St. Sebastianustag im Jahre des Herrn 1443
Zur Vesper trug sich am heutigen Tage ein Raub auf der Florenzburg zu. Der Weber wurde seiner Börse beraubt, nachdem er sechs Ballen einfachen Tuches geliefert hatte. Der Dieb konnte im Gedränge auf dem Hof entkommen.
Die Wachen verfolgten ihn entlang der Ems bis zur Stadtmauer in der Nähe der Bleichen. Dort verlor sich in der Dunkelheit seine Spur. Die Suche blieb zunächst ohne Erfolg. Die auf ihren Posten stehenden Nachtwächter hatten den Flüchtenden nicht gesehen. Erst der Fünfte an der Mauer, schon fast am südlichen Tor, gab endlich den entscheidenden Hinweis zur Ergreifung des Übeltäters.
So konnten die Wachen kurze Zeit später den Dieb gefangen nehmen. Er wird in den nächsten Tagen seine gerechte Strafe erhalten.
Die Beute trug er bei seiner Verhaftung indes nicht mehr bei sich. In der Dunkelheit blieb die Suche vor Ort erfolglos. Der Weber wird bei Tageslicht die Stelle genauer inspizieren.
Bedenke es ist die Börse des Webers und nicht die Deine! So lasse ihm denn die wenigen Münzen, die der Schurke zurückgelassen hat!
Hier handelt es sich um ein Naturschutzgebiet, die offiziellen Wege müssen zu keiner Zeit verlassen werden.