Der Ghul

Ein Ghul ist üblicherweise ein leichenfressendes Fabelwesen und erscheint in verschiedenen mythologischen und literarischen Formen. Sie besitzen ein abscheuliches Gesicht mit gelben, hervorquellenden Augen und spitzen Reißzähnen.
Wird der Ghul als Dämon verstanden, so hat er keinen festen Körper, d.h. man kann durch einen Ghul hindurchgehen und dieser kann verschiedene Gestalten annehmen.
In den alten arabischen Mythen gehörten die Ghule zu einer diabolischen Klasse von Dschinns (Geister) und von ihnen wurde behauptet, sie seien die Nachkommen von Iblis, des muslimischen Prinzen der Dunkelheit. Sie waren in der Lage, ihre Form jederzeit zu ändern, aber ihre Präsenz war durch ihr unveränderliches Merkmal stets erkennbar: Eselshufe.
In späteren Ghul-Darstellungen kam man von Eselshufen und Bocksbeinen ab – die teuflische Reminiszenz wurde ihnen also genommen. Stattdessen werden Ghule raubtierartig mit klauenhaften Händen und teilweise auch Füßen dargestellt.
Ghule sind häufig nackt oder nur mit Lumpen bekleidet.
In manchen moslemischen Kulturen wird auch von weiblichen Ghula berichtet. Sie werden häufig als Wiedergänger– also Untote/wiederbelebte Tote – beschrieben und sind somit den Vampiren ähnlicher. Ghulas haben einen echten, also nicht-schemenhaften und meist sinnlichen Körper, mit dem sie Männer in den Tod locken. Bevorzugt lauern sie in der Wüste Wanderern auf. In einer Erzählung von Tausendundeine Nacht heiratet eine Ghula einen arglosen Mann. Diesen packte das nackte Grauen, als er sie nachts bis auf den Friedhof verfolgt und sieht, wovon sich seine Frau ernährt – die tagsüber kaum eine Speise anrührte.
Quelle: http://der-schwarze-planet.de/ghul-monster-im-portrait/
Inventar (bitte nicht entfernen):
- Logbuch
- Bleistift
- Spitzer
- Bild des Fabelwesens