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1. Einige historische Hinweise über Ascona
Die ältesten archäologischen Funde in Ascona gehen auf die beginnende Spätbronzezeit zurück. Bei der Erweiterung des Friedhofs wurde 1952 die 21 Brandgräber umfassende Nekropole von S. Materno erforscht. Die Urnen, entweder direkt oder durch eine Steinplattenkiste geschützt in der Erde begraben, enthielten kremierte Knochen und in einigen Fällen bronzene Grabbeigaben. Von besonderem Interesse sind die Bronzefibeln, die zu den ältesten zählen, die bisher auf dem Gebiet der Schweiz gefunden worden sind.
Aus der römischen Kaiserzeit stammen eine Nekropole mit 38 Gräbern (fast ausschließlich Körper-bestattungen), die am Fuss des Kastells S. Materno gefunden wurden und deren Ausstattung auf den Zeitraum Mitte 1.-2. Jh. n.Chr. hinweist, sowie wahrscheinliche Reste eines Gutshofs. 1979-80 kamen bei einer Ausgrabung bei der Kirche S. Sebastiano 60 Gräber aus dem Frühmittelalter zum Vorschein
1580 stiftete Bartolomeo Papio aus Ascona, der in Rom zu Reichtum gekommen war, der Gemeinde 25'000 Scudi für den Bau eines Seminars, verbunden mit der Auflage, das Werk innert drei Jahren zu vollenden. Nach Verhandlungen mit Karl Borromäus, dem Erzbischof von Mailand und Beauftragten von Papst Gregor XIII., wurde beschlossen, die ursprünglich dafür vorgesehene Casa Papio zu verkaufen und das "Collegio Papio" genannte Kollegium neben der Marienkirche zu errichten (1585-92).
Weltweite Bekanntheit erlangte Ascona durch die 1900 von Ida Hofmann und Henri Oedenkoven gegründete Vegetarier- und Freikörperkolonie auf dem Monte Verità (siehe auch GC1K0BD). In den 1920er Jahren entwickelte sich Ascona zu einem beliebten Aufenthaltsort von Künstlern, Intellektuellen und Antifaschisten und über die folgenden Jahrzehnte hinweg, wie andere Orte am Ufer des Langensees, zu einem Tourismusort.
Bis Anfang des 20. Jh. basierte die Wirtschaft Asconas hauptsächlich auf Ackerbau, Viehzucht und Fischerei. Von besonderer Bedeutung war die Auswanderung insbesondere von Bauleuten, Architekten und Dekorateuren nach Rom und in die Toskana. Die berühmtesten Künstlerfamilien aus Ascona sind die Serodine, die Abbondio, die Pancaldi und die Pisoni. Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten boten die einheimische Leinwandproduktion sowie einige Mühlen. In der 2. Hälfte des 19. Jh. siedelte sich eine Dynamitfabrik an, die aber nach wiederholten Explosionen schon 1874 geschlossen wurde.
Im 20. Jh. flossen in Ascona die Einkünfte immer ausgeprägter aus dem Hotel- und Ferienwohnungs-Tourismus. Seit 1970 hat die Zahl der Zweitwohnungen stark zugenommen, und Ende des 20. Jh. beherbergte Ascona in der Sommersaison ca. 20'000-25'000 Feriengäste.
2. Zum Cache
Der Cache ist auf schönen Wanderwegen erreichbar, in 10 Minuten vom angegebenen Parkplatz auf dem Monte Verità, in ca. 30 Minuten, wenn man in Ascona oder Arcegno loszieht.
3. Zusätzliche Informationen.
Wir wünschen einen schönen Spaziergang und viel Glück beim Suchen des Caches!
FTF, 20.03.2013, Danymey
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