longW: Nach mehr als 10 Jahren, 13 echten Funden bis jetzt, einige sind bestimmt schon in Stuttgart und arbeiten daran, ist es Zeit, Platz für etwas Neues zu schaffen.
Doch zuerst zur Challenge selbst: Leider wurde die nie so Recht verstanden. Eigentlich war sie als etwas wie eine Städtepartnerschaft gedacht. Die Stuttgarter können hier ihre Challenge erfüllen, und die Bonner könnten dasselbe in Stuttgart machen, gäbe es denn so einen Cache. Doch leider gab es ihn nie. Die Idee versandete. Es ging bis hin zu wütenden Notes, dass eine Challenge für 75 Funde nur in Stuttgart krank ist. Die Schwierigkeit war wohl eher, dass die Dose hier liegt und die Idee des Austausches gescheitert ist.
So gesehen ist jede Challenge krank. Der ganze Matrizenquatsch, alle Territorialerfüllungen, gerade arbeitet jemand an einen Checker, der alle außen anliegenden Kreise einschl. der ausländischen (Schon das ist krank, weil es so nicht geht.) von NRW erfassen soll, wahrscheinlich 1 Fund in jedem Kreis, vielleicht auch den kompletten doppelten Matrizensatz, ist auch egal, zählt dazu.
Jeder, der Challenges an sich kritisiert, weiß das. Diese verkrüppelte Art von Mystery, Dose an den veröffentlichten Koordinaten, erfordert sekundäres Cachen. Das hat mit den ursprünglichen Tradis nur noch am Rande zu tun, auch nicht mit Mysteries. Nicht zuletzt haben Gewaltcacher exorbiatnte Vorteile. Während dem einfachen Gelegenheitscacher die Orte für die Dosen ausgehen, beides als Finder und als Leger, kann der Gewaltcacher jede Challenge wie einen Tradi behandeln und läuft dann einfache Runden, nur um seinen Zähler weiter zu erhöhen.
Andererseits macht es gerade Spaß, eine längerfristige Aufgabe in Angriff zu nehmen.
Darum bin ich nicht unglücklich, dass es insgesamt bisher nur 13 Funde gab. Es gab auch 3 Favoritenpunkte, was einen Schnitt von annähernd 25 Prozent darstellt. Deswegen hätte ich die Dose nie zugemacht. An der Spitze der selten gefundenen Dosen in Bonn liegend war es keine Schande, dass Cacher mit Zehntausenden von Funden die Challenge nicht loggen konnten, und wahrscheinlich auch nicht wollten. Für einen an lokale Räume gebundenen Cacher ist das zu anstrengend. Keine Städtereise. München und Berlin wären auch nette Challenges gewesen. Wie langweilig ist es, alle Landkreise von NRW in NRW zu loggen, und nicht in Rosenheim oder Eckernförde. Dann gäbe es einen Grund, dahin zu fahren. Nur Malle ist die Ausnahme, weil schon jeder da war. Etwas Abwechslung muss sein, nicht nur das Alphabet in Matrizen und T-Wertungen.
Doch der eigentliche Grund, warum ich hier zumache, ist, dass der Weg einwächst. Das zeigt sich auch in den Logs. Die Beschwerden über die Botanik habe ich natürlich zur Kenntnis genommen. Nur, Dosenleger sind keine Landschaftsgärtner. Brennnesseln und Brombeeren dürfen wachsen. Wer das nicht akzeptieren kann, sollte sich ein anderes Hobby suchen.
Doch wenn der Weg, nicht nur die Dose, weg ist, 50m mannshohe Brennnesseln sind nicht nur unangenehm, es dauert auch lange, entstehen Irritationen. Früher war der Weg einfach mit dem Fahrrad machbar, abhüpfen, schnell den Hang hinab und hinter den Baum, und die Cachekontrolle war erledigt. Die Terrainwertiung mit 2.5 war den letzten Schritten im sandigen Hang hinab und tiefer in den Busch, wg. den Kinderspuren, geschuldet, mehr nicht.
Das ein Weg, der noch vor wenigen Jahren Teil vieler Heiderhofer Hunderunden war, auf dem die Spaziergänger plaudernd vor der Cachelokation standen (sog. Muggelalarm), in wenigen Jahren quasi komplett verschwindet, war nicht vorhersehbar. Irgendetwas musste geändert werden, und das geschieht jetzt. Deswegen archiviere ich die Dose.
Wer physikalisch geloggt hat, aber die Logbedingung bisher nicht erfüllt, kann natürlich, wie bei allen Challenges, nachloggen.
Vielen Dank an alle Finder.