Zu Fuß oder mit dem MTB um die Wiehltalsperre
Jeder Cache aus der Reihe der "Versunkenen Dörfer" eignet sich als Startpunkt für eine Runde um die Wiehltalsperre.
Der GPS-Track für die Runde kann hier heruntergeladen werden.
Cachecontainer: Petling
Bitte Stift mitbringen
Als Mitte der 60er Jahre vom Aggerverband der Beschluss zum Bau der Wiehltalsperre gefaßt und ab 1966 mit dem Aufkauf des erforderlichen Geländes begonnen wurde, hatte das für viele Familien und Ortschaften weitreichende Bedeutung. Von Ufersmühle bis kurz vor Jägerhaus sollte die Wiehl gestaut werden; dazu mußten 700 Hektar Land erworben werden, darunter natürlich ein Großteil, der nicht zum eigentlichen Staubereich, sondern als Uferzone oder Wasserschutzbereich benötigt wurde.
Doch was sich für uns alle als großer Nutzen darstellt, bedeutete für die Bewohner des Talsperrengebietes Aufgabe ihres alten Lebensraumes. Die Stätte ihrer Jugend und schöner Erinnerungen mußte hergegeben werden, alte Nachbarschaftsbande mußten gelöst werden. Das sollte nicht vergessen sein.

Haus Ufer: rechts das Wohnhaus, links ein Ökonomiegebäude.
1968/1969 wurden die Gebäude abgebrochen, da ganz in der Nähe der Damm der Wiehltalsperre aufgeschüttet wurde. Die Gebäude stammen aus der Zeit vor der Jahrhundertwende. 1989 hatte der Gastwirt Osw. Ufer damit begonnen, die nahen Grauwackebänke auszubeuten. Sie ergaben nicht nur ein ausgezeichetes Straßenbaumaterial (Pflastersteine, Kleinschlag), sondern auch beste Bruchsteine. 1911 erhielt Ufer einen Haltepunkt im Zuge der neuen Eisenbahnlinie.
Beim Bau des Talsperrendammes bedeutete der alte Steinbruch dür die Dammbauer sowohl Gewinn als auch Erschwernis. Durch den jahrelangen Sprengbetrieb war der Bereich stark aufgelockert, somit wasserdurchlässig und nicht ausreichend belastbar. Andererseits aber war hier gleich ausreichend Baumaterial vorhanden. Das gab letztendlich den Ausschlag für Standort und Bauweise: Steinschüttdamm mit Innenkerndichtung.
[Quelle: Die Dörfer im alten Kirchspiel Eckenhagen, 1978]