1998 wurde im Zuge der Erweiterung des Parkplatzes des Einkaufszentrums „Hauptplatzpassage“ in Neunkirchen NÖ der Rest eines profanen hochmittelalterlichen Steinbaues, eines so genannten „Festen Hauses“ entdeckt. Es handelt sich dabei um eine über 16 m lange und ca. 4 m hohe Mauer, welche von dem wahrscheinlich um das Jahr 1200 errichteten Bauwerk, die Zeit überlebt hat. In dem ca. 90 cm dicken erhaltenen Quadermauerwerk finden sich 5 Schartenfenster und eine mit Mauerwerk verschlossene Pforte. Im Spätmittelalter oder in der frühen Neuzeit (14. – 16. Jhdt) war der Bau schon demoliert. Der davon noch erhaltene Mauerrest wurde in die 1545 erstmal erwähnte Marktmauer einbezogen. Die Mauer des Festen Hauses hebt sich durch deren besonderen Aufbau deutlich sichtbar von der links und rechts anschließenden übrigen Marktmauer ab. Für diese Mauerteile dürften aber auch noch Steine des zerstörten festen Hauses verwendet worden sein. Die Mauer grenzt heute direkt an die nordöstliche Seite des inneren Parkplatzes, welcher mit Cachemobil von der Gerichtsgasse kommend direkt erreichbar ist. Zu Fuß kann man die Mauer auch vom Hauptplatz durch die Einkaufspassage oder von der Wienerstraße durch die kleine Birngasse erreichen.
In Österreich gibt es wohl eine Reihe von „Festen Häusern“ aus romanischer Zeit, doch sind diese im Laufe der Jahrhunderte umgebaut, verbaut oder sonst verändert worden. Eine derart unverändert erhalten gebliebene Mauer, wie dies hier der Fall ist, ist sehr selten.
Dieses fachgerecht sanierte Bauwerk gehört heute zu den großen Sehenswürdigkeiten der Stadt Neunkirchen.
Quelle: Das „Feste Haus“ von Wolfgang Haider-Berky, Band 5 der Schriften des „Berkyseums“
Zu Geschäftszeiten sehr hohes Muggelaufkommen!
Der Cache:
Der Cache befindet sich nicht mehr in der historischen Mauer. Er ist nun von beiden Seiten des Zaunes zugänglich.
Inhalt Logbuch – Bitte Stift mitbringen