, der auf diversen Filmfestivals Erfolge feierte. Zusammen mit Jugendfreunden gründete er daraufhin die Produktionsfirma IMAS, die er heute allein betreibt.
1992 erschien das Zweitwerk The Burning Moon. Etwa drei Monate nach der Veröffentlichung kam es zu einer Hausdurchsuchung bei Ittenbach und der Film wurde bundesweit beschlagnahmt. Ittenbach selbst wurde nach §131 StGB (Gewaltverherrlichung) zu einer Zahlung von 5.000 DM verurteilt. Er nahm jedoch durch den Vertrieb des Films genug Geld ein, um direkt mit den Dreharbeiten zu Premutos – Der gefallene Engel zu beginnen.[1]
Insgesamt dauerten die Dreharbeiten fünf Jahre. Nachdem der fertige Film ein Achtungserfolg in der Splatterszene wurde, entschloss sich Ittenbach, sich selbstständig zu machen und seinen bisherigen Beruf aufzugeben. Nach Premutos drehte er im gleichen Jahr den kleinen Thriller Riverplay und die Major-Produktion Legion of the Dead. Für letztgenannten konnte er unter anderem mit Matthias Hues in Hollywood drehen.
Sein nächstes Werk Beyond the Limits wurde wieder eine Independentproduktion mit einer Reihe privater Geldgeber. Die danach angekündigten Produktionen Evil Rising, Poison, sowie eine Kurzfilmsammlung mit Andreas Schnaas und Jörg Buttgereit verliefen jedoch im Sande. Für Stern TV drehte Ittenbach eine eigene Version des Roswell-Videos mit Original-Filmequipment aus den 1950ern.
2003 erschien Garden of Love und 2005 Chain Reaction. Im selben Jahr erstellte Ittenbach die Spezialeffekte für die Großproduktion BloodRayne von Regisseur Uwe Boll. 2006 heiratete er Martina Schuster. Auf der Hochzeitsreise drehen sie den satirischen Film Familienradgeber.
2007 erschien mit Dard Divorce eine Rückkehr zu den Independent-Produktionen der Anfangsphase. Mit der Boll-AG hatte Ittenbach einen weltweiten Vertrieb ausgehandelt. Für Uwe Boll übernahm er außerdem einige Spezialeffekte bei dessen Produktion Seed. 2009 drehte Ittenbach Familienradgeber 2. Der neueste Film No Reason erschien 2010, eine Vorabversion war beim Weekend of Fear 2010 zu sehen.
Seine bevorzugten Hauptdarstellerinnen sind u. a. Natacza Boon, Melanie Sigl und Martina Ittenbach.
AusblendenFilme
Regie
1989: Black Past
1992: The Burning Moon
1994: Riverplay
1998: Premutos – Der gefallene Engel
2000: Legion of the Dead
2002: Beyond the Limits
2004: Garden of Love
2005: Chain Reaction
2006: Familienradgeber
2007: Dard Divorce
2008: Familienradgeber 2
2010: No Reason
2011: Savage Love − 666
2011: Legend of Hell
2012: Familienradgeber 3
2012: God Forsaken
Spezialeffekte
1999: Apres Ski
2000: Mutation 2 – Generation Dead (R / Timo Rose)
2003: Deuteronomium – Der Tag des jüngsten Gerichts (R / Roger Grolimund)
2003: Space Wolf (R / Timo Rose)
2003: Rigor Mortis – The Final Colors (R / Timo Rose)
2004: Killerbus (R / Marc Fehse & Juliane Block)
2004: Enemy (R / Manuel Ewald)
2005: BloodRayne (R / Uwe Boll)
2005: Chain Reaction (R / Olaf Ittenbach )
2006: Angel of Death II (R / Andreas Bethmann)
2007: Barricade (R / Timo Rose)
2007: Seed (R / Uwe Boll)
2008: 1968 Tunnel Rats (R / Uwe Boll)
2009: La petite mort (R / Marcel Walz)
2010: La isla (R / Michael Effenberger)