Dies ist eine Cacheserie, wie sie auf dem Kasseler Geocacher Stammtisch am 04.03.2005 beschlossen wurde. Dabei sollen Caches in der Nähe von Gotteshäusern ausgelegt werden, die entweder historisch oder architektonisch eine Besonderheit darstellen. Es ist hierbei völlig egal, welcher Religion diese Häuser angehören. Jeder der an dieser Serie teilnehmen möchte, kann dies tun. Er sollte sich jedoch an die einheitliche Schreibweise halten, damit die einzelnen Caches der Serie zuzuordnen sind. Außerdem ist dieser Absatz zu kopieren und mit in die Beschreibung aufzunehmen. Zusätzlich sollte man wenn möglich, eine Beschreibung des Ortes liefern, damit man auch etwas über dieses Gotteshaus erfahren kann. Der Cache ist bitte so zu verstecken, dass er die Würde des Ortes nicht verletzt. Gegebenenfalls ist er so zu platzieren, dass er über eine Wegpunktprojektion zu finden ist und die eigentlichen Koordinaten auf das Gebäude selbst weisen.
Katholische Pfarrkirche St. Gallus in Urberach
Diese Kirche gehört eindeutig zu den architektonisch bemerkenswerten: betrachtet man sie von der Traminer Straße aus, so meint man, sie ist parallel zu dieser angeordnet, stellt man sich aber auf den Gallusplatz, bemerkt man, dass rechtwinklig zur ursprünglichen Kirche ein Anbau steht, der heute das eigentliche Haupt-Kirchenschiff ist. Wie kommt das zustande? Die Kirche wurde 1821, als der Vorgängerbau wegen Baufälligkeit abgerissen werden musste, vom Großherzoglich Hessisch-Darmstädtischen Oberbaurat Georg Moller als einfache Hallenkirche mit kleiner Apsis geplant und von den Architekten Heinrich Lautenschlager und Assessor Henkel ausgeführt. 1823 konnte sie "in Betrieb gehen", nachdem sie vom damaligen Pfarrer Lorenz Bauer (Ober Roden) benediziert worden war. Zu der Zeit war die Gemeinde noch Filiale von Ober Roden.
Moller hat seinerzeit viele Kirchenbauten geplant, über die Moller-Kirchen in der Region gibt es hier auf der Seite des Geschichts- und Heimatvereins Mainhausen (visit link) eine kleine Übersicht mit Bildern. Man kann einige Ähnlichkeiten erkennen.
1879 – die Gemeinde war gewachsen und 1842 selbständig geworden – wurde die Kirche zum ersten Mal erweitert, indem die Apsis um etwa 10 m nach Süden verschoben wurde. Dadurch wurde ein geräumiger Chorraum geschaffen. Aber das reichte nicht für lange: schon 1911 musste man über eine weitere Vergrößerung nachdenken. Man begann zu sammeln und zu sparen, 1915 sollte es soweit sein, aber dann kamen Krieg und Inflation, und das Ersparte war weg. Nach dem Krieg begann man wieder mit dem Sammeln und Sparen, 1935 wurden erste Pläne geschmiedet, und dann…. siehe oben.
Unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg war an Bauen nicht zu denken, man hatte da andere Sorgen. Aber 1955 war es so weit: der Erweiterungsbau konnte beginnen. Da die Kirche als Moller-Kirche unter Denkmalschutz stand, musste der äußere Eindruck weitestgehend erhalten bleiben. Deshalb wurde nur eine Seitenwand aufgebrochen und im rechten Winkel zur alten Hauptachse ein neues Hauptschiff angebaut.
So, jetzt wisst ihr, warum die Kirche in Urberach "quer steht". Außerhalb der Gottesdienstzeiten kann man sie zur Zeit (Anfang 2013) leider nicht besichtigen, da sie wegen Vandalismus und Diebstählen geschlossen ist. Wer sich dafür interessiert, kann sich aber hier (visit link) einen kleinen Kirchenführer als PDF ansehen.
Zum Cache: Die Abstandsregel erlaubt es nicht, den Cache in unmittelbarer Nähe der Kirche zu platzieren, zum Loggen muss ich euch einen kleinen Spaziergang (etwa 450 m wie der Vogel fliegt
) zumuten. Parkmöglichkeiten gibt es um die Kirche genug: Festplatz, Gänseeck (hinter der Kirche), Rand der Robert-Bloch-Straße, Tiefgarage gegenüber, sucht euch was aus. Die Startkoordinaten bringen euch auf den Gallusplatz. Ihr steht vor einer Bronzetafel, die anlässlich des 150. Jahrestages der Selbständigkeit der Pfarrei St. Gallus enthüllt wurde. Dieser Tafel entnehmt ihr bitte folgende Informationen:
- Den Familiennamen des ersten Urberacher Pfarrers, der Buchstabenwert des Namens ist A
- Den Familiennamen des Dekans (der damalige Pfarrer von Urberach), der beim Jubiläum dabei war, der Buchstabenwert des Namens ist B
- Den ersten Vornamen des Weihbischofs, der die Stiftungsurkunde mit unterschrieben hat, der Buchstabenwert ist C
- Den Familiennamen des Weihbischofs, der Buchstabenwert ist D
Die Minuten fürs Final berechnet ihr aus den Minuten von Stage 1 wie folgt (die Gradzahlen bleiben selbstverständlich gleich): für Nord: 58,269 + 2*A/1000 Für Ost: 47,820 + (2*(B + D) + 2*C/3)/1000 Es gelten die Rechenregeln! Dort findet ihr einen magnetisch befestigten Mini-Behälter mit Logröllchen. Bitte Stift mitbringen, Pinzette oder Ähnliches notwendig. Nach dem Loggen das Röllchen eng wickeln und ohne Kraftanwendung in den Behälter zurückstecken. Nicht stopfen!!! Das Döschen hat jetzt einen Schraubdeckel, damit sollte das Feuchtigkeitsproblem erledigt sein. Bitte an dieselbe Stelle wie gefunden zurückhängen. Viel Spaß beim Suchen! Wenn du magst, kannst du dein Ergebnis hier (visit link) prüfen.