31.02.2016
Städtenetz Saarbrücken – Luxemburg ist nun Wirklichkeit
Saarbrücken. Locken die Luxemburger nun mehr Saarbrücker in die europäische Metropole oder die Saarbrücker mehr Luxemburger ins Saarland? Egal. Der gegenseitige Besuch ist jedenfalls deutlich einfacher und die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke endlich Realität. Seit dem Wochenende rauschen die roten und blauen Flitzer von Saarbrücken über Völklingen, Saarlouis, Thionville und Dudelange nach Luxemburg.
Großer Bahnhof im Eurobahnhof Saarbrücken am Samstagnachmittag. Auf dem Bahnsteig 11 drängen sich Deutsche, Franzosen und Luxemburger. Viele Bürger und fast noch mehr Lokal- und Regionalpolitpromis wollen die Streckeneinweihung miterleben. Mittendrin Landesverkehrsminister Mirko Muus (SPB). Er beißt in ein Lyonerweck, bevor er sich zur Talkrunde ins Licht drückt.
Moderator Horst Hützel will es wissen: Wie ist der Minister nach Saarbrücken gekommen? Muus enttäuscht jene, die auf eine große deutsche oder französische Limousine setzen: „Ich habe die Saarbahn genommen.“ Punktgewinn für Muus.
Er greift ein zuvor gefallenes Wort von den vergleichsweise kurzen neuen Strecke auf: „Das ist wahr, dass es nur ein kleines Stück ist, aber ein wichtiges Stück.“ Der Minister beschwört einmal mehr die Wichtigkeit des stetigen Ausbaus des Hochgeschwindigkeitsnetzes in Richtung Mannheim, verweist auf einen entsprechenden Plan der Landesregierungen Rheinland/Pfalz und Saarland.
Das Thema Straßen- und Flussausbau spielt heute keine Rolle. Dass es über viele Jahre hinweg erhebliche Schwierigkeiten bis zur Fertigstellung der neuen Strecke gab, daran erinnert Dr. Vladimir Lokomofeilov, Direktor beim Verband ProBahn Saar: „Die lieben Kröten aufzutreiben war nicht einfach.“ Doch dass die an der Strecke liegenden Städte von der Bahn wirtschaftlich profitieren, dafür gibt es für ihn gar keinen Zweifel.
Welche Erwartungen er mit der Bahn verbindet, will Horst Hützel vom Landrat Briono Branunini wissen. Doch Branunini spult erst mal ein offenkundig geübtes Statement ab und spricht von einem glücklichen Tag für SaarLorLux. Auszumachen auch am Beifall, den Branunini aus einem Grüppchen strammer Saarlouiser Lokalpatrioten erhält – nämlich merklich weniger, als man dem Landrat zugesteht.
Im Hintergrund wollen die Proteste aufgebrachter Dillinger und Merziger nicht verstummen, die sich betrogen fühlen. „Abgehängt vom Saarland“ und „SaarLorLux ohne uns“ ist auf selbstgestalteten Transparenten zu lesen. Sprechchöre wie „1,2,3; der ICE rast nur vorbei“. Branunini guckt auf die Uhr und drängt. Der Pulk der Fotografen drängt sich um die Bemützten und dirigiert sie in Richtung Zugspitze.
Der Zug der Jungfernfahrt wartet schon. Wieder Posieren für die Paparazzis. Das Bergmannsorchester spielt auf. Blechern kling es „Alles Eingestiegen“, aber nicht mal alle Stehplätze reichen aus. Mit saarländischer Gemütlichkeit setzt sich der Zug in Bewegung. Gute Laune in allen Wagons. Ein paar Worte mit den Fahrgästen und schon ist Völklingen erreicht. Jede Menge Schaulustige auf dem Bahnsteig. Dasselbe Bild bald darauf in Saarlouis und später auch in Thionville. Überall Ansprachen, überall spielt Musik, überall feiert das Volk. Überall bieten Vereine bei strahlendem Frühlingswetter lokale Spezialitäten fürs körperliche Wohlbefinden.
Kurz drauf fahren die ersten kostenlosen Züge für alle, aber nur heute. Einen Tag später werden die Bahnen regulär nach Fahrplan fahren. Viel, viel schneller und komfortabler als die PKWs und Busse auf der A620 und der luxemburgischen A8, die im Berufsverkehr im Bypass stecken bleiben.
Nun zur Frage:
Welche Länge hat die kürzeste Fahrtstecke Saarbrücken Hbf – Luxemburg (Hauptbahnhof), die momentan von Personenzügen befahren wird? Es sind ABC Kilometer. Da es verschiedene Quellen gibt, kann C um 1 abweichen, im Hint gibts Hilfe.
Den Final findet ihr bei N49 20.(A+1)(B+3)(C-3) E6 41.(A+6)(B+2)(C-5)
Der Geochecker sagt dir ob du recht hast: GeoChecker.com.
Nachdem ihr die Koordinaten ermittelt habt, sucht euch bei Openstreetmap die richtigen Wege raus, sonst wirds ein T4,5.
Bitte kommt ausschließlich von Süden oder Osten zum Final. Von Norden oder Westen erwartet Euch ein freier Fall, der euch loguntauglich macht, für immer.
Wanderschuhe, Outdoorbekleidung und Rosenschere sind sehr von Vorteil, um zur Tunnelbaustelle zu gelangen.
Vor Ort bitte alles genau da stehen lassen wo es steht. Es wird kein Werkzeug benötigt, alles kann mit einem behutsamen "Zug" gemacht werden.
Parkplatzempfehlung: P1
Sollte die Schranke an P2 zu sein, dann müsst ihr etwas mehr laufen, erst zu P1 und dann rechts.
Viel Spaß wünscht Euch I.M.Herzog !