Hier gibt es einen Cache um das große Haus am Bahnhof. Euer weiterer Weg führt Euch ein Stück durch die Bahnhofsvorstadt und um den Bahnhof. Eigentlich sollte der Cache auf ein anderes Bauwerk hinweisen, das Euch aber nicht vorenthalten bleibt. Bei der Recherche nach dem Startpunkt ist uns aber dieser Artikel aus der Webseite der Bahnhofsvorstadt aufgefallen, so dass wir den Plan etwas umgestaltet haben. Daraus ist dieser kleine Multi entstanden.
Griechische Mythologie und Alu-Löffel
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Das Alekto – vom Besteck zum Bett
Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes über die Gewerbefreiheit am 1. Januar 1862 konnten auch in der Bahnhofsvorstadt erste Fabrikansiedlungen erfolgen. Nachdem zunächst Betriebe wie die Flachsspinnerei oder die Eisengießerei von Carl August Wenzel (später "Paschke" bzw. "Pama") entstanden, wurde ab 1906 die Metallwarenfabrik "Alekto" in einem 1867 als Schmiede gebauten und 1898 von einem Schlossermeister vergrößerten Werkstattgebäude errichtet. Die Gründung der Firma wurde vom Freiberger Stadtrat gefördert, um die durch den drohenden Niedergang des Bergbaus befürchtete Arbeitslosigkeit zu mindern.
1906 - 1918
Am 13. Januar 1906 wurde der Gewerbeantrag von Lein & Bauer zur Errichtung einer Metallwarenfabrik gestellt. Die daraufhin gegründete Firma hatte in ihrem Briefkopf folgende genaue Bezeichnung:
Metallwarenfabrik "Alekto" F.A. Bauer; Freiberg in Sachsen; Spezialfabrik für Alpacca- und Alpacca-Silber-Bestecke, Hotel- und Tafelgeräte.
Das Freiberger Besteck war begehrt und so wurde am 15. Juli 1918 wegen dringender Heereslieferungen ein Antrag zur Verlängerung der Arbeitszeit gestellt. Es wurde deshalb eine zweimalige Achtstundenschicht eingeführt.
Der Neubau
Im Jahre 1919/20 wurde ein Um- und Neubau des Betriebsgebäudes vorgenommen. Die Bauausführung erfolgte auf der Grundlage der Entwürfe des Döbelner Architekten Werner Retzlaff, der auch Schöpfer weiterer Industriebauten in Freiberg war, so 1921 von Gebäuden der Sächsischen Leinenindustrie am Roten Weg und 1922 der späteren Porzellanfabrik an der Himmelfahrtsgasse.
Neubau 1919/20
Das auffällige Industriegebäude in der Freiberger Bahnhofsvorstadt besitzt einen dominierenden Eckturm mit Kolossalpilastern. Weithin sichtbar ist der Aufbau des Turmes mit einer Galerie, Säulen, auf Eck gestellten Urnen, einer barock anmutenden Haube und einem darauf knienden Atlanten, der die Weltkugel trägt. Die Weltkugel verkörperte das Firmen- und Markenzeichen des Unternehmens. Den ursprünglich geplanten größeren Bau eines viergeschossigen Gebäudes mit zwei weiteren Ecktürmen wurde vom Stadtrat nicht genehmigt, denn es hätte das gesamte Gelände zwischen Annaberger Straße und Am Bahnhof eingeschlossen und widersprach dem Bebauungsplan des Gebietes. Ende der zwanziger Jahre besaß "Alekto" eigene Verkaufsstellen für ihr Besteck, neben der im Freiberger Firmengelände Am Bahnhof noch in Dresden, Leipzig und Berlin.
Integration ins Kombinat ABS
Nachdem der Betrieb 1959 halbstaatlich geworden war, trat mit Wirkung vom 1. Januar 1971 der VEB unimewa Aue als staatlicher Gesellschafter der Firma "Alekto-Bauer" bei. Daraus folgte in einem Beschluss vom 12. Mai 1972 die Übernahme (Zwangsenteignung) durch den Staat mit der Bildung des VEB Besteckfabrik "Alekto" Freiberg. Die privaten Gesellschafter hatten ihren Anteil auf den Staat zu übertragen. Mit der Überführung in Volkseigentum wurde der Betrieb in das Kombinat VEB Besteck- und Metallwaren Aue integriert. "Alekto" war ein DDR-typischer Betrieb, der Konsumgüter für die Bevölkerung günstig produzierte. Da Edelstahl knapp und teuer war, stellte man ab 1958 bis zur Einstellung der Produktion vor allem Aluminiumbestecke her. So genannte "Alu-Löffel" waren wohl jedem DDR-Bürger bekannt. Nach der Wende war das Alu-Besteck im neuen Deutschland nicht mehr gefragt. Es wurde aber auch Stahlbesteck hergestellt, doch üblicherweise kamen diese Artikel nicht in den Handel, sondern waren für den Export bestimmt, u.a. für westliche Versandhäuser.
Ende der Produktion und Neuanfang für das Gebäude
Nach der Wende erfolgte die Umbenennung in Metallwarenfabrik "Alekto" F. Arno Bauer KG, das Ende der Produktion konnte jedoch nicht verhindert werden. Im Februar 1990 liefen die letzten Kaffeelöffel vom Band. Rund 221 Mio. Einzelbesteckteile aus 3300 t Aluminium wurden allein in den letzten 33 Jahren der Produktion verarbeitet. Nachdem man zunächst die Arbeitszeit auf Null-Stunden heruntersetzte, wurde in der Folgezeit die Belegschaftszahl reduziert. Von den 73 Beschäftigten bis zur Wende wurden zunächst 50 entlassen, während bis Ende Oktober 1990 auch der restlichen Belegschaft gekündigt wurde. Bereits 1992 gab es Überlegungen, das leer stehende Industriegebäude einer neuen Nutzung als Hotel zuzuführen. Ausschlaggebend dafür war nicht zuletzt die verkehrstechnisch günstige Lage in der Nähe des Bahnhofes. 1993 begann der Umbau des inzwischen unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes zu einem Hotel, wobei es auch einen Neubau gab, der sich an dem vorhandenen Gebäude orientierte. Dort befindet sich u.a. ein "Boardinghaus". Am 13. August 1995 wurde das Hotel "Alekto" eröffnet und hat dem altehrwürdigen Haus am Bahnhof eine neue Nutzung gegeben.
Und nun gehen wir die versteckten Dosen suchen:
Am Startpunkt sucht Ihr nach den größten Buchstaben, die Ihr findet.
Von da aus geht Ihr nach N50°54.6xx E013°20.yy4.
xx = Summe der Buchstabenwerte 1.+2.+5.+6.+9.+12.
yy = Summe aller Buchstabenwerte geteilt durch 4
Achtung!!! Überarbeitet!
An Station 2 angekommen genießt die Aussicht, die erst unlängst geschaffen wurde.
Ihr findet ein Denkmal-> Schaut Euch mal genauer um. Ihr findet
abcd
efgh
Weiterhin gibt es hier ein paar große Steine. Zählt sie mal. Die kleinere Gruppe ist i, die Große j.
Jetzt noch ein wenig rechen:
Nord (b+c) (a+d) (e+f)
Ost (i+g) (j+e) (j-i)
Viel Spaß beim suchen und seid beim bergen am Finale sehr vorsichtig. Ängstliche Zeitgenossen nehmen lieber noch jemanden mit auf die Runde.