Allgemeines über Binnendünen
Binnendünen sind Dünen, die nicht an einem Meer, sondern irgendwo im Binnenland liegen können. Während des Abtauen des Gletschers nach der Eiszeit, gab es keinen Baumbewuchs und kaum Vegetation. Die Flächen lagen dem Wind ungeschützt vor und der Sand konnte oft kilometerweit zusammengeweht werden. Die Dünen mussten nicht zwangläufig an einer Stelle bestehen bleiben, sondern konnten auch wandern. Dieses Wandern kam nach der Eiszeit allerdings im Zuge des Bewuchses zum Erliegen.
Binnendünen im Mittelalter und der Neuzeit
Zum Ende der Völkerwanderungszeit, etwa ab dem 5. Jahrhundert, in Europa kam es im Mittelalter zu teilweise massivem Holzabbau. Dadurch lagen die Dünen wieder frei und der Wind hatte Zugriff auf die offenenen Flächen. Dies stellte sich bald als Problem heraus, da durch die Wanderdünen ganze Siedlungen bedroht waren. Deshalb wurde begonnen die Dünen gezielt zu bepflanzen, um solche Verwehungen zu vermeiden. Allerdings bestand das Problem der Sandverwehungen bis in die Neuzeit hinein, da durch intensive Beweidung der Flächen die Vegetation stark beansprucht wurde.
Quelle: Text angelehnt an http://de.wikipedia.org/wiki/Binnendüne
Dünentypen
Man kann drei Dünentypen unterscheiden. Zum einen die Wall- oder Querdüne, die quer zur Windrichtung ausgerichtet ist. Weiter gibt es die Bogendüne, die teilweise parallel, teilweise quer zur Windrichtung ausgerichtet ist. Der dritte Dünentyp ist parallel zur Windrichtung gerichtet. An diese Düne kann noch eine kleinere Düne vom Typ 1 folgen.

Quelle des Bildes: Dr. Matthias Alisch, Dipl.-Geogr., Geologie Binnenduenen.pdf
Die Bardowicker Binnendüne
Die Bardowicker Binnendüne ist eine sehr alte Binnendüne. Durch Bohrungen im Boden konnte festgestellt werden, dass die Bodenschicht etwa 25 cm dick ist. Damit ist sie ziemlich genauso dick, wie die Bodenschicht in der dünenfreien Umgebung. Das bedeutet, dass die Düne mindestens 10.000 Jahre alt ist und in der letzten Eiszeit entstanden sein muss. Es ist nicht auszuschließen, dass die Düne sogar schon in der Hochzeit der Eiszeit (Hochglazial) vor etwa 30.000 Jahren entstanden sein kann. Ein Indiz dafür ist, dass die Region hier in einer Altmoränenlandschaft liegt und die Düne somit noch in der Eiszeit entstanden sein muss. Andere Binnendünen auf der anderen Seite der Elbe sind jünger, da sie in einer Jungmoränenlandschaft liegen. Eine Besonderheit stellt die Bardowicker Binnendüne insofern dar, als dass die Düne nach der Eiszeit kontinuierlich bewachsen sein muss, da es keine Hinweise auf eine erneute Aktivierung der Düne nach der Eiszeit gibt. Während in der Umgebung von Lüneburg viele Wälder für die Saline angeholzt wurden (→ Entstehung der Lüneburger Heide), gab es hier noch ausreichend Vegetation, um die Düne vor Sandverwehungen zu schützen.
Vor Ort findet man einige Dünen vor. Außerdem befindet sich an den Koordinaten eine Infotafel mit weiterern Informationen. Zu den angebenen Wegpunkten gelangt man am Besten, wenn man den kleinen Trampelpfad rechts am Zaun vorbei benutzt.
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Welche Windstärke wird benötigt, damit durchschnittlicher Sand zu verwehen beginnt?
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Was ist der wesentliche Unterschied zwischen einer eiszeitlichen und einer neuzeitlichen Düne? Was sind die Fachbegriffe für die beiden Zeiten?
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Zu welcher Zeit lässt sich die Bardowicker Düne zuordnen?
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Welcher Dünenart ist die Düne hier zuzuordnen? Vom WP „Binnendüne1“ kann man dies gut erkennen.
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In welche Himmelsrichtung ist die Düne ungefähr ausgerichtet?
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Wie hoch ist die Düne an WP „Höhe1“? Als Referenz kann man WP „Höhe2“ nehmen. Gefragt ist hier die Höhe der Düne und nicht die Höhe über NN an WP "Höhe1"!
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