Während des dreißigjährigen Krieges kam ein Trupp Schweden von Marienfeld aus hinunter zur Ems. Sie waren von der Mühle mit ihren Vorräten angelockt worden. Der Müller war unvorsichtig und stellte sich ihnen in den Weg. Das sollte er bereuen, denn die raue Bande richtete ihn übel zu; dann nahmen sie sich die Vorräte und holten sich auch das Vieh aus den Stallungen. Die Schweden schlugen ihr Lager in der Nähe auf und plünderten von dort aus die umliegenden Höfe aus. Viele Bauern flohen mit ihren Familien in die Wälder und sahen von weitem ihre Häuser in Flammen aufgehen. Denen, die ihren Besitz verteidigen wollten, erging es übler: sie wurden ins Lager geschleift und unter dem Gelächter der Landsknechte an den Kiefern aufgeknüpft.
Nach einiger Zeit brach in dem Lager eine Seuche aus, der die meisten Soldaten zum Opfer fielen. Erst Jahre später kam der ehemalige Besitzer zurück und verscharrte die Knochen der Menschen und Tiere in einer großen Grube. Dann baute er sich neben den Trümmern den neuen Hof Wasemann wieder auf, der dort bis 1972 stand.
Nach einigen Caches in Franken und Thüringen ist dies nun der erste in meiner neuen Heimat Ostwestfalen.