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DIE SCHWEDENSAGE von Michelstetten Traditional Cache

This cache has been archived.

Qualiflyer: Leider wurde auf die letzte Reviewer-Note bislang nicht geantwortet. Daher archiviere ich das Listing, damit es nicht mehr auf den Suchlisten auftaucht bzw. neue Caches blockiert.

Keine Sorge, das Listing ist nicht endgültig verloren: falls du den Cache innerhalb der nächsten drei Monate reparieren oder ersetzen möchtest, schreibe mir bitte eine E-Mail (GC-Nummer nicht vergessen!), und sofern der Cache den aktuellen Guidelines entspricht, und die Location immer noch frei ist, hole ich ihn gerne wieder aus dem Archiv.

Qualiflyer ~ geocaching.com admin

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Hidden : 2/8/2013
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:

DIE SCHWEDENSAGE - kurze Wanderung in Michelstetten.
 
ACHTUNG: Der Cache ist nicht geeignet für kleine Kinder und Menschen mit schwachen Nerven

Jene Stelle, an der heute das hölzerne Kreuz auf dem Buschberg steht, wird von der Bevölkerung Schwedenschanze genannt. Man sieht dort noch die Überreste des Walles. Als die Schweden im Land waren, bauten sie ihre Lager am Buschberg auf, um von hier aus ihre Raubzüge in der Umgebung zu unternehmen. Sie wurden von der Bevölkerung sehr gefürchtet.

Im Nahe gelegenen Michelstetten lebte ein junges Mädchen namens Brigitta. An einem schönen Sommertag war sie besonders glücklich, den ihre lang erwartete Hochzeit sollte statt finden. Als sich die Bewohner von Michelstetten und viele andere geladene Gäste bei Sonnenuntergang in der Kirche versammelten, war die Stimmung sehr ausgelassen. Brigitta und der Bräutigam Johannes waren in der Ortschaft sehr beliebt, umso größer war die Freude dass sich zwei liebevolle Menschen gefunden hatten.

Gerade als das Paar die Ringe ausgetauscht hatte, wurde das Kirchentor von drei schwedischen Soldaten aufgerissen. In der Kirche wurde es sehr still. Plötzlich fingen die offensichtlich betrunkenen Soldaten an zu schreien und gingen auf die Gäste los. Sie stahlen den Frauen und Männern ihr Geld und den Schmuck. Keiner der Gäste hatte den Mut sich zu wehren, sie fürchteten die Schweden zu sehr. Die Soldaten arbeiteten sich von den hinteren zu den vorderen Reihen durch, und da entdeckten sie vorne das Brautpaar - und die eben getauschten Eheringe. Johannes versteckte seine junge Braut hinter sich, hatte aber gegen die Brutalität des Soldaten keine Möglichkeit und wurde ohne große Mühe kaltblütig niedergeschlagen. Er blieb schwer verletzt am Kirchenboden liegen. Einer der Soldaten griff nach Brigitta und versuchte ihr den Ring vom Finger zu ziehen. Der Ring blieb aber wie verzaubert auf dem Finger und ließ sich nicht bewegen. Brigitta verzog schmerzverzerrt ihr Gesicht, wimmerte und winselte gequält, aber der Soldat war unbarmherzig und zog weiter am Finger. Schließlich kamen auch die zwei anderen Soldaten zur Braut. Einer hielt Brigitta fest umschlossen, der andere zog ihren Arm über den Tisch mit den Heiligen Hostien, der Dritte zückte sein Schwert und schnitt mit einer schnellen Bewegung die Hand ab. Plötzlich wurde es in der Kirche sehr laut. Die Gäste hatten genug gesehen und wollten nicht mehr hilflos zusehen wie die junge Braut gefoltert wurde. Sie stürmten auf die Soldaten los, und diese zogen sich schließlich zurück - nahmen aber die Hand der Braut mit sich.

In jener Nacht zog über Michelstetten ein starkes Gewitter auf. Der Himmel wurde hell von Blitzen erleuchtet, der Erdball erzitterte vor den dröhnend lärmenden Donnerschlägen.

Am nächsten Morgen war von dem nächtlichen Unwetter nichts mehr zu sehen. Die Sonne erleuchtete die Wälder und die Vögel zwitscherten. Johannes - immer noch schwer gezeichnet von den Verletzungen der Soldaten - machte sich auf den Weg. Trotz seiner Schmerzen wollte er die Hand seiner Braut finden. Deswegen nahm er den selben Weg, den die Schweden nachts zuvor geflüchtet waren, über den Wald in Richtung Buschberg. Nach einem steilen Aufgang, nicht weit entfernt von der Ortschaft, an einer Lichtung, fand er neben einem Felsen einen leblosen Körper - es war einer der Soldaten die tags zuvor die Hochzeit gestürmt hatten. Am Hals waren auffällige Würgemale zu sehen. Johannes lief ein Schauder über den Rücken, aber trotz seines Entsetzens suchte er weiter nach der Hand. Er hatte keinen Erfolg, und als er noch einen zweiten Soldaten entdeckte, der ebenfalls Würgemale am Hals aufwies, bekam er so eine Heidenangst, dass er umkehrte und sich nach Michelstetten zurück begab. Dort angekommen erzählte Johannes den Bewohnern, was er gesehen hatte.

Erst eine ganze Woche später hatten sich einige mutige Männer zusammengefunden, die den Weg noch einmal abwanderten. Die toten Körper begruben sie vor Ort. Aber auch sie konnten den dritten Körper nicht finden. Was war mit dem dritten Soldaten passiert? War er etwa entkommen? Möglicherweise geflüchtet mit all den anderen Schweden?

Man weiß nicht, ob die Schweden angsterfüllt weitergezogen waren. Oder wurden sie in jener Unwetternacht von dem Mädchen aus Pürstendorf heimgesucht. Die Legende besagt, dass die Hl. Maria dieses Mädchen aufgefordert hatte, die Schweden von grausamen Taten abzuhalten. Die Leute erzählen sich, dass die Schweden das Mädchen nicht ernst nahmen, und sogar auslachten, aber in jener Nacht, als das Gewitter seinen Höhepunkt erreicht hatte, und einer der Soldaten sich auf das Mädchen stürzen wollte - in dem Moment fuhr ein heftiger Blitz auf den Krieger nieder und er fiel tot zu Boden. Erschrocken über dieses Zeichen des Himmels, sollen die Schweden so erschaudert sein, dass sie dem Mädchen lauschten und am nächsten Morgen weiter zogen - angeführt von einer hellen Gestalt in Form des Mädchens, vom Buschberg Richtung Oberleis.

Wie es wirklich war, und ob die Legende die Wahrheit sagt, das weiß niemand. Aber die Hand der jungen Brigitta wurde niemals gefunden. Johannes und Brigitta blieben zusammen und lebten viele glückliche Jahre miteinander in Michelstetten. Mehrmals hörten sie, dass Wanderer in der Gegend, die sich verlaufen hatten, durch eine seltsame Hand auf den richtigen Weg gebracht worden sind. Bis heute gilt, dass Menschen mit einer reinen Seele in Michelstättner Wäldern nichts zu befürchten haben, da die Hand den richtigen Weg weist.

Hast du auch nichts zu (be)fürchten?

Meine Empfehlung: Das Cachemobil am Besten in der Ortschaft in der Nähe von der Tankstelle parken oder am Parkplatz bei der Kirche N 48 35.045 E 016 25.540 lassen.



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Additional Hints (Decrypt)

Sryfrafcnyg

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)