Stedten ist ein Ortsteil von Berlstedt
Urkundlich wurde Stedten erstmalig am 16. Januar 1194 genannt und lag einst an der via regia, die wichtigste Ost-West-Verbindung Europas im Mittelalter.
Der Struktur nach war Stedten ein Rittergutsdorf und zeitweise u.a. in Besitz der in Thüringen nicht unbedeutenden Grafen von Gleichen.
Die Kirche, erstmals 1421 unter dem Patronat vom Stift Ettersburg genannt, steht heute unter Denkmalschutz und dient den Wanderern des Ökumenischen Pilgerweges als Herberge.
Ob das einen fröhlichen Hahn darstellende Wappen an der Bushaltestelle gleich neben der Kirche wirklich das Stedtener Wappen ist, konnte ich bis dato nicht herausfinden. Neben der Kirche befindet sich auch das 1990 eingeweihte Denkmal zur Bodenreform und seit Dezember 2012 direkt nebenan das neueste und optisch wohl interessanteste Objekt in Stedten:
Diese Kunstwerk wurde durch die Gemeinde Stedten in Auftrag gegeben und durch die in Berlstedt ansässige Künstlerin Mandy Rasch als Metallplastik umgesetzt. Angelehnt an Hermann Hesse in seinem Gedicht "Stufen" trägt das Werk den Namen "Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne" und zeigt 72 abstrakte Elemente, wovon einige vergoldet sind und damit den Anfang einer interessanten Aktion darstellen; Jede, der für mich als Vogel erkennbare Figuren an dieser kubischen Säule stellt einen Haushalt der Gemeinde Stedten dar und kann von diesem bei Gefallen vergoldet werden.
Macht Euch selbst ein Bild von diesem interessantem Kunstwerk. Vergesst aber nicht, dass noch eine Dose gefunden werden will, bevor ihr wieder aufbrecht. Die Berolfestetin-Serie hat noch weitere interessante Orte für Euch entdeckt und auch diese mit "Fundstücken" markiert, Viel Spass beim Suchen!