Karli der Ruhlander Streckenläufer 
Wer kennt ihn nicht!? Ihr natürlich!
Aber ich! Und ich kann euch sagen, er ist, oder eher wahrscheinlich, war, ein echt komischer Kautz und in seinen letzten Tagen, hier bei uns, sehr mysteriös.
Jedenfalls ist er jetzt schon seit ein paar Wochen wie vom Erdboden verschwunden. Da, wo er sonst immer seinen alten, geliebten Ford Taunus mit dem Wohnwagen für seine meist überzogenen Ruhepausen bei der Nachtschicht abstellte, steht jetzt nachts nichts mehr. Nur am Rande des Parkplatzes habe ich das Wrack seines Wohnwagens gefunden und diese hier beigefügte Lageplanskizze. Sie schien mir irgendwie wichtig zu sein. In der Kneipe saß ich mal neben ihm am Tresen, und als er bezahlte, rutsche genau diese Karte aus seinem Portmonee. Er war total erschrocken, schaute sich um und steckte sie blitzschnell wieder ein.
Der Wohnwagen ist jetzt also total Schrott und auch sonst ist dort nichts mehr zu finden. Diesen Gang könnt ihr euch also sparen. Die Lageplanskizze habe ich gleich mitgenommen und noch mal sauber eingescannt, um sie euch hier auch zur Verfügung zu stellen, damit ihr mir hoffentlich helfen könnt.
Ihr wollt mir doch helfen ???
Karli war also ein echt fauler Kerl. Niemals ging er als Streckenläufer auf den Gleisen. Also tut dies bitte auch nicht. Es würde euch mit Sicherheit nicht helfen die Lösung des Rätsels zu finden. Ist übrigens auch verboten!
So wie ihr, hat er zum Dienstbeginn auch immer seinen geliebten, alten Ford Taunus hier auf diesem Parkplatz abgestellt. Außerdem ist unser Karli auch schon etwas älter gewesen und hatte eine schwache Blase. Sein erster Gang beim Überqueren der ersten Brücke über das rauschende Schwarzwasser führte ihn zwangsläufig auf kürzestem Weg zu einem stillen Örtchen. Schwach auf den Beinen war er auch schon, so dass er sich meist dabei anlehnen musste, was dazu führte, das sich förmlich Teile seiner Gedanken mit den Augen in den Stamm nagelten. Manchmal träumte er dabei auch von einer Art "Binärcode" zwischen Brücke und Tunnel. Das hat er zumindest mal in der Kneipe am Sportplatz nach dem 6. Bier erzählt.
Apropos Bier, hatte er meistens auch bei seinem weiten Weg auf der Nachtschicht dabei. Soll wohl beim Wandern, äh Strecken laufen, gegen den Durst helfen. Muss also nicht sein, kann aber! Cola, Apfelsaft, Wasser, Sekt, usw. tun’s bestimmt auch.
Außerdem war er äußerst schreckhaft, was ihn beim Anblick von zwei gelben funkelnden Augen, welche auch manchmal rechts und links des Weges aufleuchteten, immer sofort in hellste und wachste Aufregung versetze und er auf kürzestem Wege ein Versteck suchte. Hell funkelnde Sterne lockten ihn entgegen magisch an und trieben ihn vorwärts. Zahlen und Ziffern waren ihm auch schon immer sehr wichtig gewesen, soweit er sie vom Weg aus auch ohne Brille noch erkennen konnte. Besonders gefielen im die ganz großen die im Wechsel auf einem Stein – Schild – Stein – Schild zwischen dem Weg und den Schienen eingemeißelt bzw. aufgemalt waren.
Wenn du mir jetzt immer noch helfen möchtest, bei der Lösung des Rätsels um Karlis Verschwinden, dann kann es jetzt los gehen. Bewege dich jetzt möglichst unauffällig. Sei bitte äußerst leise und vorsichtig. Ich werde dich nicht extra bei der DB anmelden und mit der BG will ich auch keinen Ärger bekommen!
Ach ja, auf der Lageplanskizze stand ja noch folgendes:
N 51° ( A ) . ( ( X *1 ) * A / 2 + B + 32 )
E013° ( B ) . 0 ( B + A / 2 )
Hinweis zum Schluss:
Dies ist ein Nachtcache neben einer Bahnstrecke, kein Kinderspielplatz auf den Gleisen!
Hierzu sei noch ergänzt der Hinweis eines Bahnmitarbeiters, welcher mich kurz nach Veröffentlichung erreichte:
"Durch immer mehr zunehmende Buntmetalldiebstähle an elektrifizierten Strecken sind alle Mitarbeiter sensibilisiert wurden, die Augen offen zu halten. So können wiederholte Taschenlampen in Gleisnähe eine Alamierung der Bundespolizei durch z.B. die Triebfahrzeugführer nach sich ziehen. Wie selbst schon auf Arbeit erlebt, kann es dabei auch zum Einsatz von Hubschraubern kommen, was erhebliche Kosten für den Verursacher nach sich Ziehen kann. Vielleicht solltest Du noch den Hinweis zufügen, bei Annäherung eines Zuges die Lichter abzuschalten." - Ich bitte um Beachtung!
Das Cacherhirn sollte hell wach und klar sein, sonst könntet ihr euch auch im Wald verlaufen, und vielleicht wie Karli einfach für immer verschwunden sein! Für euer Handeln seid ihr selbst verantwortlich! Es müssen keine Bauwerke und Böschungen erklettert werden. Vorhandene Beschilderungen sind zu beachten! Allein könntet ihr hier auch unterwegs sein, zu Zweit oder Dritt oder … macht’s aber bestimmt mehr Spaß!
Für Kinder grundsätzlich auch geeignet, aber ich bitte die Erwachsenen verantwortungsvoll zu prüfen, in wie weit das Kind auch schon reif genug oder vielleicht besser gesagt „abenteuer-erfahren-genug“ für einen Nachtcache ist! Die einzelnen Verstecke bitte wieder sorgfältigst herrichten, damit die nächsten Geocacher noch genau so viel Spaß haben wie ihr. Da ein Teil der Strecke auch ein offizieller Wander- und Radweg ist, besteht dort auch des Nachts erhöhte Muggel-Gefahr! Also immer schön aufpassen und unauffällig verhalten!
Dies ist zwar ein Nachtcache, aber nur für Nachtcacher die auch gerne Rätsel und knifflige Aufgaben lösen wollen!
Zur Belohnung gibt’s auch noch einen Bonus: GC43Z44
Was man sonst noch mindestens dabei haben sollte:
starker Magnet, Schnur, UV-Lampe, starke Taschenlampe
Erstausstattung Cache-Behälter:
- Logbuch, Kugelschreiber, Bleistift und laminierte Hinweise unbedingt im Behälter belassen!
- Erst-, Zweit-, Drittfinderurkunde zum mitnehmen
- verschiedene Tauschartikel zum fairen tauschen
- versteckte Koordinaten für den Bonus GC43Z44