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Guten Abend, Herr Zimmerman. Mystery Cache

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thisgirlistocotronic: Jetzt ist Ende. Sieben Jahre sind wohl genug. So ist es halt. Keine Ahnung.

Wen es interessiert: Es ging um Robert Allen Zimmerman a.k.a. Bob Dylan

Die zu findenden Lieder waren:
Blowin‘ in the wind
Subterranean Homesick-Blues
Like a rolling stone
Hurricane
The times they are a-changin‘
Mosambique
Sara
She belongs to me
Joey
Knockin‘ on heaven‘s door
Tombstone-Blues
Boots of Spanish leather
Forever young
Romance in Durango

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Hidden : 3/12/2013
Difficulty:
4.5 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


Guten Abend, Herr Zimmerman.

    Herr Zimmerman schritt durch die Straßen. Nun, da der Tag sich seinem Ende neigte, war die schwüle, drückende Hitze zwischen den hohen Häuserfronten einer angenehmen Wärme gewichen, mit welcher sich ein Spaziergang vereinbaren ließ. Es war stickig, es gab kaum Luftbewegung in den Straßen. Nur an den Kreuzungen der schachbrettartig angeordneten Innenstadt kam es zu Strömungen, die Plastiktüten und alte Zeitungen, wehend im Wind, herumtanzen ließen.
    Er ging eine Seitenstraße entlang, seine Ohren vernahmen lauter werdende Musik. Straßenmusiker! Auch das noch.. Er mochte Straßenmusiker nicht besonders, empfand sie als aufdringlich und ihn der Entscheidung beraubend, sich ihrer meist so schlechten Musik auszusetzen. So war auch dieses Stück in seiner Schlechtigkeit wieder einmal unübertrefflich, bereitete ihm Ohrenschmerzen, klang wie ein unterirdischer Heimweh-Blues, an den schönsten und doch vergessenen Ort der Kindheit erinnernd. Er ging schneller. Schneller, schneller.. Wollte den Musiker hinter sich lassen. Seine Schritte nahmen immer mehr an Geschwindigkeit zu, wie ein rollender Stein, der einen Abhang hinunterstolpernd gen Boden strebt.
    Er rannte, bog in die nächste Straße ein, blieb stehen. Sah sich um, atmete schwer. Er stand vor dem Schaufenster eines kleinen Elektrogeschäfts, blickte durch es hindurch auf die laufenden Fernsehgeräte. Es wurden Nachrichten übertragen. Die Bilder zeigten ängstliche Menschen in einer von einem Wirbelsturm zerfetzten Gegend. Gelangweilt wandte er den Blick ab. So etwas interessierte ihn nicht, hatte er doch schließlich selbst genug Probleme. Ob er zu gleichgültig war? Er zweifelte. Sicher, früher hatte auch er sich um das Leid und Elend in der Welt gesorgt. Aber die Zeiten, sie ändern sich. Dennoch drehte er sich nochmal zum Schaufenster zurück. Zwei Afrikaner vor der Presse; die Einblendung verriet, dass irgendein Offizieller Tansanias auf Staatsbesuch in Mosambik war. Nun hatte er endgültig die Lust verloren und setzte seinen Gang fort.
    Wie ein Kind balancierte er auf den Kantsteinen bis zur nächsten Straßenkreuzung und blieb stehen. Nun musste er doch wieder daran denken.. Dabei wollte er doch gerade den Kopf frei kriegen, einfach unbekümmert durch die Stadt spazieren. Diese Probleme, immer und immer wieder all seine Gedanken in Beschlag nehmend. Diese Probleme, die auf Außenstehende lächerlich und kindisch und egozentrisch wirken müssen. Denn eigentlich war es seit Jahren immer dasselbe. Sie. Nur sie. Alles hatte mit ihr zu tun. Und er war selbst schuld an seinen Problemen.
    Er entschied sich, in die Straße nach rechts einzubiegen und erhöhte sein Schritttempo, bis er wie ein eilender Geschäftsmann den Gehweg entlang lief. Nur sie. Und jetzt wollte Sara auch noch heiraten. Und dann auch noch Colin. Colin! Er verstand es nicht, wollte auch nicht verstehen. Er spürte, wie seine Wut auf direktem Wege in seine Beine strömte und seine Schritte kraftvoller und schneller werden ließ. Sie gehört zu mir, dachte er. Nicht zu Colin. Wenigstens war er nicht gefragt worden, ob er Trauzeuge sein würde. Selbst Jonathan hatten sie nicht gefragt. Nein, das wird Joey machen, und der wird sicherlich anständig und dümmlich grinsend neben dem Brautpaar stehen, so adäquat, wie man sich einen Trauzeugen nur vorstellen könne.
    Lautes Hupen, quietschende Reifen, ein schriller Schrei hinter ihm, etwas großes Blaues streifte ihn unsanft. Erschrocken blieb er stehen, schaute hoch, begriff erst jetzt, dass er bereits an der vielbefahrenen Straße durchs Viertel angekommen war, und auch schon mit einem Bein auf der Fahrbahn stand. Er schwitzte, spürte sein Herz das Blut durch die Adern pressen und seine Schläfen pochen. Für einen kurzen Moment sah er sich, klopfend an die Himmelstür, sah seine Beerdingung, sah Trauergäste und seine Eltern, die einen beliebigen Straßenmusiker engagiert hatten, der einen beliebigen Grabstein-Blues zum Besten gab. Der letzte Gedanke erschauderte ihn am meisten.
    Er wich zurück, genoss wie der leichte Luftzug an dieser Straße ihn, seine schweißnasse Stirn kühlend, beruhigte. Den Blick gen Boden gerichtet entfernte er sich zügig, aber diesmal bedacht. Zielstrebig bog er um die nächste Straßenecke, um den an ihm haftenden Blicken zu entfliehen, blieb stehen. Langsam sank er nach hinten, bis er mit dem Rücken an die Hauswand gelehnt Halt fand. Er sollte weniger an sie denken. Jetzt brachte ihn das schon in Lebensgefahr.
    Sein Blick wanderte an der Wand auf der gegenüberliegenden Straßenseite empor, entdeckte eine riesige Werbetafel, fixierte diese. Es wurde Kleidung beworben; hohe Sandalen und Kleider aus Leinen für Frauen, Stiefel aus spanischem Leder, echte Jeans und Leinenhemden für Männer. Er sah sich das Plakat noch ein wenig an. Es war immer das gleiche.. Gutaussehende Menschen mit fröhlichen Gesichtern, die dem Betrachter suggerierten, durch das beworbene Produkt für immer jung bleiben zu können. Desinteressiert drehte er seinen Kopf nach links und bemerkte, dass auf der gesamten Wand des Häuserblocks eine gerade Reihe von Werbetafeln verlief, die akkurat nebeneinander angebracht waren. Etwa in der Mitte stach aufgrund von Neonfarben die Werbung eines Plattenlabels hervor, daneben hing die einer Reiseagentur. In gemäßigter Geschwindigkeit begab er sich zur Mitte der Straße und schaute sich die große Reklametafel an, die ihm ein Abenteuer in Acapulco oder eine Romanze in Durango anbot. Er schmunzelte, obwohl er diese wenig subtile Art von Werbung nicht mochte. Was sollte das überhaupt? Für eine Romanze musste man seine Liebschaft schon selbst mitbringen.
    Er hätte sie mitgenommen. Hätte er sie nur rechtzeitig mal gefragt.. Er seufzte und merkte, dass er die Lust zum Spazierengehen verloren hatte.



