Eine Telefonzelle, fachlich auch als Telefonhäuschen (TelH) bezeichnet, ist ein kleines Häuschen mit einer Grundfläche von etwa einem Quadratmeter, an dessen innerer Rückwand ein Telefonapparat angebracht ist. Die Gebühren des Telefonats werden je nach Eingabeausrüstung mit Münzgeld, einer Telefon-, Kredit- oder Geldkarte bezahlt. Telefonzellen stehen in der Regel im öffentlichen Raum.
Ursprünglich bezeichnete der Begriff Fernsprechzelle konkret die in Gebäuden eingebaute Kabinen mit einem Telefon. Meist waren diese anfangs in den für die Telekommunikation zuständigen Postämtern vorhanden und mit einer Tür ausgestattet. Im Freien aufgestellte Kabinen wurden hingegen als Fernsprechhäuschen oder Fernsprechkioske bezeichnet. Mit der Zeit hat eine Begriffswandlung stattgefunden und heute wird allgemein sowohl für Indoor- (also in Gebäuden), wie auch freistehende offene Outdoor-Kabinen nur noch der Begriff Zelle verwendet.
Ein Clubtelefon ist ein halböffentliches Münztelefon.
Mit dem Aufkommen der Telefonie war es notwendig „öffentliche Fernsprecher“ in Form von Telefonzellen aufzustellen, um die begrenzte Leitungszahl für einen größeren Personenkreis zu erschließen. Die weltweit erste öffentliche Telefonzelle wurde am 28. Januar 1878 in New Haven (Connecticut, USA) aufgestellt. [1] Mit dem Ausbau des verbesserten Netzes von Privatanschlüssen und der seit den 1990er Jahren wachsenden Zahl an Mobiltelefonen ist die Bedeutung der Telefonzellen gesunken. Um die Einrichtungen leichter zu unterhalten sind sie meist nur noch mit Telefon- oder Geldkarten, kaum als Münzautomaten eingerichtet