Vorbergzone 19 – Kastanie - ein Relikt der Römer Traditional Cache
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Havarius
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Vorbergzone 19 – Kastanie - ein Relikt der Römer
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"Denke darüber nach, warum Du Leute an einen Ort führst, wenn Du einen Geocache versteckst. Wenn der Geocache der einzige Grund ist, finde einen besseren Ort" (aus den Groundspeak-Richtlinien).
Dieser Cache ist Teil eines „Geschichtlichen Rundganges über die ’Winkler Vorbergzone’ bei Bad Rotenfels“ - die ca. 30 Caches dieser Runde sind an Plätzen von ortsgeschichtlicher Bedeutung ausgelegt. Hier die entsprechende Beschreibung:
Die Kastanie - ein Relikt der Römer
Tatsächlich waren hier die Römer angesiedelt, was archäologische Befunde belegen. Die Literaturstelle in einem Heimatbuch von 1800 für den im Volksmund damals noch als "Klösterle" bekannten römischen Gutshof griff im ausgehenden 20. Jahrhundert eine Heimatforscherin auf. Daraufhin fanden Stichprobengrabungen statt, nach welchen typische Relikte einer "villa Rustica" aus der Zeit zw. 50 und 260 n. Chr. vorgefunden wurden. Aber was hat das nun mit den Kastanien hier zu tun?
Die Römer führten diese Frucht hier ein, seinerzeit ein Grundnahrungsmittel. Nicht nur die Früchte wurden verwendet, auch das Laub als Stall-Einstreu, die getrockneten Igel zum Anfeuern, und besonders wurde das Holz genutzt. Durch die Inhaltsstoffe des Kastanienholzes verrottet es im Boden nur schlecht. So fanden Kastanienäste und -stämme lange Verwendung als "Rebpfähle". Nach einer alten Karte wurden bis vor rund 200 Jahren die Raine und Böschungen der Vorbergzone noch als Weinberge bestellt. Im Umfeld der "villa Rustica" findest Du nicht nur einen hübschen Kastaniensaum vor, sondern auch einige mächtige freistehende "Keschtebäum'", von welchen der beim Cache wohl runde 400-500 Jahre alt sein dürfte. Ein weiterer dieses Alters musste erst vor einiger Zeit entfernt werden.
Die Kastaniensäume umfassten wahrscheinlich diesen römischen Gutshof. So ist vorstellbar, dass die noch vorhandenen mächtigen Kastanienbäume vielleicht in 4. oder 5. Generation denen der Römer abstammen, und unmittelbar bei den Standorten der früheren Guts-Umsäumung als Sämling aufgegangen sind.
Nahe am Cache befindet sich die uralte "Markscheid", die Gemarkungsgrenzue zwischen den heutigen Gaggenauer Stadtteilen Oberweier und Bad Rotenfels. An den Rainen und Waldsäumen bei Oberweier gedeiht die Kastanie besonders gut, was dem Dorf den Beinamen "Keschtedorf" vermachte. In einer alten Heimatschrift aus dem vorigen Jahrhundert lesen wir: "Schön ist es auch, hier im Herbst zu wandern, wenn die Keschte-Igel auf den Feldern verstreut sind und der Herbst das Laub goldgelb verfärbt..."
Hinweise:
Art des Cachebehälters und Anbringung: PE-Schraubdose, typisches Cacheversteck.
Anfahrt und Parken: Die Anliegerstraße zwischen Winkel und Oberweier ist für den Durchgangsverkehr gesperrt (häufige Polizeikontrollen, hoher Rad-, Wander- und Reiterverkehr). Es empfiehlt sich eine Cache-Runde zu Fuß über die Vorbergzone, welche im Frühjahr oder Herbst darüber hinaus noch durch die Landschaftsstimmungen belohnt wird. Um nur diesen Cache zu besuchen: kurzzeitiges Halten am Ortsende von Winkel oder Oberweier
Um den Bestand dieser geschichtlichen Cacherunde über die Vorbergzone erhalten zu können, wäre es schön, wenn von den umliegenden Grundstücksbesitzern keine Klagen kämen, und wenn wir Cacher hier beim Suchen auch nach dem CITO-Prinzip handeln könnten (Jeder darf was mitnehmen…).
Additional Hints
(Decrypt)
XNFGNAVR BQRE JNF (JNE QNF)?
Treasures
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