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Rühler Bimmel km 1,3 – alte Wege Traditional Cache

Hidden : 10/24/2014
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:

Rühler Bimmel, von Wutha nach Ruhla, von 1880 bis 1967, geographische Expedition zu alten Spuren und geheimen Lagern


Eine Einleitung zur Rühler Bimmel und Informationen zur Geocache-Serie "Rühler Bimmel" befinden sich im Listing des Geocaches "Rühler Bimmel - Bonus" (GC44NCZ).


Alte Wege

Beim Bau der Rühler Bimmel mussten ca. 25 Übergänge für vorhandene Wege und Landstraßen angelegt werden. Die Übergänge waren unbewacht und unbeschrankt, bis auf den für die frühere F7 - heute B7, der ab 1956 mit einer automatischen Halbschranke gesichert wurde.

Ein weiterer Unfall an der F7 in den 1950er Jahren.
Bild 1: Ein weiterer Unfall an der F7 in den 1950er Jahren.
Just dieser Übergang auf der Straße nach Eisenach war Ort eines Personenunfalls auf der Strecke. Der Farnrodaer August Rauh wurde mit seinem Leiterwagen von einer Lok erfasst und verstarb.

Um Unfälle dieser Art an den unbeschrankten Übergängen zu vermeiden, mussten die Lokführer jedes Mal Pfeifsignale geben und gut aufpassen. Und die vergleichsweise geringe Fahrgeschwindigkeit war sicherlich hilfreich. Das häufige Pfeifen prägte im Volksmund wohl auch den Namen „Bimmel“.


Der Weg (grün) auf einer alten Karte.
Der Weg (grün) auf einer alten Karte.
Spuren

Der alte Weg ist im Gelände noch erkennbar.
Bild 2: Der alte Weg ist im Gelände noch erkennbar.
An der Stelle dieses Geocaches ist ein alter kreuzender Weg mit etwas Vorstellungskraft noch gut im Gelände zu erkennen. Auf der westlichen Seite der Strecke parallel aus Richtung Norden kommend – ca. 1 bis 2 Meter höher gelegen – überquerte er hier die Gleise und verlief dann ebenfalls fast parallel und etwas abfallend weiter Richtung Farnroda. Auf dem nebenstehenden Ausschnitt der alten topografischen Karte ist der grün markierte Weg eingezeichnet. Ob der Weg vor dem Bau der Strecke schon diesen Verlauf hatte oder erst so verlegt wurde, läst sich nicht mehr sicher feststellen.
 
Nach dem Rückbau der Strecke zu einem komfortablen Weg (heute hauptsächlich als Fuß und Radweg genutzt) verlor dieser alte Weg seine Nutzung und Bedeutung, wuchs zu und wurde zum Teil geschliffen, zugeschüttet und bebaut.

Die Trasse der Rühler Bimmel wurde damals auch für den Bau neuer moderner „Wege“ – den Kommunikationswegen – genutzt. Auf vielen alten Aufnahmen der Rühler Bimmel sind Masten zu sehen, zwischen denen Telegraphen- und später Telefonleitungen gespannt wurden. Als sie dann nicht mehr benötigt wurden, hat man sie oft einfach abgesägt. An wenigen geschützten Stellen, wie hier beim Cache, sind die Füße der Holzmasten noch vorhanden und sichtbar. Wenige Meter schräg oberhalb vom Cache am Fuß eines Baumes (Achte auf deinen Kopf!) kann man ein Stück vom Kopf eines solchen Mastes mit einem Keramikisolator besichtigen (Bitte wieder so tarnen, wie vorgefunden!).

Höhenmesspunkt
Bild 3: Höhenmesspunkt
Wenige Meter nördlich des Geocaches ragt ein rot lackiertes Schienenstück ca. 10 cm aus dem Boden. Nach mündlicher Überlieferung soll es sich um einen Höhenmesspunkt der Rühler Bimmel handeln. Lage und Beschaffenheit sprechen dafür. Er könnte z.B. bei der Dammaufschüttung und dem Gleisverlegen benutzt worden sein, um eine gleichmäßige Steigung zu erreichen oder um Setzungen des Dammes zu erkennen.


Spuren auf dem Weg zum nächsten Geocache Richtung Ruhla

Materialherkunft für den Dammbau.
Bild 4: Materialherkunft für den Dammbau.
Dammbau:
In dem Abschnitt ca. 200 Meter nach dem Cache in Richtung Ruhla bis zu den ersten Häusern von Farnroda neben der Strecke kann man sehr gut den aufgeschütteten Bahndamm und seine Materialherkunft sehen. Man hat einfach vom Hang oberhalb der Trasse eine ca. 1 bis 2 Meter dicke Erdschicht abgetragen und damit den Damm gebildet. Der schwarze Pfeil im nebenstehenden Bild soll diese Materialbewegung verdeutlichen. Vom Geländeanschnitt übrig geblieben ist eine steile Böschungskante, die einige Meter oberhalb parallel zur alten Bahnstrecke verläuft.
Wie man damals allerdings in der kurzen Zeit zwischen Bau und Inbetriebnahme von 4 Monaten den aufgeschütteten Damm so verfestigen konnte, dass man mit schweren Lokomotiven darüber fahren konnte, bleibt mir ein Rätsel. Heute übliches schweres technisches Gerät gab es damals noch nicht.

altes Schienenstück:
An den Koordinaten N 50° 56.549 E 010° 23.349 (Wegpunkt „Schiene“) findet man ein ca. 2 Meter langes altes Schienenstück hochkant als Grenzmarkierung. Glücklicher Weise ist sogar das Walzzeichen zu sehen: UNION XXXX steht für den Hersteller Union, AG für Bergbau, Eisen- und Stahl-Industrie (Dortmunder Union). Die Jahreszahl läst auf einen späteren Austausch der Schienen schließen. Es wurden mit der Zeit immer kräftigere Lokomotiven eingesetzt, die aber wiederum qualitativ hochwertigere Schienen (Stahl) erforderten.

Für den Bonus-Cache
Die vierstellige Jahreszahl des Walzzeichens wird für die Berechnung der Koordinaten des Bonus-Caches benötigt: S = XXXX !


Textquellen

[Rockstuhl] Rockstuhl, Harald: Die Geschichte der Ruhlaer Eisenbahn, „Rühler Bimmel“ 1880 – 1967; Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 1997, ISBN 3-929000-62-8

Bildquellen

Bild 1: Inge Malsch, Wutha-Farnroda
Bild 2, 3, 4: Andre Geyer, Wutha-Farnroda
Mit freundlicher Genehmigung der Urheber bzw. Eigentümer.


Additional Hints (Decrypt)

rorareqvt, va Fgrva "trzrvßryg"

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)