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Tatort Hunteburg Traditional Cache

Hidden : 3/24/2013
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:

Mit diesem Nano-Cache begebt ihr euch auf die Spurensuche eines Mordfalles aus dem Jahre 1966. Er führt Euch zu einem Gedenkstein - zum Tatort des Geschehens. Ihr benötigt jetzt eine Pinzette um an das Logbuch zu kommen. Bitte keine Gewalt anwenden.


Am 24. Februar 1966 tötet der flüchtige Rechtsbrecher Bruno Fabeyer den 46-jährigen Polizeiobermeister Heinrich Brüggemann aus Hunteburg mit drei Schüssen aus seiner langläufigen 6,35-mm-Pistole..

Die Nacht ist zum Tag geworden in Hunteburg-Meyerhöfen. Es ist der 24. Februar 1966. Grell erleuchten die Scheinwerfer der Polizeifahrzeuge und jede Menge Handleuchten die Wiese des Bauern Bosse. Hier ist gegen 19 Uhr etwas Unfassbares geschehen: Der flüchtige Verbrecher Bruno Fabeyer hat den 46-jährigen Polizeiobermeister Heinrich Brüggemann aus Hunteburg mit drei Schüssen aus seiner langläufigen 6,35-mm-Pistole getötet.

Mit einem Feuerwehrfahrzeug wollen die Helfer den in sich zusammengesackten und lebensgefährlich verletzten Beamten in das Ostercappelner Krankenhaus fahren. Doch kaum hat der Wagen mit Blaulicht und Martinshorn den Ort Bohmte hinter sich gelassen, verstirbt der Ordnungshüter. „Grüßt mir meine Frau und die Kinder. Und sagt ihnen, sie sollen nicht traurig sein.“ Dies sind die letzten Worte Heinrich Brüggemanns.




„In meinem Lokal sitzt der Fabeyer – und isst ein Kotelett...“
Die Vorgeschichte des schweren Verbrechens im Kreis Wittlage an diesem Donnerstagabend beginnt an einem Tag im August 1965. Bruno Fabeyer flieht aus dem Zuchthaus, taucht im Teutoburger Wald ab, eine Einbruchserie beginnt. Dabei macht Fabeyer bereits am 29. Dezember 1965 von seiner Schusswaffe Gebrauch, schießt den Postbeamten Alois Broxtermann nieder. Ganz Deutschland sucht den Täter.

In der Gaststätte Heemann in Meyerhöfen sitzt an jenem 24. Februar 1966 ein Mann an der Theke, trinkt Bier und isst ein Kotelett. Er schien „guter Dinge“ gewesen zu sein, wird Frau Heemann den Ermittlern wenig später in die Notizblöcke diktieren. Eine Wendung bekommt die Situation, als der Bundesbahnbeamte Herbert Schubert den Raum betritt. Dem vertraut die Wirtin nämlich an, was sie zu erkennen glaubt: „In meinem Lokal sitzt der Fabeyer – und isst ein Kotelett...“

Die Tragödie nimmt ihren Lauf
Schubert geht an die Theke, mustert den Verdächtigen, bittet einen Gast, der sich ebenfalls im Raum befindet, mit ihm vor die Tür des Gasthauses zu gehen. Schubert und der Gast beratschlagen sich, ehe der Bahnbeamte Schubert schleunigst Polizeiobermeister Brüggemann aufsucht. Als Schubert und Brüggemann im Pkw des Bahnbeamten zum Gasthaus zurückkommen, hat Bruno Fabeyer bereits die Flucht ergriffen, ein Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr ist dem Verbrecher aber bereits auf den Fersen.

Am Blaulicht erkennen Herbert Schubert und Heinrich Brüggemann, wo sie hin müssen. Rasch haben die beiden Männer Fabeyer erreicht – der versucht, davonzuradeln. Das Auto überholt den Flüchtigen. Polizeiobermeister Brüggemann dreht die Fensterscheibe herunter: „Anhalten! Polizei!“

Bruno Fabeyer wirft daraufhin sein Rad auf die Erde, hetzt über die Weide des Bauern Bosse und versucht in der Dunkelheit zu verschwinden. Heinrich Brüggemann verlässt das Auto und nimmt die Verfolgung zu Fuß auf, während Herbert Schubert im Schritttempo auf einem Weg neben der Weide die Fahrt fortsetzt. Die Schüsse hört Schubert nicht, das Wagengeräusch ist lauter. Deutlich sieht der Postbeamte aber, wie Brüggemann zusammensackt.