Dem/Der aufmerksamen Leser/in ist bereits aufgefallen, dass es hier etwas zu zählen gilt.
Diese Anzahl ist A.
Außerdem werden noch die Buchstabenanzahlen von einigen dieser gesuchten Objekte für die Koordinatenrechnung benötigt, und zwar:
B - Buchstabenanzahl des 3. Objekts
C - Buchstabenanzahl des 11. Objekts
D - Buchstabenanzahl des 7. Objekts
E - Buchstabenanzahl des 4. Objekts
F - Buchstabenanzahl des 8. Objekts

Nun führt ihr diese kleine Rechnung durch:
QRST = E * ( E + A ) * ( C - D ) + D * F * 7 - 15
VWXY = ( A + F ) * B * ( B - C ) + 98


Damit ergeben sich dann die folgenden Koordinaten:
N 53° 3Q.RST E 9° 5V.WXY

Wer sich jetzt nicht sicher sein sollte, was genau ein Buchstabe ist:
All das, was in der ASCII-Tabelle die Werte 0x41-0x5A bzw. die Werte 0x61-0x7A hat.
(:


Ihr könnt eure Lösung überprüfen, um sicherzugehen.

Bitte spoilert nicht in euren Logs! Ich werde das in Zukunft sofort löschen, weil ich da keine Lust mehr drauf habe. Ich habe extra im Geocheck vermerkt, was ich damit meine, aber alle, die die Koordinaten schnorren, lesen das leider nicht und schreiben teilweise Dinge in ihre Logs, die mir echt die Haare zu Berge stehen lassen. Sowas muss man als Schreibende/r doch auch merken! Echt Mal! /:

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