Earthcache Keuperlehrpfad Forstamt Backnang EarthCache
Earthcache Keuperlehrpfad Forstamt Backnang
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Ein Earthcache am Beginn des Keuperlehrpfad Aspach der die Besonderheiten zum Keuperbergland in Nordwürttemberg vermitteln soll.
Beim Wandern durch diesen wunderschönen Buchenwald ist uns dieses Schild am Bucheich aufgefallen:
Es ist der Beginn eines Lehrpfads, der den Besucher aufzeigen will, wie die Landschaft des Keuperstufenrandes von den Gesteinen geprägt wird und soll deren Bedeutung für den Land- und Waldbau und den Wasserhaushalt sowie die Nutzung der Landschaft erläutern.
Entlang des Lehrpfades sind hierzu zahlreiche Schautafeln aufgestellt worden. Der Lehrpfad, mit inzwischen 24 Stationen, wurde 1988 vom Staatlichen Fortsamt Backnang mit der Unterstützung der Gemeinde Aspach errichtet. Dort ist auch ein ausführlicher Exkurstionsführer erhältlich. Insgesamt beträgt die Weglänge ca. 9 Kilometer, diese ist in ca. 3 Stunden Gehzeit zu bewältigen.
Zwei grundlegende Merkmale bestimmen die Geologie Südwestdeuschlands:
1. Über dem kristallinen Grundgebirgssockel aus Granit und Gneis wurde während des Perm- (290 - 250 Mio. Jahre vor heute), Trias- (250 - 215 Mio. J.v.h.) und Jurazeit (215 - 145 Mio. J.v.h.) im hiesigen Raum ein über 1600 m mächtiges Sedimentpaket (Deckgebirge) abgelagert. Mit der Wende von Jura- zur Kreidezeit wurde Südwestdeutschland wieder Festland, die Sedimentation endete, die Abtragung setzte ein.
2. Die zunächst ebenen Schichten wurden um 1 - 3 Grad nach Südosten schräg gestellt, als Schwarzwald und Vogesen sich im Westen aufwölbten. Das fleißende Wasser folgte zunächst dem Schichtenverfall nach Südosten zur Donau. Die Fließrichtung wurde umgedreht, als vor 50 Mio. Jahren der Oberrheintalgraben einbrach. Wie in einem Bach ein Block härteren Gesteins zur Ausbildung einer Schwelle führt, so hat die Abtragung durch die zum Rhein fleißenden Gewässer aus der geneigten süddeutschen Scholle die härteren Gesteine als Kanten einer geologischen Treppe herauspräpariert.
Als "Schichtenstufen ziehen sie von Südwest nach Nordost (bspw. Keuperstufenrand, Albtrauf). Die weicheren Gesteine werden dagegen rascher abgetragen, Sie bedecken noch die Ebenen und bilden die Hangfüße. Die Backnanger Bucht und ihre Umrandung werden durch Gesteine des Keuper geprägt.
Das in unserem Raum knapp 300 m mächtige Schichtpacket des Keuper (der Name „Keuper“ leitet sich von der fränkischen Dialektbezeichnung Kiefer, Kieber oder Keiper, Keuper für bunte, bröckelige Tongesteine ab) besteht im Wechsel aus sandigen (härteren) und tonig-mergeligen (weicheren) Gesteinen.
Die Profilsäule der Tafel zeigt die geologische Gliederung des Keuper. Im Längsschnitt sind die in diesem Gebiet vorkommenden Schichtstufen dargestellt, im Querschnitt die wichtigsten lokalen Bodentypen, die im folgenden genauer aufgeführt sind:
Die Wechselfeuchte, einst nasse Mulden und Talsenken der Gipskeuperlandschaft mit Sapropel-Pelosol-Sumpfton bildeten das unterste Ende, über dem Parabraunerde (Fahlerde oder Lehmkerf) sowie Pararendisina-Perosol und reine Perosole folgen.
Den schließt sich eine Schicht mit Ranker-Braunerde und am Steilanstieg der Bunten Mergel (oft Rutschhänge) mit Parabraunerde aus tongründigem, sandigen Hangschutt an.
Danach folgte eine Ebene Schichtfläche des Kieselsandsteins der Perosol-Pseudogeley genannte vernässende Tone enthält.
Die folgende Schichtstufe und ebene Schichtfläche des unteren Stubensandsteins enthält Parabraunerde aus "Fleins". Im folgenden Hügelland des Mittleren Stubensandsteins sind Pseudogleye und pseudovergleyte podsolige Braunerden aus Sand und Ton, sog. Sandkerf zu finden.
Die Lokalen Schichstufen des Oberern Stubensandsteins mit Podsol aus Grobsand, der Anstieg des Knollenmergel (mit kleinwelligen Rutschängen) mit Parabraunerde aus Liashangschutt und die Liaskante aus Podsoligen Braunerden aus Anguslaten-Sandstein bilden den oberen Abschluss des Nordwürttembergischen Keuperlands.
Die verschiedenen Keupersedimente wurden am Ende der Triaszeit in einer flachen, allmählich absinkenden Beckenlandschaft abgelagert. Dieses Becken lag meist über dem Meeresspiegel. Zeitweise war es auch von größeren Seen bedeckt.
Die Sediemente, mit denen das Becken immer wieder angefüllt wurden, waren der Verwitterungsschutt der beiden umliegenden Hochländer.
Süddeutschland lag damals im Trockengürtel der Erde bei 20 Grad nördlicher Breite. Das Trocken-heiße Klima entsprach dem Nordafrikas heute.
Nun zu den Aufgaben:
1.) Welche zwei Hochländer lieferten die Sedimente aus Verwitterungsschutt, mit denen das Becken des Keuper am Ende der Triaszeit immer wieder angefüllt wurde?
2.) Welche Gesteinsschicht folgt ab ca. 100 Meter über dem Muschelkalk dem Gipskeuper?
3.) Welche Gesteinsart ist auf ca. 250 Meter zu finden?
Alle Antworten bitte über mein öffentliches Profil oder an die Mailadresse NiemehrWilliheim@gmail.com senden. In der Betreffzeile deinen GC-Namen eintragen, so dass deine Angeben klar zuordnet werden können.
Ihr könnt sofort loggen. Ich melde mich, wenn etwas nicht stimmt.
Und noch was: Bitte keine Bilder von der Infotafel mit lesbarem Text machen!!
Bilder von euch mit "neutralem" Hintergrund aber schon, wir sehen den Wald dort immer wieder gerne.
Viel Erfolg und eine schöne Zeit im Buchenwald.
PS: Vielen Dank an den zuständigen Förster des Reviers Reichenberg für die freundliche Genehmigung des Caches.
Additional Hints
(No hints available.)
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