Bruno Fabeyer verschwindet im Dunkeln. Zurück am Tatort bleiben das Fahrrad und der Mantel des Mörders. Die Großfahndung läuft an. In den folgenden Tagen wird Fabeyer gleich mehrfach gesehen, entwischt den Ermittlern aber immer wieder im letzten Moment.

Quelle: Lingener Tagespost  (Information von Heinrich O.)



Das Ende der Flucht
Die Suche nach dem Polizistenmörder von Hunteburg scheint unterdessen vergebens. Doch – auf den Tag genau – ein Jahr nach den Todesschüssen auf Heinrich Brüggemann hat die Polizei Erfolg: Am 24. Februar 1967 gelingt die Festnahme Fabeyers in einem Kaufhaus in Kassel. Eine Kassenfrau erkennt den Gesuchten, zwei Schutzmänner fassen ihn, als er sich auf der Kaufhaustoilette die Hände wäscht.

Der zu seiner Zeit meistgesuchte Mann Deutschlands stirbt am 8. Februar 1999 in einem Altenheim in Bad Orb (Spessart).

Quelle: Lingener Tagespost  (Information von Heinrich O.)



Bruno Fabeyer - er wurde zu einer Legende, einem Stück Polizeigeschichte. Wie es sich gehört, haben auch prominente Kriminelle eine Delle in ihrer Sozialisation. Bruno Fabeyer, Baujahr 1926, wuchs in einer Rabensippe auf. Der Vater nahm sich im Knast den Strick, der Bruder wurde wegen Fahnenflucht hingerichtet, die Mutter war nicht die Hellste. Klein Bruno kam auf die schiefe Bahn. Das Zuchthaus wurde seine Wohnanschrift. Im August 1965 floh er, tauchte im Teutoburger Wald ab.

Drei Monate später begann in Osnabrück eine magische Einbruchserie. Die Masche roch nach Fabeyer: Der Täter steigt nachts in Schlafzimmer, wobei er sich um die Schlummernden nicht groß kümmert. Am 29. Dezember 1965 wurde dabei der Postbeamte Alois Broxtermann niedergeschossen. Die Jagd auf Fabeyer begann. Mit einer groß angelegten Medienfahndung suchte ganz Deutschland den Mörder.

Täglich gingen Hunderte von Hinweisen bei der Kripo ein. Die wandte erstmals eine sogenannte Partisanentaktik an. Waldemar Burghard (76), damals Leiter der "SOKO Fabeyer", erinnert sich: "Wir hatten mehrere Hundertschaften im Gelände als Posten aufgestellt und hofften, dass Fabeyer dort auflaufen würde." In den Wäldern rund um Osnabrück wurden Lager mit Lebensmitteln, Diebesgut und der Tatwaffe im Fall Broxtermann gefunden. Der rätselhaften Einbruchserie tat das keinen Abbruch.

Fabeyer wurde schließlich in einer Wirtschaft in Hunteburg aufgespürt. Auf der Flucht erschoss er den ihm folgenden Polizeiobermeister Brüggemann. Der Mörder verlegte sein Operationsfeld nach Bielefeld, nach Bayern und schließlich nach Österreich. Erst im August 1966 tauchte er wieder in Weißkirchen, Kreis Offenbach, auf.

Der Fahndungsfall Fabeyer endete am 24. Februar 1967 in einem Kasseler Kaufhaus. Eine Kassenfrau erkannte ihn, rief die Polizei. Fabeyer war auf der Toilette, wusch sich gerade die Hände, als zwei Schutzmänner ihn schnappten. Ein Funkspruch der Polizei machte später Furore: "Wir hätten ihn auch mit einem nassen Handtuch fangen können." Die Revolverblätter der Republik jubelten.


Quelle: Hamburger Morgenpost


Zusätzliche Berichte:
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46266048.html
http://www.zeit.de/1967/44/die-endlose-jagd-auf-bruno-fabeyer

Additional Hints (Decrypt)

nz Trqraxfgrva

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)