Wehe, wenn das Licht brennt
In der Nähe von München befindet sich ein sehr großes Waldgebiet, der Ebersberger Forst. Durch das Gebiet führt die Staatsstraße 2080. Auf halbem Weg findet man am Straßenrand eine kleine, schlichte Kapelle, die mit mysteriösen Lichterscheinungen und einer weissen Frau in Zusammenhang gebracht wird.
Vor Jahren soll an dieser Stelle eine junge Frau von einem Auto überfahren worden sein. Der Unfallverursacher beging Fahrerflucht, die Frau starb alleine und hilflos.
Seit diesem Ereignis brennt angeblich in kalten Nächten ein seltsames Licht in der Kapelle, das zwar wie Kerzenlicht wirkt, aber nicht von einer Kerze stammt. Und immer, wenn dieses Licht brennt, wartet am Straßenrand eine Anhalterin auf eine Mitfahrgelegenheit.
Nimmt ein passierender Autofahrer die junge Frau nicht mit, stirbt er wenig später bei einem Unfall - so die Legende. Es heißt, die weiße Frau sitze dann plötzlich auf dem Rücksitz und greife dem Fahrer ins Steuer.
Fahrer, die die Frau mitgenommen haben, berichten oft, dass die mysteriöse Anhalterin nach dem Unfallverursacher suche. Einige wurden ermahnt, nicht zu schnell auf dieser Straße zu fahren. Nach einigen Kilometern verschwindet sie plötzlich und unerwartet.
Stimmt das wirklich? Laut Antje Berberich, die das Stadtarchiv von Ebersberg verwaltet, ist dort kein tragischer Unfall mit Fahrerflucht verzeichnet, an dem eine junge Frau beteiligt war. Der Gastwirt Günter Bieringer lässt sich davon allerdings nicht von seinem Glauben abbringen. Er behauptet felsenfest, die weiße Frau gesehen zu haben.
Die Verkehrssicherheit profitiert von der Legende. Autofahrer mindern an der gefährlichen Stelle tatsächlich ihr Tempo. Ob sie das tun, um das Leuchten in der Kapelle zu sehen, oder weil sie Angst vor der Rache der weißen Frau haben, wissen wir nicht.
ist zwar nicht in der nähe von meinem cache, aber egal. :D