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Spuren im Riesseekalk

A cache by Thoto Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 06/01/2019
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size: other (other)

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Geocache Description:


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Der Geopark Ries ist Zeuge eines einschlagenden Ereignisses: Vor 14,5 Millionen Jahren traf hier ein Asteroid auf die Erde und schlug einen gewaltigen Krater. In diesem abflusslosen Kraterbecken bildete sich anschließend schrittweise durch die sinnflutartigen Regenfälle ein nährstoffreicher Salzsee, in dem sich Tone absetzen. Der zentrale Bereich des Kraters wurde dadurch rasch überflutet. An den Randbereichen des inneren Kraterrings jedoch konnten Cyanobakterien in der lichtdurchfluteten Wassertiefe auf den Felsen siedeln. Zwischen den Felsen bildeten Cyanobakterien mikrobielle Matten – sogenannte Stromatolithen, worin auch Schnecken siedelten.
Die heutigen Fossilfunde zeugen von einem artenarmen, aber Individuen-reichen Leben im Ries-See. Die Schalen kleiner Wasserschnecken und Ostrakoden (kleinen Muschelkrebse) treten stellenweise sehr häufig auf. Tonig bis sandige Sedimente lagerten sich im zentralen Krater ab; kalkig-dolomitische Grünalgenriffe bildeten sich im Randbereichen des Kraters.

Was genau sind nun Stromatolithen?

Als Stromatolith bezeichnet man feinlaminierte Strukturen in Sedimentgesteinen, die durch sedimentfangende und sedimentbindene Prozesse und Kalkfällung infolge mikrobieller Lebensaktivitäten von Cyanobakterien (früher auch als „Blaualgen“ oder „Blaugrünalgen“ bezeichnet) verursacht werden. Die Feinschichtung der Stromatolithen entsteht in Tag-Nacht-Rhythmen, wobei sich tagsüber infolge photosynthetischer Aktivität mikrobielle Matten bilden, die während der Nacht überwiegend von Sedimentpartikeln überzogen werden. Am darauf folgenden Tag werden sie erneut durchwachsen, usw.
Stromatolithen zählen zu den ältesten nachgewiesenen Lebensformen und sind seit dem frühen Erdaltertum, etwa seit 3,6 Milliarden Jahren, bekannt.

Was können wir an der Location neben den Stromatolithen sonst noch sehen?

Innerhalb den Stromatolithen siedelten Süßwasserschnecken (Cepaea), die sich von den mikrobiellen Matten ernährten. Bei ihrem Absterben, blieb die Gehäuseschale in den Matten und wurde durch Sedimente zugedeckt. Deshalb können wir heute noch ihre Gehäuseschale, vereinzelt als Fossilien im Gestein erhalten, zwischen den Stromatolithen finden.
Die für die Bildung verantwortlichen Mikroben sind selbst nicht mehr in im Gestein erhalten und nur indirekt durch ihre Lebenstätigkeit nachzuweisen: da sich die spätere Kristallisation der Minerale nach den Strukturen im Gestein richtete, sind auch die Strukturen der Stromatolithen fossil erhalten blieben.

Um diesen Earthcache zu loggen, schaue Dir die Gesteinsblöcke genauer an und dokumentiere Deine Fossilfunde per Foto. Was konntest Du entdecken? Bitte hänge das Foto an Dein Log.


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